Begriff: empfehlen
Aktualisiert: 27.11.2009

Liefergegenstand

Für den PMBOK(R) Guide besitzt der Begriff "deliverable" einen zentralen Stellenwert. Er bezeichnet ein "eindeutiges und überprüfbares Produkt oder Ergebnis oder eine Dienstleistung, das/die hergestellt bzw. erbracht werden muss, um einen Prozess, eine Phase oder ein Projekt abschließen zu können."

Die erste deutsche Übersetzung des PMBOK(R) Guide 2000 prägte das neue Wort "Liefergegenstand" als möglichst wörtliche Entsprechung von "deliverable".

Dieser Begriff setzte sich im Sprachgebrauch durch, so dass auch die DIN 69901-5 im Jahr 2009 "Liefergegenstand" als offiziellen Begriff aufnahm. Im Gegensatz zum PMBOK Guide beschränkt die DIN 69901-5 die Bedeutung von "Liefergegenstand" jedoch ein auf ein "Ergebnis, das am Ende eines Vorgangs, Arbeitspakets oder Projekts zu erbringen bzw. abzuliefern ist."

PRINCE2 wählt in Abgrenzung vom PMBOK Guide bewusst den Begriff "Produkt" für alle Projektergebnisse, da die Konzentration auf Produkte eines der sieben Prinzipien von PRINCE2 ist.

Betriebswirtschaftlich gesehen sind Liefergegenstände zu erbringende Leistungen, rechtlich gesehen entspricht "Deliverable" dem Begriff "Werk" gemäß der Paragraphen 631-651 BGB.

Ein Liefergegenstand muss durch Qualitätskriterien beschrieben werden, nach denen er überprüft und abgenommen werden kann.

Erläuterung und Kommentar

Normen/Standards PMBOK 2004, DIN 69901-5:2009-01, PMBOK 2008
Synonyme Arbeitsergebnis, Werk, Projektprodukt, Leistung, Lieferobjekt
Englischer Begriff Deliverable
Weiterführende Beiträge im Projekt Magazin
Fachbeitrag
An alles gedacht?
Checkliste für den Umzug der IT-Infrastruktur

Bezieht eine Firma neue Räume, soll der Umzug möglichst reibungslos und ohne Unterbrechung des laufenden Geschäftsbetriebs erfolgen. Dabei sorgt oft der Transfer der IT-Infrastruktur für Kopfschmerzen bei den Verantwortlichen. Denn mit dem Ausfall des Telefon- oder Rechnernetzes würde der gesamte Betrieb zum Erliegen kommen. Damit so etwas nicht passiert, haben Markus Schmidt und Dominik Dopheide eine speziell auf den Umzug der IT-Infrastruktur abgestimmte Checkliste entwickelt, die Sie zusammen mit dem Artikel herunterladen können. Die Liste hilft dabei, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und beim Umzug nichts Wichtiges zu vergessen. Mehr lesen

3
2 Leserbewertungen | Artikel (4 Seiten) | 4,50 € (0,00 € im Abo)
Fachbeitrag
Pareto-Prinzip für IT-Projekte
Die Anforderungen auf das Machbare reduzieren

Ein großer Mobilfunkanbieter stand 2007 vor dem Problem, dass die Fachabteilungen immer mehr Anforderungen an die Neu- und Weiterentwicklung der internen IT-Systeme stellten. Arbeitskapazität und Budget der IT-Abteilung reichten aber nicht aus, um diese umzusetzen. Es wurde deshalb ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Projektinhalt und –umfang reduzieren und an die Ressourcensituation anpassen lassen. Dabei werden die besonders nützlichen Funktionsanforderungen herausgefiltert und umgesetzt, Anforderungen mit einem niedrigeren Nutzen fallen weg. Das Verfahren basiert auf dem Pareto-Prinzip und wird im Unternehmen deshalb als Pareto-Analyse bezeichnet. Tim Krüger stellt Ablauf und Nutzen der Pareto-Analyse vor. Mehr lesen

3.68421
19 Leserbewertungen | Artikel (5 Seiten) | 2,50 € (0,00 € im Abo)
SW-Anleitung
Multi-Projektmanagement mit Microsoft Project
Teil 3: Die neue Funktion "Lieferumfang" und ihre Anwendung in der Praxis

Um Abhängigkeiten zwischen einzelnen Projekten darzustellen, stehen in Microsoft Project die projektübergreifenden Anordnungsbeziehungen zur Verfügung (siehe Teil 2). Terminänderungen im Quellprojekt wirken sich dabei automatisch auf die nachfolgenden Termine im Zielprojekt aus – was nicht immer erwünscht ist. Praktischer wäre es, Termine aus anderen Projekten darstellen zu können, ohne befürchten zu müssen, dass diese die Vorgänge im eigenen Projekt beeinflussen. Microsoft hat diesen Bedarf erkannt und in Project 2007 das neue Feature "Lieferumfang" ("Deliverable") eingeführt (Voraussetzung: Project Server). In diesem dritten und abschließenden Teil der Artikelfolge zeigt Josef Schwab die Anwendung des neuen Features in der Praxis und geht der Frage nach, inwieweit es sich dabei um eine echte Alternative zu den projektübergreifenden Anordnungsbeziehungen handelt. Mehr lesen

4.5
4 Leserbewertungen | Artikel (7 Seiten) | 2,50 € (0,00 € im Abo)
Fachbeitrag
Qualitätssicherung an Schnittstellen
Die Staffelübergabe innerhalb des Projekts

Unerwartete Probleme entstehen häufig bei der Übergabe von Zwischenergebnissen innerhalb eines Projekts. An diesen Schnittstellen können inhaltliche Lücken auftreten, manchmal wurden auch Arbeiten doppelt ausgeführt. Um die Lücken zu schließen bzw. Überschneidungen zu klären, ist zusätzlicher, ungeplanter Arbeitsaufwand erforderlich. Dirk Heche erklärt, wie ein Projektleiter mit einem angepassten Regelwerk die Qualitätssicherung an Schnittstellen gewährleisten und dadurch den zusätzlichen Aufwand minimieren kann. Mehr lesen

2.75
4 Leserbewertungen | Artikel (8 Seiten) | 4,50 € (0,00 € im Abo)
Fachbeitrag
Achtung Stolperfallen!
Häufige Fehler bei Angebot und Pitch

Für das Verfassen von Angeboten gilt: Kleiner Fehler - große Wirkung! Frank Gürgens beschreibt in seinem Artikel häufige Stolperfallen bei der Erstellung von Angeboten und Pitch-Teilnahmen, in die auch so manch gestandener Projektmanager hin und wieder tritt. Die aufgeführten Beispiele beziehen sich auf Projekte im Bereich Software und Multimedia, die Tipps und Ratschläge lassen sich jedoch auch auf andere Projekte übertragen. Mehr lesen

4
4 Leserbewertungen | Artikel (8 Seiten) | 2,50 € (0,00 € im Abo)