Die nächste Generation im Überblick: Project 2002 im Enterprise Umfeld

Die Neuerungen, mit denen die nächste Version der Projektmanagement-Software von Microsoft aufwartet, sind umfangreich. Als wichtigstes Entwicklungsziel von Project 2002 gilt dabei der Übergang von einem Desktop System zu einer Applikation der Kategorie Enterprise Project Management Systeme (EPM). Bereits in der aktuellen Version 2000 finden sich mit Microsoft Project Central erste Ansätze dazu. Während es sich aber hier um eine Projektkommunikations-Lösung handelt, wartet Microsoft Project 2002 mit neuen, zentralen Projektplanungsfunktionen und weitreichenden Portfolioauswertungen auf. Dennoch ist Microsoft versucht, das angestammte Feld der Desktop-Anwender nicht aus dem Auge zu verlieren. Schließlich erreichten hier die Vorgänger-Versionen einen stolzen Marktanteil von über 70%.

Der folgende Artikel gibt einen allgemeinen Überblick über die neuen Funktionen von Microsoft Project 2002. Da die Neuerungen teilweise sehr umfangreich sind werden in zukünftigen Ausgaben des Projekt Magazins die Teilbereiche in thematisch vertiefenden Beiträgen eingehend behandelt.

Project 2002 in der Standard Edition und der Professional Edition

Project 2002 Standard für Desktop Anwender

Für die Zielgruppe der unabhängigen Desktop Benutzer und für kleinere Gruppen ist Project 2002 in der Standard Edition vorgesehen. In dieser Version sind keine gravierende Neuerungen zu finden. Project 2000 Anwender werden nun endlich einige seit langem vermisste Funktionen finden. Dazu gehören beispielsweise das Verhalten der Entfernen-Taste, die nicht mehr die ganze Zeile, sondern nur die markierte Zelle löscht und per Smart Tag weitere Optionen anbietet. Die Zeitskala verfügt nun über drei Abschnitte und in den Spaltentiteln sind Zeilenumbrüche möglich. Eine weitere Verbesserung ist die Gruppierung von Zeitphasenfeldern, was in Project 2002 eine kriterienbasierte Verdichtung von zeitbezogenen Daten ermöglicht. Ebenfalls seit langem gefehlt: Basispläne, in denen nicht nur Termine, sondern auch Aufwands- und Kostendaten hinterlegt werden. Davon existieren nun gleich elf.

Überarbeitet wurde auch die Earned Value Analyse mit zusätzlichen Auswertungen wie den Cost und Schedule Performance Index und der Möglichkeit, alternative Berechnungen auf Basis manuell erfasster Werte für physisch %abgeschlossen durchzuführen. Schließlich wurden bekannte Office XP Funktionen integriert, wie die bereits genannten Smart Tags und die Anzeige von XML Inhalten. Letzteres z.B. im Project Guide, der nach Art der bekannten Office-Aufgabenlisten situationsspezifische Handlungsvorschläge anbietet.

Der Project 2002 Professional Client

Die einschneidenden Änderungen der nächsten Project-Version liegen jedoch weniger in den Features der Desktop Ausführung, als vielmehr im neuen Enterprise Ansatz der Professional Edition. Der Project 2002 Server basiert auf dem SQL-Server von Microsoft und kann via Internet Information Server administriert und bearbeitet werden. Im Vergleich zum heutigen Project Central wurde der neue Project Server um etliche Enterprise Funktionen erweitert und mit SharePoint Team Services sowie den Analysis Services integriert.

Während die Standard Edition den Server weiterhin als Kommunikationsserver verwenden kann, nutzt ihn die Professional Edition für die online und offline Bearbeitung von zentral abgelegten Projektdaten. So können über das Web Funktionen wie Ressourcenplanung, Dokumentenmanagement und Portfolioanalysen ausgeführt werden. Dies erleichtert die Verwaltung vieler Projekte und umfangreicher Ressourcen sowie die Integration mehrerer Benutzer und Benutzer-Rollen.

Das speziell für die

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