Nacherfüllung
§ 439 BGB regelt die Ansprüche eines Käufers auf Beseitung von Mängeln an der von ihm gekauften Sache. Dies wird seit 1.1.2002 mit dem Begriff "Nacherfüllung" bezeichnet, der an Stelle der früher üblichen "Nachbesserung" tritt. Damit wird verdeutlicht, dass mit der Lieferung einer mangelhaften Leistung der geschlossene Vertrag noch nicht vollständig erfüllt ist, sondern erst durch die Nacherfüllung.
Ein Käufer (Auftraggeber) muss bei mangelhafter Lieferung deshalb zunächst immer die Nacherfüllung verlangen, bevor er eine Reduzierung des Kaufpreises oder Rücktritt vom Vertrag fordern kann. In der DIN 69905 wird der Begriff der Nachbesserung in einer doppelten Bedeutung verwendet. Zum einen beschreibt er die Nacherfüllung, zum anderen lässt die DIN 69905 auch die Änderung der Spezifikation und der Vertragsinhalte in diesem Zusammenhang zu.
| Synonyme |
Nachbesserung (veraltet) |
| Englischer Begriff |
Amendment, Subsequent Improvement, Remedy, Rectification of Defects |
Weiterführende Beiträge im Projekt Magazin
Qualitätssicherung an Schnittstellen
Die Staffelübergabe innerhalb des Projekts
Unerwartete Probleme entstehen häufig bei der Übergabe von Zwischenergebnissen innerhalb eines Projekts. An diesen Schnittstellen können inhaltliche Lücken auftreten, manchmal wurden auch Arbeiten doppelt ausgeführt. Um die Lücken zu schließen bzw. Überschneidungen zu klären, ist zusätzlicher, ungeplanter Arbeitsaufwand erforderlich. Dirk Heche erklärt, wie ein Projektleiter mit einem angepassten Regelwerk die Qualitätssicherung an Schnittstellen gewährleisten und dadurch den zusätzlichen Aufwand minimieren kann. Mehr lesen
4 Leserbewertungen
| Artikel (8 Seiten)
|
4,50 € (0,00 € im Abo)
Das Pflichtenheft - Basis für den Projekterfolg
Lastenheft und Pflichtenheft bilden gemeinsam den Grundstein eines Projekts. Der Auftraggeber beschreibt im Lastenheft, was er will, der Auftragnehmer im Pflichtenheft, wie er es macht. Die korrekte Erstellung von Lastenheft und Pflichtenheft fördert einen reibungslosen Projektverlauf und reduziert somit die Projektrisiken. Viele Projektverantwortliche wissen aber nicht, nach welchen Kriterien sie diese Dokumente erstellen sollen. Dr. Georg Angermeier gibt Orientierung und beschreibt in seinem Artikel die Erstellung des Pflichtenhefts als Antwort auf das Lastenheft. Mehr lesen
3 Leserbewertungen
| Artikel (9 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Konflikte zwischen Projektparteien - mit Mediation aus der Krise
Viele Streitigkeiten zwischen Projektparteien entstehen durch unerfüllte Erwartungen und mangelnde Kommunikation. So kommt es zu Missverständnissen und die Zusammenarbeit wird von beiden Seiten als unbefriedend empfunden. Eskaliert der Streit, endet er häufig vor Gericht. Eine alternative Methode der Konfliktlösung ist die Mediation. Anstatt die Konfrontation fortzusetzen, erarbeiten die Konfliktparteien Möglichkeiten der Kooperation. Christine Schmidt beschreibt in Ihrem Artikel die Vorteile der Mediation und erläutert anhand eines Beispiels den Verlauf dieses Verfahrens. Mehr lesen
Leserbewertungen
| Artikel (4 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Projektverträge: Rechtliche Aspekte bei der Abnahme
Die Abnahme ist eine entscheidende Station im Verlauf eines Projekts: Das Risiko fällt vom Auftragnehmer an den Auftraggeber zurück. Die Rechtsanwälte Dr. Rupert Vogel und Wolfgang Döring erklären in ihrem Beitrag am Beispiel von Softwareprojekten, was "Abnahme" im juristischen Sinne bedeutet und welche Änderungen das neue Schuldrecht vom 1. Januar 2002 mit sich gebracht hat. Der Artikel enthält Vorschläge für Regelungen sowie eine Musterklausel, mit deren Hilfe die Vertragspartner die Abnahme optimal organisieren können. Die Erläuterungen und Tipps lassen sich problemlos auf andere Branchen übertragen. Mehr lesen
2 Leserbewertungen
| Artikel (1 Seite)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)