Behörden wollen Genehmigungen für Offshore-Windparks erleichtern

(13.01.2012) Genehmigungen für Offshore-Windenergieparks sollen zukünftig vereinfacht und die dazu notwendigen Verfahren beschleunigt werden. Dies gab Klaus-Dieter Scheurle, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, am Mittwoch in Berlin bekannt. Bis zum Jahr 2030 sollen laut Scheurle deutsche Offshore-Windanlagen 25 Gigawatt Strom erzeugen und damit die Jahresleistung von rund 20 Atomkraftwerken ersetzen. Um dieses anspruchsvolle Ziel zu erreichen, müsse man die Genehmigungen vereinfachen, so Scheurle.

Seit der ersten Genehmigung im November 2001 konnten bereits 28 Offshore-Windparks genehmigt werden, 84 Anträge für weitere Windparks liegen dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrograhie (BSH) vor. In Betrieb sind bisher lediglich in der Nordsee die Windparks "alpha ventus" mit einer Leistung von 60 Megawatt sowie "BARD Offshore 1" mit 75 Megawatt Leistung. Offshore-Windparks sind eine wichtige Säule der Energiewende, die u.a. einen Atomausstieg sämtlicher deutschen Meiler bis 2022 vorsieht (s. hierzu auch eine kritische Betrachtung zu den Projekten der Energiewende, News im Projekt Magazin vom 5.10.2011).

Monika Breuch-Moritz, Präsidentin des BSH, sieht es 2012 als eine der wichtigsten Aufgaben an, die Stromanbindung der Windparks sicherzustellen. So erstelle das BSH einen Offshore-Netzplan mit Festlegungen für die Kabel. Außerdem werde man Schallgrenzen für die Bauarbeiten einführen, um Meerestiere besser zu schützen, sowie ein Sicherheitskonzept erstellen, welches die Rettungsmaßnahmen auf den Anlagen einheitlich regeln soll. (mz)

Weitere Informationen: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung www.bmvbs.de; Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie www.bsh.de


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