Mit "Zeiterfassung für Projekte" (ZEP) hat die Firma provantis IT Solutions OHG im Jahr 2000 eine webbasierte Software-Lösung zur projektorientierten Erfassung von Arbeitszeiten auf den Markt gebracht. Mittlerweile liegt die Version 4 vor, die neben funktionellen Erweiterungen auch eine ergonomischere und schnellere Benutzeroberfläche aufweist.
Über 200 Kunden aus verschiedenen Branchen setzen nach Herstellerangaben derzeit ZEP ein. Den Schwerpunkt bilden Unternehmen, die Aufträge projektorientiert abwickeln, wie z.B. IT- Beratungsunternehmen, SW-Entwicklungshäuser, Ingenieurbüros und Unternehmensberatungen. Die typische Anwenderzahl einer Installation liegt zwischen 20 und 70, die derzeit größten Installationen sind für bis zu 400 Anwender.
Intuitive und komfortable Zeiterfassung für alle
In Projekten steht am Ende jeder Abrechungsperiode die lästige Aufgabe, aus Notizzetteln, Excel-Tabellen und sonstigen Vorlagen die erbrachten Zeiten und Leistungen zusammenzutragen und daraus lückenlose Nachweise und Abrechnungen zu erstellen. Dem Auftraggeber müssen Leistungsnachweise z.B. als Dokument zur Unterschrift vorgelegt werden - zur Rechnungsstellung werden dieselben Daten aber in elektronischer Form benötigt.
Projektorientierte Erfassung von Arbeitszeiten und anderen Aufwänden, Erstellen von Leistungsnachweisen, Projektcontrolling sowie Rechnungsstellung sind die Kernfunktionen von ZEP: Wenige Mausklicks reichen aus, um diese Aufgaben zu erledigen. Von allen Zeiterfassungstools, die ich bisher kennengelernt habe, empfand ich ZEP am überzeugendsten, da es sowohl leicht zu bedienen ist als auch viele nützliche Funktionen aufweist. Mehrfacheingaben und manuelle Datenübertragungen entfallen, aktuelle Ist-Daten für das Controlling liegen vor und sofortige Rechnungsstellungen werden mit diesem Tool möglich.
Mit der Version 4 bietet ZEP eine neu gestaltete, attraktive und einfach zu bedienende Benutzeroberfläche, die über alle Menüpunkte hinweg ein stimmiges Layout mit frischer Farbwahl (grün und grau) bietet. Die Bildschirmaufteilung ist übersichtlich, die kontextsensitiven Hilfetexte gewährleisten eine schnelle Einarbeitung.
Für jeden Mitarbeiter werden nur die Bereiche und Funktionen des Systems frei geschaltet, die er benötigt, um seine Rolle im Projekt auszufüllen. Der Bildschirm für die Datenerfassung dient im oberen Bereich zur Eingabe, während der untere Bereich bereits erfasste Daten der aktuellen Woche anzeigt (Bild 1).
Der Anwender muss bei der Erfassung nur sehr wenige Angaben selbst eintippen, da ZEP für die meisten Eingaben entsprechende Auswahlfelder (z.B. für die Tätigkeitsart) zur Verfügung stellt. Der aktuelle Tag und die aktuelle Uhrzeit sind in der Eingabemaske bereits vorbelegt. Wenn der Mitarbeiter mehrere aufeinanderfolgende Tätigkeiten eingibt, bietet ZEP für die Startzeit eines neuen Eintrags gleich die Abschlusszeit der zuletzt eingegebenen Tätigkeit an. Die Eingabe von Uhrzeiten ist zwingend erforderlich, sobald die Funktion der Reisekostenabrechnung integriert ist. Eine rein vorgangsbezogene Aufwandserfassung ohne zeitliche Zuordnung ist nur in der Basisvariante ZEP Compact vorgesehen.
Für die Eingabe wiederkehrender Aufgaben kann ZEP die Angaben einer bereits erfassten Tätigkeit durch einen Mausklick in die Eingabemaske übernehmen. Der Benutzer muss dann nur noch eventuell erforderliche Änderungen vornehmen, um einen neuen Eintrag zu erstellen.
Als Sprachen sind für die Benutzeroberfläche Deutsch, Englisch und Französisch verfügbar. Für Benutzer, Kunden und Projekte kann die Sprache individuell festgelegt werden.
Zeiterfassung auch offline
Wer z.B. beim Kunden vor Ort im Einsatz ist, hat nicht immer die Möglichkeit der Online-Zeiterfassung und greift dann auf die bekannten Notlösungen (Zettel, Kalender, Excel-Tabelle) zurück. Mit dem Zusatzmodul "ZEP Offline" kann jeder Anwender auch ohne Internet-Zugang seine Projektarbeits- und Reisezeiten sowie Belege unterwegs auf dem Laptop erfassen und diese später mit ZEP synchronisieren. Für Handhelds (z.B. Organizer) bietet das Zusatzmodul "ZEP4PocketPC" die gleiche Eingabemaske wie ZEP im Browser an, so dass die Daten in gewohnter Form auf dem Handheld eingegeben und später mit ZEP synchronisiert werden können.

Bild 1: Intuitive Bedienung über Auswahllisten und Symbole.
Je nach Anforderung der richtige Leistungsumfang
Um den unterschiedlichen Anforderungen von Freiberuflern sowie kleinen und mittleren Unternehmen gerecht zu werden, bietet der Hersteller ZEP in zwei Varianten mit gestuftem Funktionsumfang an (provantis spricht hier von Produktlinien). Für Spezialanforderungen, wie z.B. die Verwaltung von Tickets, gibt es weitere Zusatzmodule (s.u.), so dass für jeden Bedarf individuelle Lösungen erstellt werden können. Die Varianten von ZEP bauen aufeinander auf; ein Upgrade erfolgt durch einfache Zusatzinstallation bzw. Freischaltung des nächsthöheren Leistungsumfangs.
ZEP Compact bietet die in allen Produktvarianten enthaltenen Basisfunktionen. Dazu gehören die Mitarbeiterverwaltung, Kundenverwaltung, Projektverwaltung, die Möglichkeit von Zeitauswertungen und der Export von Auswertungen im CSV-Format. Um die Arbeitszeiten in Kosten oder fakturierbare Preise umrechnen zu können oder Reisekostenabrechnungen zu erstellen, benötigt man die entsprechenden Erweiterungsmodule. Die Variante ZEP Professional bietet zusätzlich grundlegende Funktionen für Projektplanung und Controlling.
ZEP einrichten und Basisdaten eingeben
Der Anwender kann ZEP ohne Unterstützung durch den Hersteller vollständig anpassen, so dass keine Zusatzkosten für die Einführung anfallen. Nur Anwender mit Administrator-Rechten können sowohl die Grundeinstellungen von ZEP, z.B. Kunden- und Ressourcendaten als auch Stammdaten eingeben, z.B. interne Stundensätze oder Preisgruppen von Mitarbeitern. Damit ist gewährleistet, dass die Projektmitarbeiter keine ungewollten Veränderungen, z.B. an den Stundensätzen, vornehmen.

Bild 2: Zu den Stammdaten in ZEP gehören u.a. die internen Stundensätze der Mitarbeiter.
Das Berechtigungskonzept von ZEP sieht vier fest definierte Berechtigungsgruppen und drei Rollen vor. Die Benutzer erhalten ihre Berechtigung vom Administrator zugewiesen, wenn er ihr Profil definiert. Die Berechtigungsgruppen sind hierarchisch organisiert, d.h. die jeweils höhere Gruppe umfasst alle Berechtigungen der darunter liegenden Gruppe.
Mit der Kombination aus Berechtigungsgruppen und Rollen deckt ZEP alle notwendigen Anforderungen für die Zugriffsverwaltung eines Zeiterfassungstools mit sinnvollem Aufwand ab. Eine komplexere Zugriffsverwaltung, z.B. mit der Möglichkeit, neue Rollen zu definieren, würde dem grundlegenden Konzept eines einfachen Werkzeugs widersprechen.
Arbeitsaufwand, Kosten, Preise: Viele Funktionen im Detail
Die Stärke von ZEP liegt darin, für die Aufwandserfassung und das damit verbundene Controlling viele detaillierte Einzelfunktionen zur Verfügung zu stellen, die in anderen Produkten kaum zu finden sind. Im Folgenden einige Beispiele dafür.
Detaillierte Umrechnung von Zeit in Geld
Stundensatztabellen für das Unternehmen, jedes Projekt und jeden Kunden liefern für Auswertungen und Abrechnungen die Umrechnungsfaktoren von Arbeitszeit in Preise. Diese Preistabellen sind editierbar und berücksichtigen z.B. unterschiedliche Mitarbeiterqualifikationen und Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Höchste Priorität hat die Projektpreistabelle, dann die Kundenpreistabelle und falls diese beiden fehlen, gilt als Standard die Unternehmenspreistabelle. Es ist unter anderem möglich, die Abrechnungsart (nach Stunden- oder Tagessatz) festzulegen und Vorgaben für fakturierbare Belege wie z.B. Taxibelege, Bewirtungsbelege usw. zu machen. Zusätzlich zur Arbeitszeit können auch projektbezogen weitere Kosten erfasst werden, z.B. Materialkosten, Spesen oder externe Dienstleistungen.
Reisekostenabrechnung mit allen Feinheiten
Für die Reisekostenabrechnungen können neben Fahrzeiten, Übernachtungskosten und den Beförderungsmitteln auch die Abrechnungsmodi von Kilometergeld, Verpflegungsmehraufwendungen und Reisepauschalen definiert werden. Optional lassen sich die Reisekostengesetze von Deutschland oder Österreich als Vorgaben wählen.
Hier erweist sich die Möglichkeit zur Offline-Eingabe als besonders wertvoll: Die Mitarbeiter können die auf Dienstreisen immer wieder entstehenden Wartezeiten (Flughafen, Bahnhof) und ggf. Reisezeiten selbst bereits dafür nützen, um ihre Reisekostenabrechnung vollständig für jeden Bedarf (Arbeitszeitnachweis, Rechnungsstellung) zu erledigen.
Projektbezogenes Controlling
Projektcontrolling setzt Pläne voraus, denn erst ein Vergleich von Ist- und Plan-Daten ermöglicht Überwachung und Steuerung. Ab der Variante "ZEP Professional" kann der Projektleiter Arbeitszeiten, Kosten für Arbeitsaufwand, Sachkosten und Reisekosten sowohl auf Projektebene als auch für einzelne Vorgänge planen. Für das Controlling können diese Plandaten den erfassten Ist-Aufwänden gegenübergestellt werden (s.u.). Außerdem kann der Projektleiter für jedes Projekt festlegen, wie es gegenüber dem Kunden abgerechnet wird: pauschal, nach Aufwand (Stunden- oder Tagessatz) oder als eine Mischung aus beiden Abrechnungsarten.
Mit seinen leicht zu handhabenden Projektplanungs- und Controlling-Funktionen unterstützt ZEP die Projektleitung bei Planung, Aufwandskontrolle und Berichtswesen. So erhält man z.B. mit wenigen Mausklicks Informationen zum aktuellen Projektstatus für Besprechungen und Berichte an das Management.
Für ein projektbezogenes Ressourcenmanagement sowie für Projektportfoliomanagement ist ZEP allerdings nicht gedacht.
Auswertungen: Per Maus-Klick immer auf dem aktuellen Stand
Ein Mitarbeiter kann Auswertungen über seine Projektarbeitszeiten oder über seine gesamten Zeitnachweise entweder als Übersicht oder detailliert nach Vorgangs- bzw. Tagessummen erstellen. Die erzeugten Arbeitszeitnachweise lassen sich direkt über den Browser ausdrucken oder - falls das Zusatzmodul "Dokumentengenerator" installiert ist - als Microsoft Word- oder PDF-Dokumente speichern. Die schlichte Darstellung (Bild 3) lässt sich bei Bedarf durch ein hinterlegtes Firmentemplate mit Logo oder Briefkopf ergänzen. Alle notwendigen Daten sind enthalten; zu bemängeln ist nur, dass eine Unterschriftenzeile für Mitarbeiter und Projektleiter fehlt. Bei Bedarf kann der Arbeitszeitnachweis auch als CSV-Datei heruntergeladen werden, z.B. um die Daten in ein unternehmensspezifisches Berichtformat zu übertragen.

Bild 3: Ausdruck Zeitnachweis.
Bereits mit ZEP Compact steht dem Projektleiter eine Reihe von Auswertungen zur Verfügung. Mit dem Projektzeitnachweis kann er z.B. Auswertungen der Projektarbeitszeiten nach verschiedenen Kriterien wie Projekt, Vorgang, Fakturierbarkeit, Tätigkeit und Ort erstellen. Darüber hinaus erhalten die Projektverantwortlichen mit der so genannten "Projekt-Zeit-Matrix" einen schnellen Überblick über die aktuelle Arbeit aller laufenden Projekte. Diese Darstellung listet für einen gewählten Zeitraum und für einen bestimmten Status (in Arbeit, erledigt) alle Projekte und alle Projektmitarbeiter mit der Anzahl der darauf gebuchten Projektzeiten auf.
In ZEP-Ausbaustufen kommen finanzielle Auswertungen hinzu, zum Beispiel Auswertungen über Projektumsatz und Kundenumsatz. Der Projektleiter kann daraus ersehen, wie viel Umsatz sein Projekt z.B. mit den Tätigkeiten "Projektmanagement" oder "Dokumentation" generierte. Die Auswertung "Kundenumsatz" gibt ihm einen schnellen Überblick, wie viel Umsatz ein Kunde in einem oder allen Projekten für den angegebenen Zeitraum erzeugt hat.
Über die Auswertung "Projektstand Plan" von ZEP Professional kann ein Projektleiter jederzeit einen aktuellen Soll-Ist-Vergleich erstellen und auswerten, wie viel der geplanten Zeit und Kosten für ein Projekt seit Projektstart schon verbraucht wurden. Mit der Auswertung "Gesamtstatus Plan" lassen sich die Ergebnisse mehrerer Projekte miteinander vergleichen.

Bild 4: Projektzeit-Auswertungen mit ZEP Compact.
Alle Auswertungen werden in tabellarischer Form erstellt, grafische Auswertungen sieht ZEP leider nicht vor. Werden grafische Übersichten benötigt, kann in einigen Fällen der CSV-Export als Workaround verwendet werden, um die Daten in einem geeigneten Programm wie z.B. Microsoft Excel grafisch aufzubereiten. Beim Soll-Ist-Vergleich ist ein CSV- Export allerdings nicht vorgesehen. Mit dem Zusatzmodul "Dokumentengenerator" lässt sich aus dem Soll-Ist-Vergleich ein PDF-, Microsoft Word- oder OpenOffice-Dokument erzeugen.
Alles in allem ist das Reporting von ZEP ausreichend und komfortabel in der Handhabung. Einfach und schnell lassen sich Soll-Ist- bzw. Plan-Ist-Vergleiche erzeugen und geben so einen guten Überblick über den Status laufender Projekte. Leider lassen sich trotz der vielseitigen Funktionalität und Filtermöglichkeiten keine eigenen Berichte erstellen und speichern.

Bild 5: Auswertungen in ZEP Professional: Soll-Ist-Vergleich mehrerer Projekte.
Zusatzmodule und Schnittstellen: ZEP - vielseitig erweiterbar
Die ZEP-Zusatzmodule "Abteilungen", "Fehlzeitenverwaltung", "Dokumentenverwaltung" sowie die neu hinzugekommenen Module "Ticket-System" (ab Version 3.3) und "Faktura" (ab Version 3.6) können unabhängig voneinander den Funktionsumfang von ZEP erweitern.
Das Modul Abteilungen ermöglicht es, Mitarbeiter und Projekte einzelnen Abteilungen zuzuordnen und so abteilungsbezogene Auswertungen, z.B. für die interne Leistungsverrechnung, zu erstellen.
Das Modul Fehlzeitenverwaltung verwaltet Überstunden, Fehlzeiten und Urlaub. Überstunden werden automatisch bei Eingabe der Zeitmeldungen berechnet. Für Urlaubsanträge und ‑genehmigungen gibt es einen einfachen automatisierten Workflow.
Mit dem Modul Dokumentenverwaltung kann man projektbezogene, kundenbezogene und allgemeine Dokumente online verwalten. Die Möglichkeit der Versionierung sowie eine Zugriffsverwaltung auf Ordnerebene unterstützen ein systematisches Informationsmanagement im Projekt.
Ticket-System
Über das Ticketsystem ermöglicht ZEP den Empfang, die Bestätigung, Klassifizierung und Bearbeitung von Kundenanfragen, Änderungswünschen oder Arbeitsaufträgen. Mitarbeiter und optional die Kunden selbst geben ihre offenen Punkte als Tickets in ZEP ein. Projekt- oder Abteilungsleiter weisen das Ticket einem Bearbeiter zu, dieser wird automatisch per E-Mail benachrichtigt. Der Bearbeiter kann einen Auftrag in Teilaufgaben gliedern und ggf. anderen Bearbeitern zuweisen. Jeder Mitarbeiter hat seine eigenen Tickets mit Priorität, Status und Termin im Überblick, auch die Tickets ohne Bearbeiter werden ihm angezeigt. Die für einen Auftrag oder eine Teilaufgabe aufgewendete Zeit kann direkt auf das Ticket gebucht werden (Bild 6). ZEP listet diese Aufwände dann automatisch in den zugehörigen Auswertungen auf.

Bild 6: Ticket-System für Änderungswünsche und Arbeitsaufträge.
Insbesondere für Support-Tätigkeiten, z.B. bei Entwicklung und Einführung einer neuen Software oder im Änderungs- und Fehlermanagement, ist dieses Modul hilfreich. Das Ticketsystem verbindet das laufende Tagesgeschäft mit dem Projektmanagement, indem es für kleinere Aufgaben den Aufwand dokumentiert und so eine Historie der Auftragsabwicklung erstellt. Dadurch werden Prozesse transparenter und können kontinuierlich optimiert werden. Ein Software-Hersteller könnte beispielsweise aus Support-Anfragen hervorgegangene Change Requests direkt als spätere Projektaktivitäten einplanen.
Modul "Faktura"
Das Zusatzmodul "Faktura" bildet den gesamten Workflow von der Aufwandserfassung bis hin zur Rechnungsstellung ab. Ein Projektleiter kann für jedes seiner Projekte einen Abrechnungsplan erstellen. Dabei können Zahlungstermine für jeden Vorgang oder für ein Gesamtprojekt geplant werden. In gewissem Umfang ist dies die Dokumentation der Projektfinanzierung.
Rechnungspositionen können Festpreise, Aufwände, Reisepauschalen, Belege und sonstige freie Positionen sein. Für regelmäßig wiederkehrende Rechnungen lassen sich Rechnungspositionen mit der Angabe der Häufigkeit (monatlich, vierteljährlich oder jährlich) hinterlegen. Rechnungstexte können für Kunden und Projekte frei definiert werden.
Bei konsequentem Einsatz von ZEP ist es damit möglich, die Rechnung unmittelbar nach Erbringen der Leistung zu stellen. Gegenüber dem Zusammentragen einzelner Zeiterfassungsdaten mit den dabei meist notwendigen Rückfragen ist dies ein Zeitgewinn von mindestens zwei Wochen, was zu einer spürbaren Erhöhung der Liquidität führen kann. Zudem sorgt ZEP dafür, dass alle für das Projekt erbrachten Aufwände auch fakturiert werden.
Die Aufgaben des Administrators bzw. Controllers bestehen nur noch darin, den Rechnungsentwurf ggf. zu korrigieren (Stornieren oder Hinzufügen von Positionen), die endgültige Rechnung zu stellen und den Zahlungseingang zu überprüfen sowie zu dokumentieren. Im Untermenüpunkt Zahlungsdokumentation können die Zahlungseingänge zu einem Projekt hinterlegt werden, hierbei wird automatisch der noch offene Rechnungsbetrag vorbelegt.
Schnittstelle zu Microsoft Project
Die kostenlos zur Verfügung stehende Schnittstelle ZEP4Project ermöglicht den Datenaustausch zwischen ZEP und Microsoft Project. Wer seine Projekte mit diesem Tool plant, kann die Plandaten und Mitarbeiterzuordnungen nach ZEP exportieren. Umgekehrt ist es möglich, die akkumulierten Zeitbuchungen eines Projekts aus ZEP nach Microsoft Project zu exportieren, das dann für die betroffenen Vorgänge die Fortschrittsbalken anzeigen kann. Mit Hilfe dieser Schnittstelle kann Microsoft Project als Planungs- und Controlling-Werkzeug eingesetzt werden, während den Mitarbeitern mit ZEP gleichzeitig ein komfortables Tool für die Zeiterfassung zur Verfügung steht.
Über die Zusatzmodule hinaus bietet provantis auch die Implementierung von individuellen Schnittstellen an, zum Beispiel für SAP, DATEV oder Microsoft Access.
Systemvoraussetzungen und Lizenzbedingungen
ZEP ist in PHP5 programmiert und verwaltet alle Daten in einer zentralen MySQL-Datenbank. Als Client genügt ein aktueller Web-Browser mit aktiviertem JavaScript.
Für die Installation bietet provantis als Möglichkeiten an: Installation auf einem Rechner im Netzwerk des Unternehmens, Lieferung eines Komplettsystem von Hardware plus ZEP oder Bereitstellung von ZEP als Dienstleistung (SaaS) in Form einer SSL-verschlüsselten Verbindung zu einer gewarteten Installation von ZEP auf einem Server von provantis.
Miet- und Lizenzpreise hängen von der Produktvariante und der Benutzerzahl ab. Eine typische Installation von ZEP Professional mit zehn Anwendern kostet in der Mietvariante 160 Euro pro Monat und als Lizenz 3.320 Euro (jeweils zzgl. MwSt.). Die Preise für die ZEP Zusatzmodule ergeben sich bei Miete oder Kauf einer ZEP-Produktlinie als prozentualer Aufschlag zur Basisversion. Ausführliche Preislisten und ein Online-Preisrechner stehen auf der ZEP- Homepage frei zugänglich zur Verfügung.
Wer sich intensiver mit den Möglichkeiten von ZEP beschäftigen möchte, kann sich auf der Website von ZEP innerhalb weniger Minuten einen auf 30 Tage beschränkten Testzugang freischalten lassen.
Fazit: Passgenaue Lösung und durchgängige Transparenz
Nach nur minimaler Schulung können Projektmitarbeiter, Projektleiter, Controller, Abteilungsleiter und Administratoren ZEP für die projektorientierte Aufwandserfassung, das Controlling und die Abrechnung einsetzen.
Der modulare Aufbau ermöglicht es dem Anwender, ZEP flexibel an seine Anforderungen anzupassen. Die gesamte Administration kann der Kunde selbst übernehmen - er benötigt hierfür keinen Spezialisten des Anbieters.
Die größte Stärke von ZEP besteht in der komfortablen und schnellen Erfassung von Arbeitsaufwänden, Sachkosten und Reisekosten. Mit der Schnittstelle zu Microsoft Project und dem CSV-Datenexport ermöglicht es ZEP dem Anwender, Lücken bei den Planungsfunktionen und der Datenpräsentation durch andere Lösungen zu schließen.
Insgesamt empfiehlt sich der Einsatz von ZEP für KMUs, die eine von allen Beteiligten akzeptierte, bedienungsfreundliche und gleichzeitig leistungsfähige Aufwandserfassung benötigen.
Kontakt
provantis IT Solutions OHG, Siemensstr. 1, 71254 Ditzingen, Deutschland, Tel. +49 7156 43623-0, Fax +49 7156 43623-11, zep@provantis.de, www.zep.de



