Pareto-Prinzip

Vilfredo Pareto, 1848-1923, italienischer Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe, untersuchte die Verteilung des Volksvermögens in Italien und fand heraus, dass ca. 80% des Volksvermögens im Besitz von ca. 20% der Familien konzentriert ist.

Joseph M. Juran, geb. 1904, einer der amerikanischen Nestoren des Qualitätsmanagements, formulierte dieses Prinzip in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts allgemeiner und benannte es nach Vilfredo Pareto.

Das Pareto-Prinzip (auch 80-20-Prinzip genannt) besagt allgemein, dass 20% aller möglichen Ursachen 80% der gesamten Wirkung erreichen.

Synonyme 80-20-Prinzip,
Englischer Begriff Pareto Principle
Weiterführende Beiträge im Projekt Magazin
Fachbeitrag
Pareto-Prinzip für IT-Projekte
Die Anforderungen auf das Machbare reduzieren

Ein großer Mobilfunkanbieter stand 2007 vor dem Problem, dass die Fachabteilungen immer mehr Anforderungen an die Neu- und Weiterentwicklung der internen IT-Systeme stellten. Arbeitskapazität und Budget der IT-Abteilung reichten aber nicht aus, um diese umzusetzen. Es wurde deshalb ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Projektinhalt und –umfang reduzieren und an die Ressourcensituation anpassen lassen. Dabei werden die besonders nützlichen Funktionsanforderungen herausgefiltert und umgesetzt, Anforderungen mit einem niedrigeren Nutzen fallen weg. Das Verfahren basiert auf dem Pareto-Prinzip und wird im Unternehmen deshalb als Pareto-Analyse bezeichnet. Tim Krüger stellt Ablauf und Nutzen der Pareto-Analyse vor. Mehr lesen

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