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admileo - modularer Werkzeugkasten für unternehmensweites Projektmanagement

Die Ursprünge des Projektmanagement-Tools admileo liegen im Großprojektmanagement für den Kraftwerksbau. Durch seinen modularen Aufbau unterstützt das System nicht nur die Projektarbeit in Multiprojektumgebungen, sondern bringt auch viele Funktionen mit, um die Aufgaben des Tagesgeschäfts abzudecken. Das auf Java basierende Tool wird heute von dem Mindener Unternehmen Archimedon unter dem Namen admileo weiterentwickelt und vermarktet. Dr. Meyer hat sich die Software für Sie angesehen.

admileo - modularer Werkzeugkasten für unternehmensweites Projektmanagement

Die Ursprünge des Projektmanagement-Tools admileo liegen im Großprojektmanagement für den Kraftwerksbau. Durch seinen modularen Aufbau unterstützt das System nicht nur die Projektarbeit in Multiprojektumgebungen, sondern bringt auch viele Funktionen mit, um die Aufgaben des Tagesgeschäfts abzudecken. Das auf Java basierende Tool wird heute von dem Mindener Unternehmen Archimedon unter dem Namen admileo weiterentwickelt und vermarktet. Dr. Meyer hat sich die Software für Sie angesehen.

Das Multiprojektmanagement-System admileo entstand zunächst als interne Softwarelösung für das Management von Großprojekten im Kraftwerksbau. Dieses "Management Enterprise Information-System" wurde seit 2004 auf eine komplett neue technische Basis gestellt. Das neue Produkt wird heute vom Mindener Unternehmen Archimedon unter dem Namen admileo weiterentwickelt und vermarktet. Geblieben ist der Anspruch, ein unternehmensweites Management-Informationssystem zu bieten, welches neben dem Projektmanagement auch die Anforderungen der verschiedensten Unternehmensbereiche abdeckt und "die Sicht aufs Ganze" bietet.

Zu den Anwendern von admileo zählen Konzerne wie die ABB AG Division Energietechnik, aber auch mittelständische Unternehmen, etwa das auf Prozessautomation und Systemschränke spezialisierte Unternehmen Pasys oder der Ingenieurdienstleister INP.

18 Module für Projekt- und Unternehmensmanagement

Zwei grundlegende Module bilden den Kern des Systems: Mit dem "Multi-Projekt-Manager" greift der Anwender auf die Projektdaten zu, während der "Organisations-Manager" die Navigation durch die gesamte Unternehmensstruktur ermöglicht. Beide Komponenten lassen sich um jeweils acht weitere Module erweitern (Bild 1). Schon die Namen der Hauptmodule zeigen, dass admileo den Anspruch erhebt, das Projektmanagement mit dem Management der gesamten Organisation zu verzahnen.

Bild 1: Die 18 Module des Multiprojekt- und des Organisationsmanagers.
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Zum Multi-Projekt-Manager kommen z.B. die Module "Projektplaner" mit dem klassischen Gantt-Diagramm oder der "Anfrage- und Änderungs-Manager", mit dem Änderungsanträge erfasst und durch Workflows unterstützt systematisch bearbeitet werden können. Hinzu kommt auch der "Zukunfts-Projekt-Manager", mit dem der Anwender Projektideen und laufende Angebote in Szenarien berücksichtigt.

Den Organisations-Manager ergänzt u.a. das Modul "Ressourcen-Manager", mit dem Ressourcenanfragen aus den Projekten bearbeitet, Auslastungen von Einzelpersonen und Gruppen analysiert und Abwesenheitszeiten geplant werden. Der "Personalqualifikations-Manager" bietet unternehmensweites Skillmanagement. Mit dem "Personal-Manager" können Personalakten geführt und Urlaube verwaltet werden.

Sowohl der Organisations-Manager als auch der Multi-Projekt-Manager können auf das Modul "Dokumenten-Manager" zugreifen. Damit lassen sich Dokumente z.B. im direkten Zusammenhang mit Teams, Aufträgen, Projekten oder Vorgängen verwalten. Dank umfangreicher Möglichkeiten, vom Ein- und Auschecken der Dokumente über die Versionierung bis hin zu der Volltextsuche und der Dokumentverteilung auf verschiedene Server an mehreren Unternehmensstandorten, kann sich das Modul durchaus mit eigenständigen Dokumentenmanagement-Systemen messen.

Zwei Hauptkomponenten mit weiteren 16 Modulen - das wirkt zunächst verwirrend. In der praktischen Arbeit wirkt die Anwendung allerdings wie aus einem Guss. Die Module sind gut aufeinander abgestimmt. Eine durchgängige Bedienungslogik mit einer einheitlichen Bedienoberfläche erleichtert die Einarbeitung. Vor allem aber sind die einzelnen Module direkt miteinander verknüpft. Um einen Änderungsantrag für sein Projekt zu erstellen, klickt der Anwender z.B. einfach auf das entsprechende Icon in der Symbolleiste des Multi-Projekt-Managers. Damit startet er den "Anfrage- und Änderungs-Manager", in dem bereits automatisch das betreffende Projekt ausgewählt ist. Ähnlich läuft es bei der Leistungserfassung: Wer im Zeiterfassungs-Manager eine Arbeitszeitbuchung markiert und im Kontextmenü per rechter Maustaste den Multi-Projekt-Manager öffnet, sieht dort das von der Buchung betroffene Arbeitspaket. Wählt man im Kontextmenü stattdessen den Organisations-Manager, präsentiert admileo die Daten der Ressource, deren Aufwand gebucht wurde.

Über Strukturbäume und Registerkarten zur Information

In jedem Modul finden sich am oberen Rand des Programmfensters Menü- und Symbolleisten. Der linke Fensterrand ist jeweils einem Strukturbaum vorbehalten, dessen Inhalt variiert. So zeigt z.B. der Personal-Manager hier die Unternehmensstruktur mit den einzelnen Organisationseinheiten und ihren Mitarbeitern. Im Multi-Projekt-Manager findet der Anwender im Baum die einzelnen Projekte entsprechend der Firmenstruktur sortiert vor. Unterhalb der Projektebene zeigt der Strukturbaum dann deren Projektstrukturpläne mit Teilprojekten und Vorgängen sowie den ihnen zugeordneten Ressourcen an.

Bild 2: Detailinformationen markierter Elemente (hier im Multi-Projekt-Manager) zeigt admileo auf mehrere Registerkarten verteilt an.
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Wählt der Anwender ein Element im Strukturbaum aus, zeigt admileo alle zugehörigen Details im eigentlichen Arbeitsbereich rechts daneben an. Da kommen rasch eine Menge Informationen zusammen - bei einer ausgewählten Ressource etwa die Stammdaten, gebuchte Arbeits- und geplante Abwesenheitszeiten oder die zugewiesenen Arbeitspakete. Die Software verteilt diese auf verschiedene Registerkarten. Mit dieser Kombination aus Symbolleisten zur Modulwahl, dem Strukturbaum und den auf die Registerkarten verteilten Detailinformationen bewegt sich der Anwender nach kurzer Eingewöhnungszeit recht zügig durch seine Projektlandschaft.

Projektplanung

Am Anfang der Projektplanung steht die Projektstruktur. Hier kommt der Auftrags- und Projektstruktur-Manager (APM). Mit ihm werden zum einen die Projektaufträge erfasst. Damit wird die Verbindung zwischen den Auftragspositionen sowie dem Projekt und seinen Teilprojekten gezogen. Gerade für projektorientiert arbeitende Dienstleister ist diese Funktion von Bedeutung - egal ob es sich…

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