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Das ist neu am Microsoft Project Server 2010

Seit der ersten Project Server Version aus dem Jahr 2000 hat Microsoft seine Client-Server-Lösung für das Projektmanagement technisch und funktionell kontinuierlich weiterentwickelt. Mit der Markteinführung des Project Server 2010 in der ersten Jahreshälfte 2010 stehen dem Anwender sinnvolle neue Funktionen zur Verfügung – z.B. hat Microsoft das Berichtswesen deutlich erweitert und die Portfolio-Funktionen in den Server integriert. Sven Hausen beleuchtet die Neuerungen des Servers und zeigt dessen Potentiale für die einzelnen Anwendergruppen auf.

Das ist neu am Microsoft Project Server 2010

Seit der ersten Project Server Version aus dem Jahr 2000 hat Microsoft seine Client-Server-Lösung für das Projektmanagement technisch und funktionell kontinuierlich weiterentwickelt. Mit der Markteinführung des Project Server 2010 in der ersten Jahreshälfte 2010 stehen dem Anwender sinnvolle neue Funktionen zur Verfügung – z.B. hat Microsoft das Berichtswesen deutlich erweitert und die Portfolio-Funktionen in den Server integriert. Sven Hausen beleuchtet die Neuerungen des Servers und zeigt dessen Potentiale für die einzelnen Anwendergruppen auf.

Microsoft Project ist eines der Projektmanagement-Tools mit der höchsten Marktdurchdringung weltweit sowohl im Bereich der rein Client-basierten Tools als auch bei den Client-Server-Lösungen. Seit der ersten Client-Version 1986 und der ersten Server-Version 2000 hat Microsoft die Software technisch und funktionell kontinuierlich weiterentwickelt. Für Projektleiter, Project Management Offices (PMOs) und Entscheidungsträger lohnt jetzt ein Blick voraus auf die kommende Markteinführung im ersten Halbjahr 2010. Dieser Artikel beleuchtet die Potentiale von Project 2010 für einzelne Anwendergruppen mit Schwerpunkt auf den Funktionalitäten von Project Server 2010.

Eine der augenfälligsten Neuerungen beim Project Server 2010 betrifft das Portfoliomanagement. In den Vorgängerversionen standen die dafür notwendigen Komponenten noch als eigene Produkte zur Verfügung. Die Entwickler sind jetzt den längst überfälligen Schritt gegangen, diese Komponenten in den Project Server 2010 zu integrieren. Insbesondere für Portfoliomanager und für viele PMO wird Project dadurch deutlich interessanter.

Klar verbessert hat sich auch die Leistungsfähigkeit des Berichtswesens, das bei einer Projekt- und Portfoliomanagement-Software eine wichtige Rolle einnimmt. Oft fordern Controlling- und Management-Vertreter spezielle Berichte, die hohe technische Anforderungen an Berichtsgeneratoren stellen und eine Datenintegrationen mit Dritt-Systemen, wie z.B. SAP, voraussetzen. Um solchen Anforderungen gerecht zu werden, hat Microsoft grundlegende Umbauten im Project Server 2010 vorgenommen. Dieser nutzt jetzt verstärkt Business Intelligence- bzw. Reporting-Funktionen von Microsoft Excel Services und Performance Point Services (werden durch den Microsoft SharePoint Server bereitgestellt) sowie die Reporting Services (diese kommen aus dem SQL Server).

Ein Überblick: Was gibt es Neues in Project 2010?

Der Project Client ist in der Version 2010 weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Client-Server-Systems. Die Mehrheit der Projektleiter dürfte mit Client und Server-Zugang arbeiten; deswegen werden die wichtigsten Neuerungen im Project Client hier kurz genannt.

Die weitreichende Flexibilisierung der Projektplanungslogik im Project Client ist eine wesentliche und fast schon revolutionäre Neuerung für Projektleiter. Project 2010 hat mit der Option der sogenannten "Pinned Tasks" ("festgesteckte Vorgänge") viele Eigenschaften von Excel übernommen. "Pinned Tasks" ermöglichen eine stellenweise Deaktivierung der internen Project-Berechnungslogik. Damit umgeht der Planer die automatische Integration von Ablaufmodellierung, Terminrechnung, Aufwandsplanung und Ressourcenzuweisungen mit deren vielfältigen, z.T. schwer zu durchschauenden Optionen.

Welchen Nutzen hat diese Neuerung? Die "Pinned Tasks" erleichtern im Wesentlichen den Umstieg von Microsoft Excel nach Microsoft Project. Zudem machen sie eine schnelle und unkomplizierte, vorläufige Projektplanung möglich, bei der zunächst nur rudimentäre Eckwerte festgehalten werden. Auf diese Weise werden komplexe Zusammenhänge beherrschbarer, so dass mit einer steigenden Akzeptanz des Systems bei Projektleitern zu rechnen ist.

Akzeptanzsteigerung ist wohl auch das Motiv für die neue, bereits von Microsoft Excel, Word und Powerpoint 2007 her bekannte Bedienung, die sich an der sogenannten Ribbon-Technologie anlehnt. Für PMOs wichtig: Microsoft präsentiert jetzt ein durchgängiges "Look and Feel" - sowohl für den Project Client als auch den Web Client bzw. Browser-Zugang zum Project Server. Insbesondere Projektteams und PMO-Mitarbeiter, die mit beiden Systemkomponenten arbeiten, werden sich so wohler fühlen.

Bild 1: Ribbon-Menüführung in Project Web Access.
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Nicht nur Projektleitern sondern auch den höheren Management-Ebenen wird die innovative "Timeline-Ansicht" gefallen. Damit lassen sich zentrale Abschnitte eines Projektplans verdichten und z.B. für Management-Präsentationen weiterverwenden. Die allgegenwärtige Projektplan-"Malerei" in Powerpoint dürfte damit deutlich zurückgehen.

Die neue "Team Planner"-Ansicht, die mehr Möglichkeiten bei der Ressourcenplanung und endlich praxisgerechte Möglichkeiten zur Aufgabensynchronisation mit SharePoint-Task-Listen bietet, runden die Neuerungen im Angebot vom Project-Client ab.

(Weitere Informationen zum Client von Microsoft Office Project 2010 finden Sie im Artikel "Microsoft Office Project 2010: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick", Ausgabe 22/2009)

Verzahnung von Projekt- und Portfoliomanagement

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