Studie: Software-Qualitätssicherung häufig noch ungenügend
(10.02.2012) Bei vielen deutschen Software-Unternehmen besteht Nachholbedarf im Bereich der Qualitätssicherung. In einer aktuellen Studie von IDC Deutschland gaben 36% der befragten Unternehmen an, Verbesserungsbedarf im eigenen Unternehmen zu haben. Ziel der Studie war es, die aktuelle Situation sowie die Pläne der Unternehmen zum Thema "Software Quality Assurance (SQA)" zu untersuchen. An der Befragung nahmen im November und Dezember 2011 rund 200 deutsche Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern teil.
Die Ursachen für die Defizite seien laut IDC vielfältig: Dazu würden u.a. eine mangelnde Abstimmung zwischen Anwendungsentwicklern und Testern, ein geringer Automatisierungsgrad des Testens oder die Wahl ungeeigneter Testmethoden zählen.
Weiter stelle auch ein unzureichendes Projektmanagement eine große Herausforderung für die Unternehmen dar. So würden laut Matthias Zacher von IDC lediglich die Hälfte der Software-Projekte im Zeit- und Budgetplan und ohne Nacharbeiten bei Qualitätsmängeln abgeschlossen. 8% der Projekte würden vollständig abgebrochen.
Um die Qualitätssicherung adäquat umzusetzen, gehen die Unternehmen verschiedene organisatorische Wege: 16% etablierten für die Qualitätssicherung eine eigenständige Organisation. Ein Drittel ordnet die Qualitätssicherung der IT-Abteilung zu, während bei 13% die Qualitätssicherung in den Fachbereichen vorgenommen wird. In einigen Fällen sei die SQA vollständig oder teilweise an externe Ressourcen ausgelagert. (mz)
Weitere Informationen: IDC Deutschland www.idc.de


