Kritikgespräche richtig führen

Wenn Kritik notwendig wird, haben wir meist Schwierigkeiten, unsere Emotionen zu bändigen. Man ist (zu recht?) verärgert, Vorwürfe und persönliche Angriffe sind schnell zur Hand. Doch unsachliche Argumente oder gar Beleidigungen richten mehr Schaden an als man denkt.

Wenn Kritik notwendig wird, haben wir meist Schwierigkeiten, unsere Emotionen zu bändigen. Man ist (zu recht?) verärgert, Vorwürfe und persönliche Angriffe sind schnell zur Hand. Doch unsachliche Argumente oder gar Beleidigungen richten mehr Schaden an als man denkt. Die Folge sind unmotivierte Mitarbeiter mit sinkender Leistungsbereitschaft oder gar Kündigung.

Nicht niederbügeln, sondern eine gemeinsame Basis schaffen

  • Kritisieren Sie niemals vor anderen, sondern vereinbaren Sie ein Gespräch unter vier Augen.
  • Werten Sie nicht und halten Sie sich mit Vorwürfen zurück. Kritikpunkte sollten stets sachlich und in einem ruhigen Tonfall vorgebracht werden. Sind Sie noch zu verärgert, schlafen Sie lieber eine Nacht darüber, bis der größte Ärger verraucht ist.
  • Reden Sie nicht um den heißen Brei herum, sondern sprechen das Thema direkt an.
  • Geben Sie Ihrem Mitarbeiter eine Chance, den Sachverhalt aus seiner Sicht darzulegen; hören Sie zu und unterbrechen Sie nicht.
  • Versuchen Sie eine gemeinsame Basis des Sachverhalts zu schaffen ("Verstehe ich Sie also richtig, dass...").
  • Kritisieren Sie nicht die Person, sondern die Sache. Zeigen Sie auf, welche Konsequenzen sich daraus für ihn, Firma, Kollegen usw. ergeben.
  • Versuchen Sie, wenn möglich, mit dem/r Mitarbeiter/in einen Lösungsweg zu erarbeiten, wie Sie aus dem Dilemma wieder herauskommen und erstellen Sie einen Maßnahmenplan, wie solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden können.
  • Zeigen Sie ihm, dass Sie seiner Bereitschaft, an sich zu arbeiten, vertrauen. Sagen Sie offen, dass Sie die gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen kontrollieren werden.
  • Lassen Sie Ihren Mitarbeiter die Ergebnisse zusammenfassen und danken ihm für seine Kooperationsbereitschaft.
  • Bieten Sie Ihre Hilfe bei der Umsetzung der Vereinbarung an.

Auch wenn der Ärger über den Mitarbeiter groß ist - mit sachlicher Kritik und einer grundsätzlich wertschätzenden Haltung gegenüber dem anderen erreicht man mehr als mit emotionalen Ausbrüchen oder gar persönlichen Angriffen.

 
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