Atomkraftgegner fordern Projektmanagement für Asse-Rückholung
(17.02.2012) Die Atomkraftgegner des Asse-2-Rechtshilfefonds fordern ein Projektmanagement für die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus dem Salzbergwerk Asse. Wie das Hamburger Abendblatt unter Berufung auf eine dapd-Meldung berichtet, kritisierte Claus Schröder des Asse-2-Rechtshilfefonds am Freitag besonders scharf das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Die Behörde ist als Betreiber zuständig für die Rückholung der radioaktiven Abfälle.
Laut Schröder bestehe der Eindruck, dass die Spitze des Bundesamtes für Strahlenschutz zwar gewillt, aber mit der Aufgabe überfordert sei. "Das BfS hat keine Erfahrung, Industrieprojekte – und als solches ist die Rückholung anzusehen – dieser Größenordnung umzusetzen", so Schröder. Dabei sei nicht nur die Menge des Personals entscheidend, sondern es müsse auch einen erfahrenen Projektmanager geben, der stets das Ziel vor Augen habe.
BfS-Sprecher Werner Nording sagte gegenüber der Nachrichtenagentur dapd, dass man bereits im Januar in einem Workshop unter Beteiligung der Begleitgruppe konstruktive Vorschläge erarbeitet habe. Weiter seien rechtliche Änderungen in Aussicht gestellt worden, um die Rückholung der Abfälle aus dem Endlager Asse zu beschleunigen. Laut Nording verstehe das Bundesamt die Ungeduld der Gruppe, diese dürfe aber nicht in unbegründete Kritik umschlagen. (mz)
Weitere Informationen: dapd www.dapd.de; Hamburger Abendblatt www.abendblatt.de


