Softwaregestütztes Projektmanagement im Bauwesen

Microsoft Office Project 2007 und Asta Powerproject 10 im Vergleich

Der hohe Termin- und Kostendruck im Bauwesen macht auch vor der Terminplanung nicht Halt. Damit wächst der Bedarf an Softwarepaketen, in die sich Erstanwender – egal ob PM-Neulinge oder Projekt-Routiniers – intuitiv einarbeiten können. Wichtig ist auch, dass die Software im Projektalltag unkompliziert und schnell zu bedienen ist. Dr. Peter Wotschke hat zwei im Bauwesen weit verbreitete Tools herausgesucht und getestet, inwieweit sie diese Ansprüche erfüllen. Er vergleicht die Funktionalitäten beider Programme u.a. hinsichtlich Controlling, Erstellen von Auswertungen sowie Kosten- und Ressourcenmanagement.

Der deutschsprachige Software-Markt bietet mit mehr als 30 kommerziell erhältlichen Tools eine Vielzahl an Produkten, um Projekte zu verwalten und Terminpläne zu erstellen. Im Bauwesen sind dabei Microsoft Project und Asta Powerproject am weitesten verbreitet. Beide Programme bieten umfassende Funktionalitäten und werden von den Herstellern kontinuierlich weiterentwickelt. Derzeit liegt Microsoft Project in der Version 2007 (seit Anfang 2008) und Asta Powerproject in der Version 10 vor (seit April 2008).

Der hohe Termin- und Kostendruck im Bauwesen macht auch vor der Terminplanung nicht Halt. Damit wächst der Bedarf an Softwarepaketen, in die sich Erstanwender - egal ob PM-Neulinge oder Projekt-Routiniers - intuitiv einarbeiten können und die somit schnell zu einem alltäglichen Arbeitsmittel werden. Besondere Bedeutung haben dabei Menüführung und -gestaltung, eine logische und übersichtliche Anordnung von Arbeits- und Auswertungsbereichen sowie die Gestaltung von Icons.

Inwieweit die beiden Programme Microsoft Project und Asta Powerproject diesem Anspruch gerecht werden, zeigt das Ergebnis der hier vorgestellten Kurzstudie. Sie wurde an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) Berlin, durch die Professur für Baumanagement und Controlling und mit Unterstützung durch Herrn Dipl.-Ing. (FH) Thomas Nachtmann durchgeführt. Im Rahmen kleinerer Projekte lernten die Studierenden dabei beide Softwareprodukte kennen. Gegenstand der Untersuchung war vor allem die Benutzerfreundlichkeit der Projektmanagement-Software als Planungs-, Controlling- und Auswertungsinstrument.

Bei der Bewertung einer Software ist nicht nur eine intuitive Bedienung wichtig. Der Anwender sollte auch möglichst gut bei seinen Aufgaben unterstützt werden, z.B. bei der Zuordnung und dem Management von Ressourcen, bei der Kostenplanung, dem Controlling oder beim Erstellen von Auswertungen und Berichten. In diesen Punkten werden die beiden Tools ebenfalls verglichen.

Mit zunehmender Erfahrung des Anwenders im Umgang mit der PM-Software wächst auch der Wunsch nach Individualisierungsmöglichkeiten, um z.B. spezifische Auswertungen und Terminpläne erstellen zu können. Für routinierte Anwender sollte eine Software die Möglichkeit bieten, durch Makro- oder Zellenprogrammierung vom Standard abzuweichen. Eine effektvolle graphische Darstellung spielt hingegen meist nur noch eine untergeordnete Rolle. Inwieweit das bei beiden Programmen möglich ist, wird hier ebenfalls untersucht.

Bedienungsoberfläche und Benutzerführung

Für Erstanwender sollte die Erstellung des Terminplans, die Verknüpfung einzelner Vorgänge, die Verfolgung des Projektfortschritts und die Projektauswertung ohne umfangreiches Studium eines Benutzerhandbuchs oder des Besuchs von Weiterbildungsmaßnahmen möglich sein. Die gewünschten Ergebnisse sollten sich mit geringem zeitlichen Aufwand

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