Prognose
Die gesamte Projektplanung beruht auf Annahmen und Prognosen. Die Machbarkeit des Projektziels, die Aufstellung der Arbeitspakete, die Aufwandsschätzung und die gesamte Risikoanalyse beruhen auf Prognosen.
Genauso beruht die Frage nach der Rentabilität eines Projektes auf einer Prognose über Kosten für das Projekt und mögliche Erträge aus den Projektergebnissen.
Im wesentlichen beruhen alle Prognosen auf den drei Elementen:
- Erfahrungswissen
- Expertenschätzung
- Szenarien
Erfahrungswissen erlaubt, verbunden mit Hochrechnungen, die zuverlässigste Möglichkeit der Prognose. Allerdings versagt es naturgemäß überall da, wo neue Wege beschritten werden, für die es noch keine Erfahrungen geben kann. Hier geben Expertenschätzungen einen gewissen Orientierungsrahmen, allerdings zeigt die Realität immer wieder, dass die Unsicherheit in diesen Aussagen enorm sein kann. Mit Hilfe von "Wenn-Dann-Szenarien" schließlich können Entwicklungswege vorweggenommen und die Bandbreite der Möglichkeiten aufgezeigt werden.
Im Laufe des Projektfortschrittes steigt das Wissen über den tatsächlichen Projektverlauf beständig an, Prognosen könnten also fortgeschrieben werden und den Projektverlauf immer präziser vorhersagen. Allerdings wird darauf meist verzichtet, da bei positivem Projektverlauf keine Notwendigkeit gesehen wird und bei negativem Projektverlauf die Projektleitung den Projektabbruch befürchtet.
Eine primitive Variante der laufenden Prognose ist in der Earned Value Analysis enthalten: Die Berechnung des Schedule Performance Index und des Cost Performance Index erlaubt die Prognose über die voraussichtlichen Projektkosten und den voraussichtlichen Endtermin.
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| Englischer Begriff |
Prognosis, Forecast |
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