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Aktualisiert: 21.03.2003

Target-Preis

Die Honorierung einer Projektleistung nach dem Target-Preis-Modell stellt eine Mischung von Festpreis und Aufwandsvergütung dar. Sie legt darüber hinaus bis zu einem gewissen Grad die Kalkulation des Auftragnehmers gegenüber dem Auftraggeber offen. Ziel dieses Modells ist es, die unterschiedlichen Interessen von Auftragnehmer und Auftraggeber bei der Projektabwicklung zu einer Win-Win-Situation zu führen.

Für die Projektleistung wird zwar ein Sollpreis (Target-Preis) vereinbart, der auf einer Aufwandskalkulation des Auftragnehmers beruht. Abgerechnet wird aber nach Aufwand. Wenn der Auftragnehmer es schafft, unterhalb des vereinbarten Sollpreises zu bleiben, wird die Differenz zwischen Sollpreis und tatsächlichem Aufwand nach einem vereinbarten Schlüssel geteilt. Der Auftragnehmer wird dadurch für die effizientere Leistungserbringung belohnt und der Auftraggeber bleibt unter den eingeplanten Kosten für die bestellte Leistung. Beide Seiten haben dadurch ein Interesse, die Projektabwicklung möglichst effizient zu gestalten.

Für den Fall einer Überschreitung des geplanten Aufwands wird eine Senkung des Stunden- oder Tagessatzes für den restlichen Aufwand vereinbart. Diese Senkung kann unterschiedlich gestaltet sein. Beispielsweise kann sie von der Überschreitung des Target-Preises oder der Terminüberschreitung abhängen. Auch eine absolute Begrenzung nach oben ist denkbar.

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Trügerischer Schutz: Festpreise für Software-Entwicklungsprojekte

Unternehmen machen immer wieder die bittere Erfahrung, dass selbst Software-Entwicklungsprojekte auf Festpreis-Basis gegen Budgetüberschreitungen, Krisen oder Abbrüche mit hohen Verlusten auf Auftraggeber- und Auftragnehmerseite nicht gefeit sind. Trotzdem tendieren Auftraggeber häufig zu dieser Vertragsvariante. Reinhard P. Oechtering untersucht in seinem Beitrag kritisch die möglichen Wirkungen eines Festpreisvertrags auf die Projektabwicklung. Hierzu erläutert er die Grundzüge von Dienst- und Werkverträgen. Als mögliche Alternative skizziert der Autor das Target-Preis-Modell, das Unternehmen in der Praxis noch immer selten anwenden. Mehr lesen

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