Planen und Bauen im Cyberspace

Die schnelllebige Internetwelt und die konservative Bauwirtschaft versuchen es miteinander und alle schauen neugierig zu. Für den Projektmanager besonders interessant ist die Idee des internetbasierten Projektmanagements im Bauwesen. Dr. Georg Angermeier durchleuchtet kritisch aktuelle Ansätze und gibt in seinem Artikel einen Überblick über den Markt und die wichtigsten Software-Anbieter.

Was steckt hinter der "Revolution" des Bauwesens im Internet? Hype oder zukünftige Selbstverständlichkeit? Die schnelllebige Internetwelt und die konservative Bauwirtschaft versuchen es miteinander und alle schauen neugierig zu. Für den Projektmanager besonders interessant ist die Idee des internetbasierten Projektmanagements im Bauwesen. Der Artikel stellt das Prinzip vor und durchleuchtet kritisch aktuelle Ansätze.

Bau-Projektmanagement via Internet

Weniger Kosten durch Prozessoptimierung via Internet?

Die Unternehmensberater mit den großen Namen beten es vor: Die erhöhte Transparenz und die verbesserte Kommunikation, die das Internet schaffen wird, sollen die Planungs- und Ausführungskosten bei Bauprojekten erheblich reduzieren. 20% und mehr versprechen uns die Selbstdarstellungen der vielen "ersten, größten, besten und führendsten" Bauportale im Internet.
Die vollmundigen Versprechungen setzen darauf, dass durch optimiertes Projektmanagement mit den neuen Medien Reibungsverluste vermindert werden. Die verbesserten Kommunikationsmöglichkeiten sollen sowohl für Kostenreduktion als auch für eine Erschließung von baulichen Optimierungsmaßnahmen sorgen.

Zwei zentrale Hindernisse können durch das Internet jedoch nicht behoben werden:

1. Das Rechts- und Verordnungs(un)wesen, das Bauen in Deutschland eher zu einem juristischen Fall denn zu einem handwerklichen Unterfangen werden lässt. Wenn die lokalen Bauordnungen von der Farbe der Fensterstöcke bis zum Aussehen der Dachziegel alles vorschreiben, schmelzen die Potentiale zur Kostenreduktion zusammen.

2. Kosteneinsparung kann auch bedeuten, dass jemand weniger verdient als bisher. Das will niemand und deshalb fehlt auch die erforderliche Bereitschaft, bestehende Pfründe aufzugeben und zusammenzuarbeiten.

Als Projektmanager sind wir gewohnt, dass Marketing, Unternehmensberatungen und Vorstände unrealistische Versprechungen in die Luft malen, um Geldgeber und Kunden anzulocken. Bleiben wir auf dem Boden der Tatsachen und schauen uns zunächst an, wie es funktionieren soll und dann, was zum jetzigen Zeitpunkt konkret auf dem Markt angeboten wird.

Integrale Planung

Der komplexe Planungsprozess eines größeren Gebäudes ist in einzelne Arbeitspakete zerteilt, zwischen denen der Architekt mit dem Bauplan als Schnittstelle fungiert. Die einzelnen Fachplaner (Statik, Heizung, Klima, Lüftung, Licht usw.) erhalten die Vorgaben vom Architekten und planen ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereich so, dass sie hinterher nicht in Regress

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