Forschungsprojekt: Wissenschaftler züchten Energiekartoffeln

(27.01.2012) In einem Verbundprojekt wollen Forscher neuartige Kartoffeln züchten, die sich für die Energiegewinnung einsetzen lassen. Die Wissenschaftler des Julius Kühn-Institut (JKI) sowie des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) möchten das züchterische Potenzial von Stärkekartoffeln verbessern, um sie als erneuerbare Energieträger wettbewerbsfähig zu machen. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) fördert das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt.

Hintergrund des Vorhabens ist, dass Kartoffeln als Substrat in Biogasanlagen zur Energiegewinnung große Vorteile aufweisen würden. So könnten sie z.B. den häufig verwendeten Mais teilweise ersetzen und damit die stark maislastigen Fruchtfolgen auflockern, also die Reihenfolge, in welcher Getreide auf einer landwirtschaftlichen Fläche angebaut werden sollte. Gerade auf weniger guten Böden versprechen sich die Forscher Vorteile der Kartoffel gegenüber Mais oder der Zuckerrübe. Die neu gezüchteten Kartoffeln sollen einen sehr hohen Stärkegehalt haben und zudem eine dauerhafte Widerstandsfähigkeit gegen die verbreitete Kraut- und Knollenfäule besitzen.

"Mit den gezüchteten, optimal angepassten Sorten kann die Kartoffel mit Mais und anderen Substraten konkurrieren", sagt Dr. Thilo Hammann vom Julius Kühn-Institut in einer Pressemitteilung. Könne man, laut JKI, die Resistenz dauerhaft verbessern, würden sich die Kosten zur Krankheitsbekämpfung verringern und es ließe sich so die Wirtschaftlichkeit des Rohstoffs Kartoffel erhöhen. (mz)

Weitere Informationen: Julius-Kühn-Institut www.jki.bund.de


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