Software Engineering
Die Entstehung des Begriffs Software Engineering wird gemeinhin auf die "NATO Software Engineering Conferences" 1968 (Garmisch, Deutschland) und 1969 (Rom, Italien) zurückgeführt. Die Protokolle dieser Konferenzen sind unter der URL http://homepages.cs.ncl.ac.uk/brian.randell/NATO/ als PDF-Dateien verfügbar.
Aktuell können auf normativer Ebene als zentrale Institutionen des Software Engineerings die "Special Interest Group Software Engineering" (SIGSOFT: http://www.acm.org/sigsoft) der "Association for Computing Machinery" (ACM: http://www.acm.org) und die IEEE Technical Council on Software Engineering (TCSE: http://www.tcse.org) gelten.
Die inhaltliche Entwicklung des SE fokussiert sich im Software Engineering Institute (SEI: http://www.sei.cmu.edu/), dessen bekanntestes "Produkt" das Capability Maturity Model (CMM) ist.
Während die Anfänge des SE noch von der Beschäftigung mit den gravierenden Qualitätsmängeln in der Software-Entwicklung (vgl. hierzu die Berichte der NATO SE Conferences) geprägt waren, treten spätestens ab den 90er Jahren des 20. Jhd. die Aufgaben des Projektmanagements in den Vordergrund. SE kann damit als Mischung zwischen Arbeitstechnik der Software-Erstellung und Management von Software-Projekten angesehen werden. Diese Zwitterposition, verbunden mit der extrem hohen Innovationsrate im IT-Bereich, bewirkt, dass eine einheitliche Definition des Begriffs SE noch schwer fällt.
Der IEEE-Standard 610-1990 definiert SE als:
"(1) The application of a systematic, disciplined, quantifiable approach to the development, operation, and maintenance of software; that is, the application of engineering to software. (2) The study of approaches as in (1)"
Das SEI selbst definiert SE ebenfalls in zwei Schritten als:
- "Engineering is the systematic application of scientific knowledge in creating and building cost-effective solutions to practical problems in the service of mankind.
- Software engineering is that form of engineering that applies the principles of computer science and mathematics to achieving cost-effective solutions to software problems."
Aus diesen und einigen anderen Definitionen können folgende Merkmale des SE benannt werden:
- SE umfasst Methoden, Techniken und Instrumente zur Erstellung von auf Maschinen lauffähigen Programmen (Software).
- Ziel von SE ist die Vermeidung von Fehlern, Reduktion von Aufwänden und Erhöhung des Kundennutzens von Software
- SE beinhaltet das Management von Entwicklungsprojekten für Software.
- SE umfasst die Inbetriebnahme, den Betrieb und die Wartung von Software.
- Hierzu beschreibt SE bewährte Vorgehensweisen in Modellen (Vorgehensmodelle) und definiert Qualitätsstufen für den Software-Entwicklungsprozess (CMM, PMMM).
Die aktuellen Entwicklungen des SE werden in der zweijährigen, europäischen Konferenz " European Software Engineering Conference" und der jährlich stattfindenden "International Conference on Software Engineering" (http://www.icse-conferences.org) präsentiert. Publiziert werden sie durch die IEEE in den "Transactions of Software Engineering" (http://computer.org/tse/).
Gemeinsam mit der IEEE TCSE bildet die SIGSOFT das "Software Engineering Coordinating Committee" (SWECC: http://computer.org/tab/swecc.htm). Das SWECC wurde 1998 gegründet mit dem Ziel, SE als eigenständige Disziplin in der Informationstechnik zu etablieren. Hierfür fördert es eine Reihe von Projekten, deren wichtigstes wohl die Dokumentation des "Software Engineering Body of Knowledge" (SWEBOK) ist. Der SWEBOK hat als Vorbild den PMBOK(R) Guide des Project Management Institutes - der PMBOK(R) Guide ist seinerseits bereits IEEE-Standard. Die aktuelle Version des SWEBOK (Februar 2005) kann unter der URL http://www.sebok.org als PDF-File kostenlos bezogen werden.
Weiterführende Beiträge im Projekt Magazin
Feedbackschleifen in iterativen Softwareprojekten
"Schon wieder ein Meeting, muss das sein?", "Wir brauchen unsere Ressourcen für Wichtigeres.", "Uns läuft die Zeit davon." – das klingt vertraut, oder? Doch ist das nicht zu kurz gedacht? Ist nicht die Kommunikation bei Softwareprojekten die wichtigste Voraussetzung dafür, dass effizient entwickelt werden kann, und ein systematisches Feedback von Kundenseite ein Garant für kundennahes, flexibles Vorgehen in der Softwareentwicklung? Nach der Lektüre des Artikels von Dag Frommhold und Fabian Röken sollte einmal mehr klar werden, warum sinnvolle Rückmeldeschleifen in einem iterativen Softwareprojekt niemals verlorene Zeit sind. Mehr lesen
Leserbewertungen
| Artikel (5 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Projektmanagement mit PRINCE2
Teil 2: Anwendung in einem IT-Projekt
Nachdem im ersten Teil die Grundzüge der Projektmanagement-Methode PRINCE2 vorgestellt wurden, beschreibt dieser abschließende zweite Teil die praktischen Erfahrungen mit PRINCE2 beim Projekt "ProCon", einem Projekt zur Einführung eines Content Management-Systems (CMS) bei der Fraport AG. Dabei werden Prozessmodell und Projektmanagement-Organisation nach PRINCE2 ausführlich dargestellt. Mehr lesen
1 Leserbewertungen
| Artikel (6 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Projektmanagement mit PRINCE2
Teil 1: Erfahrungsbericht über die Einführung bei der Fraport AG
Wer schon mal mit britischen Projekten in Berührung gekommen ist, kennt vielleicht die Projektmanagement-Methode PRINCE2. In Großbritannien ist sie vor allem bei öffentlichen Projekten stark verbreitet. PRINCE2 beschreibt umfassend eine Management-Sichtweise auf ein Projekt und legt dar, wie ein Projekt über Business Case, Aufteilung in Managementphasen, definierte Managementrollen und Lenkungsprozesse beherrscht werden kann. Oliver Buhr stellt im ersten Teil dieser zweiteiligen Artikelfolge die Methode PRINCE2 am Beispiel der Einführung bei der Fraport AG vor. Mehr lesen
5 Leserbewertungen
| Artikel (5 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Effizientes Teammanagement in E-Commerce-Projekten
Durch den starken technischen Fokus bei E-Commerce-Projekten werden Aspekte des Teammanagements oft vernachlässigt. Dabei liegt gerade hier der Schlüssel zum Projekterfolg. Dr. Bernd Götzelmann und Christian Casutt schildern in ihrem Artikel wesentliche Aspekte des Team-Managements dieser Projekte. Mehr lesen
Leserbewertungen
| Artikel (3 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Software-Entwicklung unter hohem Zeitdruck - ein Erfahrungsbericht
Software-Entwicklung und Zeitdruck: Zwei Begriffe, die häufig gemeinsam genannt werden. Trotz vieler guter Vorsätze, beim nächsten Projekt die Zeitplanung realistischer zu gestalten, befindet man sich unvermittelt wieder in der gleichen Situation: Das Projekt muss in einem sehr kurzen Zeitraum durchgeführt werden. Ein Erfahrungsbericht von Olaf Clausen. Mehr lesen
Leserbewertungen
| Artikel (3 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Die häufigsten Probleme im IT-Projektmanagement
Obwohl IT-Projekte sehr unterschiedlich sind, ähneln sich die auftretenden Probleme. Regina Wolf beschreibt in ihrem Artikel die kritischen Faktoren, von denen abhängt, ob Projekte scheitern oder erfolgreich sind. Mehr lesen
2 Leserbewertungen
| Artikel (5 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Extreme Programming - eine Einführung
Teil 3: Entwicklungsverfahren, Rollen im Projekt und Erfahrungen
Warum ist Software zu teuer, kommt zu spät, tut nicht genug oder ist einfach schlecht? Extreme Programming (XP) zeigt Wege, ein Projekt auch unter klassisch schwierigen Bedingungen auf Qualität und Effizienz zu optimieren. Diese ausführliche Einführung umfasst drei Teile. Im ersten Teil standen die Grundlagen und die Motivation von Extreme Programming sowie die wichtigsten Prinzipien im Vordergrund. Der zweite Teil stellte nach einem Blick auf Entstehungsgeschichte die Einsatzgebiete und Ziele vor. Abschließend werden die Verfahren, die XP zur Projektplanung einsetzt, erläutert. Die Verfahren zur "Extremen" Softwareentwicklung sowie die bisherigen Erfahrungen mit XP schließen in diesem dritten Teil die Einführung ab. Mehr lesen
Leserbewertungen
| Artikel (6 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Extreme Programming - eine Einführung
Teil 2: Einsatzgebiete und Ziele
Warum ist Software zu teuer, kommt zu spät, tut nicht genug oder ist einfach schlecht? Extreme Programming (XP) zeigt Wege, ein Projekt auch unter klassisch schwierigen Bedingungen auf Qualität und Effizienz zu optimieren. Diese ausführliche Einführung umfasst drei Teile. Im ersten Teil standen die Grundlagen und die Motivation von Extreme Programming sowie die wichtigsten Prinzipien im Vordergrund. Dieser zweite Teil stellt nach einem Blick auf Entstehungsgeschichte die Einsatzgebiete und Ziele vor. Abschließend werden die Verfahren, die XP zur Projektplanung einsetzt, erläutert. Die Verfahren zur "Extremen" Softwareentwicklung sowie die bisherigen Erfahrungen mit XP schließen im dritten Teil diese Einführung ab. Mehr lesen
Leserbewertungen
| Artikel (1 Seite)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Extreme Programming - eine Einführung
Teil 1: Grundlagen und Prinzipien von Extreme Programming
Warum ist Software zu teuer, kommt zu spät, tut nicht genug oder ist einfach schlecht? Extreme Programming (XP) zeigt Wege, ein Projekt auch unter klassisch schwierigen Bedingungen auf Qualität und Effizienz zu optimieren. Diese ausführliche Einführung umfasst drei Teile. Der erste Teil klärt die Frage, was Extreme Programming eigentlich ist, erläutert die wichtigsten Grundlagen und geht auf die Prinzipien hinter XP ein. Zwei weitere Teile beschäftigen sich mit der Historie von XP, den Einsatzgebieten und Zielen, den Verfahren zur Projektplanung und Entwicklung und mit den spezifischen Rollen in einem extremen Projekt. Mehr lesen
Leserbewertungen
| Artikel (5 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Quality Function Deployment für E-Commerce
Teil 2: Das House of Quality
Der Autor, Dr. Georg Angermeier, beschreibt in diesem Mehrteiler den systematischen Aufbau einer Webpräsenz nach dem Modell des Quality Function Deployment (QFD). Er führt anhand eines durchgehenden Praxisbeispiels anschaulich und leicht verständlich durch das Thema. Angermeier erklärt, wie sich Kundenanforderungen und Funktionen mit dem QFD-Modell zusammenbringen lassen und Sie somit die maßgeschneiderte Internet-Präsenz für Ihren Kunden finden. Mehr lesen
1 Leserbewertungen
| Artikel (7 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Quality Function Deployment für E-Commerce
Teil 1: Das Was und das Wie
Der Autor, Dr. Georg Angermeier, beschreibt in diesem Mehrteiler den systematischen Aufbau einer Webpräsenz nach dem Modell des Quality Function Deployment (QFD). Er führt anhand eines durchgehenden Praxisbeispiels anschaulich und leicht verständlich durch das Thema. Angermeier erklärt, wie sich Kundenanforderungen und Funktionen mit dem QFD-Modell zusammenbringen lassen und Sie somit die maßgeschneiderte Internet-Präsenz für Ihren Kunden finden. Mehr lesen
2 Leserbewertungen
| Artikel (5 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Nieder mit den Fehlermeldungen!
Wenn Anwender eine Fehlermeldung bekommen, ist es so, als ob ihnen jemand mit lauter und herablassender Stimme sagen würde: "Schlimmer Fehler, Freundchen, diese Eingabe war leider falsch!". Solche Dialoge in Softwareprogramme zu packen, zeugt von einer schlechten Benutzerführung meint Alan Cooper und fragt auch diesmal wieder mit spitzer Zunge nach dem Grund, warum uns Software-Entwickler mit überflüssigen Fehlermeldungen bombadieren. Mehr lesen
Leserbewertungen
| Artikel (3 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Das Management der Pflichtenhefterstellung
Vielfach reduzieren sich die Arbeiten an einem Pflichtenheft auf die für die Softwareerstellung relevanten Inhalte. Es wird meist einfach nur eine Vorgabe für die Programmierung geschrieben. Doch das ist für die effiziente Erstellung eines Pflichtenhefts nicht genug. Es gibt viele Fallstricke organisatorischer und politischer Natur, die durch den rein fachlichen Teil nicht abgedeckt werden können. Bernd Hilgenberg gibt Ihnen Tipps, wie Sie Ihr Team erfolgreich durch die schwierige Phase der Pflichtenhefterstellung führen. Mehr lesen
1 Leserbewertungen
| Artikel (3 Seiten)
|
2,50 € (0,00 € im Abo)
Das Pflichtenheft in der Softwareentwicklung
Lästiges Übel oder unverzichtbare Notwendigkeit? Im Bereich der Softwareentwicklung wird die Erstellung eines qualifizierten Pflichtenhefts oft mit geringer Priorität behandelt. Doch der Katzenjammer kommt meist hinterher, wenn immer wieder neue Forderungen die Entwicklungskosten in das Unermessliche treiben oder zugesagte Funktionen fehlen. Bernd Hilgenberg erläutert die wichtigen Bestandteile eines Pflichtenhefts. Eine fertig erstellte Vorlage zum Downloaden führt Sie Schritt für Schritt durch die Pflichtenhefterstellung. Mehr lesen
4 Leserbewertungen
| Artikel (7 Seiten)
|
4,50 € (0,00 € im Abo)