Mehr Entscheidungssicherheit mit der Nutzwertanalyse

Entscheidungen gehören zum täglichen Geschäft eines Projektleiters. Da sich jede Entscheidung auf den weiteren Verlauf eines Projekts auswirkt und letztendlich für den Erfolg entscheidend sein kann, ist eine sichere Entscheidungsbasis wichtig. Gute Unterstützung bietet hierbei die Nutzwertanalyse, die verschiedene Entscheidungsalternativen vergleicht. Sie ist besonders geeignet, wenn "weiche", also in Geldwert oder Zahlen nicht darstellbare Kriterien als Entscheidungsgrundlage vorliegen. Cornelia Niklas stellt das Instrument vor und beschreibt die Durchführung anhand eines konkreten Beispiels.

Projektleiter sind Entscheider. Es gehört zum täglichen Projektgeschäft, anhand von Entscheidungen das weitere Vorgehen zu bestimmen. Egal ob es darum geht, sich vor Projektbeginn für einen Beratungspartner zu entscheiden oder während eines Software-Einführungsprojekts aus den verschiedenen Möglichkeiten zu wählen, die sich für den Umstieg in den Echtbetrieb bieten – jede Entscheidung beeinflusst den weiteren Verlauf des Projekts.

Ob Entscheidungen richtig oder falsch sind, stellt sich in der Regel erst im Nachhinein heraus. Es ist jedoch durchaus möglich, mit entsprechenden Methoden mehr Sicherheit in der Entscheidungsfindung zu erreichen.

Eine Methode, mit der ich bei der Entscheidungsfindung sehr gute Erfahrungen gemacht habe, ist die Nutzwertanalyse. Sie eröffnet einen neuen Blickwinkel auf die Kriterien, die schließlich zur Entscheidung führen und verhindert, dass wichtige Argumente vergessen werden. Mir persönlich vermittelt sie mehr Sicherheit bei Entscheidungen. Besonders großen Nutzen stiftet die Methode, wenn Sie eine Entscheidung anhand von "weichen", also in Geldwert oder Zahlen nicht darstellbaren Kriterien treffen müssen.

Wie Sie die Nutzwertanalyse anwenden können, erfahren Sie nachfolgend anhand eines konkreten Beispiels.

Zum Artikel wird die Vorlage "Nutzwertanalyse_10_Kriterien.xlsx" bereitgestellt, auf die im Text immer wieder verwiesen wird.

Zielsetzung der Methode

Bei der Nutzwertanalyse vergleichen Sie verschiedene Entscheidungsalternativen. Ziel dabei ist, für jede Alternative deren Vorteile als Zahlenwert darzustellen – um so auch "weiche Faktoren" messbar zu machen. Nicht messbare Argumente wie etwa "viel Erfahrung" oder "hohe Reproduzierbarkeit" werden in dem so genannten Nutzwert abgebildet, um am Ende eine Zahl (als

Anzeige
Der vollständige Artikel ist für Abonnenten frei zugänglich.
Artikel kaufen (7,50 €)
  • 11 Seiten Praxiswissen
  • PDF-Download
Kostenlos weiterlesen!
  • Diesen Beitrag kostenlos lesen
  • 4 Wochen Online-Zugriff auf alle Artikel, Methoden und das Glossar
Tech Link