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Der neue Microsoft Project Server 2013

Anfang 2013 wird die mittlerweile fünfte Version des Project Servers auf dem Markt verfügbar sein. Sie besticht weniger durch eine Vielzahl neuer Funktionen, als vielmehr durch lange erwartete Verbesserungen und Vereinfachungen. Dazu gehören u.a. die nahtlose Intergration in SharePoint, die Möglichkeit der Projektplanung im Browser sowie eine grafische Workflow-Gestaltung. Johann Strasser stellt den Project Server 2013 vor und beschreibt die wichtigsten Neuerungen.

Der neue Microsoft Project Server 2013

Anfang 2013 wird die mittlerweile fünfte Version des Project Servers auf dem Markt verfügbar sein. Sie besticht weniger durch eine Vielzahl neuer Funktionen, als vielmehr durch lange erwartete Verbesserungen und Vereinfachungen. Dazu gehören u.a. die nahtlose Intergration in SharePoint, die Möglichkeit der Projektplanung im Browser sowie eine grafische Workflow-Gestaltung. Johann Strasser stellt den Project Server 2013 vor und beschreibt die wichtigsten Neuerungen.

Im ersten Quartal 2013 bringt Microsoft die fünfte Version des Project Servers auf den Markt; für Partner und Kunden mit Enterprise Agreement steht diese bereits jetzt zum Download zur Verfügung. Schwerpunkte bei der Entwicklung waren die nahtlose Integration in SharePoint, die vollständige Übernahme der Berechnungslogik aus Project Professional in die Project Web App sowie ein Umbau der Architektur für das Cloud Angebot "Project Online". Dieser Beitrag konzentriert sich auf den Project Server und die Webanwendung "Project Web App". Das Cloud-Angebot "Project Online" sowie die Neuerungen bei Project Professional 2013 werden in gesonderten Beiträgen beschrieben.

Bei der Weiterentwicklung des Servers hat Microsoft viel Energie in die Entwicklung des Cloud-Angebots gesteckt und in diesem Zuge auch versucht, den Einstieg für einen breiteren Benutzerkreis unter dem Stichwort "Lightweight Projectmanagement" zu vereinfachen. So ist einerseits mit Project Online die Verfügbarkeit ganz einfach herzustellen und andererseits müssen Projekte nicht von Anfang an mit Project Professional geplant werden. Stattdessen ist es jetzt möglich, mit einfachen Tasklisten in SharePoint zu beginnen und diese je nach den Erfordernissen bzw. Fähigkeiten der Benutzer in der Project Web App bzw. mit Project Professional weiter zu bearbeiten.

Andere Punkte auf der Wunschliste der Anwender, wie z.B. die Verbesserung des Ressourcenmanagements hinsichtlich der Zusammenarbeit zwischen Projektleiter und Teamleiter sind leider nicht eingeflossen, ebensowenig wie eine detailliertere Zeitrückmeldung oder Verbesserungen für die Budgetierung von Projekten.

Verschmelzung von Project Web App und SharePoint Sites

Die Oberfläche des Project Server 2013 ist im neuen Metro-Style gehalten, der optische Eindruck ist durch die Kacheloptik dabei eher nüchtern (Bild 1).

Bild 1: Die Oberfläche von Project Server 2013 im neuen Metro-Style.
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In der Web App, deren Erscheinungsbild Project Professional sehr ähnelt, ist die Navigation überarbeitet worden. Diese ist nun direkt auf der Homepage editierbar und lässt sich samt Seitenkopf komplett ein- und ausblenden, um mehr Inhalt anzeigen zu können. Das ist besonders bei kleineren Bildschirmen hilfreich und daher im Zeitalter von Tablets ein sehr brauchbares neues Feature. Der Wechsel aus dem Project Center zu einer Project Site – dem SharePoint-Arbeitsbereich eines Projekts – erfolgt jetzt im selben statt wie bisher in einem neuen Fenster des Browsers, sodass der Nutzer den Systemwechsel nicht bemerkt. Auch optisch ist kein Unterschied mehr zwischen dem Sharepoint-Bereich und der Web App festzustellen – hier hat eine Verschmelzung der beiden Oberflächen stattgefunden.

Auch inhaltlich ist der Project Server komplett mit SharePoint zusammengewachsen. Zum Beispiel stehen die Vorgänge eines Projekts jetzt in einer Vorgangsliste in der zugehörigen SharePoint Site schreibgeschützt zur Verfügung. Dort können sie wie bisher mit den Listen für Risiken und Probleme sowie mit Dokumenten verbunden werden – neuerdings sogar mit allen Inhalten der jeweiligen Project Site. Neu ist auch die Handhabung: Bisher musste man, um z.B. einem Vorgang Risiken zuzuweisen, zunächst das Risiko auswählen; anschließend konnte man diesem dann einen oder mehrere Vorgänge eher umständlich zuordnen. Jetzt wählt man einfach einen Vorgang aus und ordnet diesem in einem Dialog beliebige Inhalte der Site zu.

Will man die Projektplanung über eine in SharePoint angelegte Vorgangsliste beginnen, lässt sich diese später als Projekt in das Project Center übernehmen und trotzdem weiterhin in SharePoint bearbeiten. Wird z.B. später der Zugang zum zentralen Ressourcenpool erforderlich, kann eine solche Liste schließlich in ein Enterprise Projekt umgewandelt werden. Vorgangslisten dieser Art können übrigens auch in Project Professional bearbeitet werden, sie müssen dazu nicht erst in ein Enterprise Projekt umgewandelt werden. Im Gegensatz zur Vorgängerversion funktioniert das auch bidirektional, d.h. die Liste kann aus Project Professional wieder direkt in SharePoint gespeichert werden, was bisher nicht möglich war.

"Lightweight Projectmanagement"

Microsoft hat viel investiert, um den Einstieg ins Projektmanagement mit nur wenig Vorbereitung zu ermöglichen. So können Anwender z.B. in den Tasklisten von SharePoint Verknüpfungen angeben, die im Balkendiagramm zu sehen sind. Eine Terminberechung findet jedoch nicht statt – einer solchen wäre so mancher Einsteiger vielleicht auch noch gar nicht gewachsen. Ungeschulte Benutzer können sich auf diese Weise vorsichtig an das Thema "Vorgangsverknüpfung" herantasten. Die Tasks können auch gegliedert werden, aber die Sammelvorgänge werden wie im manuellen Vorgangsmodus von Project Professional nicht aus deren untergeordneten Vorgängen berechnet.

Auch Ressourcen lassen sich in den Tasklisten von SharePoint zuordnen. Allerdings gibt es keine extra Ressourcenansichten oder Auswertungen, weil die Ressourcennamen hier zunächst nur als Text in einer Spalte geführt werden. Da es sich also nicht um "echte" Ressourcen handelt, hat die Zuweisung auch keine Berechnung des Aufwands zur Folge, die vielleicht den Terminplan ändern könnte. Weniger erfahrene Benutzer können sich so auch dem Thema "Ressourcenmangement" langsam nähern, weil der Terminplan durch die Einträge in der Ressourcenspalte nicht verändert wird. Um Terminplanung und Ressourcenplanung zu automatisieren, kann die Taskliste dann wie oben beschrieben in Project Professional weiter bearbeitet werden und trotzdem immer noch in der SharePoint Liste gespeichert bleiben. Da die Berechnungslogik von Project Professional jetzt auch in der Project Web App zur…

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