Synergieeffekt
Im Zusammenhang mit Projekten bezeichnen "Synergieeffekte" meistens die erwarteten Nutzeffekt von M&A-Projekten (Mergers & Acquisition = Unternehmensfusionen und -käufe). Typische Beispiele für Synergieeffekte sind z.B.:
- Reduzierung des Verwaltungsaufwands durch Zusammenlegen von Verwaltungseinheiten (z.B. Personalverwaltung)
- Reduzierung der Gemeinkosten durch gemeinsame Verwendung von Infrastruktur (z.B. Rechenzentren)
- Steigerung der Verkaufszahlen durch gemeinsame Vermarktung der Produkte
- Bessere Vertragskonditionen gegenüber Kunden wie Lieferanten durch Stärkung der eigenen Verhandlungsposition
- Erhöhung der Produktqualität durch Zusammenführung des Knowhows beider Unternehmen
- Möglichkeit zur Entwicklung neuer Produkte durch Zusammenführung von Patenten und Lizenzen
Die im Business Case eines M&A-Projekts dokumentierten Synergieeffekte müssen jedoch aktiv herbeigeführt werden. Die bloße Fusion zweiter Unternehmen bzw. der Kauf eines Unternehmens an sich bewirkt noch keinen Nutzen. Beispielsweise kann Infrastruktur nur dann gemeinsam benutzt werden, wenn die jeweiligen Anlagen gemeinsam betrieben werden können. Meist sind hierfür erhebliche Investitionen notwendig - beispielsweise bei der Zusammenführung von Datenbanken.
Darüber hinaus können die erhofften Synergieeffekte nur dann erzielt werden, wenn die Mitarbeiter der beiden ursprünglich eigenständigen Organisationseinheiten die Verschmelzung der Unternehmensorganisationen unterstützen und nicht blockieren.
Erläuterungen und Kommentar
| Weiterführende Web-Links |
Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Economies of Scope Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Economies of Scale |
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Teil 3: Betriebswirtschaftliche Auswirkungen


