Studie: PMOs verlieren oft den Überblick
(11.01.2012) Viele Project Management Offices verlieren häufig in der unternehmensinternen Projektlandschaft den Überblick und haben keine klare Linie. Dies ist eine der wichtigsten Aussagen einer aktuellen Studie des Marktforschers Forrester Research. Wie das Fachmagazin CIO die Forrester-Analystin Margo Visitacion zitiert, würden viele PMOs deshalb scheitern, "weil sie sich in der taktischen Ausführung verlieren und das große Ganze nicht im Blick haben".
So seien laut der Studie 75% der PMOs mit praktischem Projektmanagement beschäftigt, hingegen nur 60% mit Portfolio-Management. "Die PMOs versteifen sich zu sehr auf ihre Projekte und Best Practices fürs Projektmanagement, anstatt die richtigen Projekte zur richtigen Zeit anzubieten." Folglich sind sie "vor allem mit taktischem Mikromanagement ausgelastet, statt sich dem Erfüllen der Business-Erwartungen zu widmen", sagt Visitacion. Viele PMOs würden versuchen, beiden Ansprüchen zu genügen und sich so nur noch weiter in einem Gewirr von unklaren Ansprüchen verzetteln.
Die Folge: Unter den befragten Unternehmen würde die Hälfte der Projekte innerhalb von zwei Jahren scheitern, nach drei Jahren seien es sogar drei Viertel. Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem das mangelnde Verständnis für Projektmanagement bei vielen Entscheidern: Demnach gaben 73% der PMO-Verantwortlichen an, dass es bei einem Bericht an den Finanzchef die größte Herausforderung sei, zunächst einmal Verständnis für das Thema Projektmanagement zu wecken. Bei Berichten an den CIO seien es immerhin noch 57%. (mz)
Weitere Informationen: CIO www.cio.de; Forrester Research www.forrester.com


