Software-Besprechung
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Neue Oberfläche, erweiterte Schnittstellen

Planview Enterprise 11.3 – Intuitive und effiziente Portfoliosteuerung

Planview Enterprise ist eine umfassende Portfolio- und Ressourcen-Management-Lösung, deren Leistungsspektrum den kompletten Produktlebenszyklus abdeckt. Neu in Version 11 sind die überarbeitete und deutlich verbesserte Benutzeroberfläche, die integrierten Reporting-Möglichkeiten sowie die Schnittstellen zu anderen PM-Systemen. Dr. Boris Marx stellt die aktuelle Version vor.

Neue Oberfläche, erweiterte Schnittstellen

Planview Enterprise 11.3 – Intuitive und effiziente Portfoliosteuerung

Planview Enterprise ist eine umfassende Portfolio- und Ressourcen-Management-Lösung, deren Leistungsspektrum den kompletten Produktlebenszyklus abdeckt. Neu in Version 11 sind die überarbeitete und deutlich verbesserte Benutzeroberfläche, die integrierten Reporting-Möglichkeiten sowie die Schnittstellen zu anderen PM-Systemen. Dr. Boris Marx stellt die aktuelle Version vor.

Planview Enterprise 11.3 ist die aktuelle Version der umfassenden Portfolio- und Ressourcen-Management-Lösung des 1989 in Austin, Texas, gegründeten Herstellers Planview. Die Software unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Strategie durch Planung, Analyse und Steuerung des Projekt- und Produktportfolios sowie der dafür notwendigen unternehmensweiten Ressourcen. Zusätzlich zu den Unternehmensressourcen integriert Planview auch die Finanzdaten, also Kosten und Erlöse.

Das Leistungsspektrum von Planview Enterprise deckt das Management eines Produktlebenszyklus vom Ideenmanagement über die operative Entwicklung im Projekt bis zum Marktaustritt ab. Neu in Version 11 sind die überarbeitete Oberfläche, die integrierten Reporting-Möglichkeiten, sowie die Schnittstellen zu anderen PM-Systemen.

Neue Oberfläche

Eine besondere Herausforderung für eine breit aufgestellte Unternehmenssoftware ist die geeignete Präsentation der oft umfangreichen Daten und deren Aufbereitung für die verschiedenen Anwenderrollen. Für einen Programmmanager ist es z.B. relevant, schnell einen Überblick über die Projekte innerhalb des von ihm verantworteten Programms zu erhalten. Ein Ressourcenmanager möchte schnell erkennen, welche Ressourcen ggf. unter- oder überlastet sind, um eine Ausgleich zu schaffen. Ein Projektmitarbeiter hingegen interessiert sich vor allem für Arbeitspakete, auf die er seine Arbeitszeiten zurückmelden muss. All diese Informationen (bzw. Sichten darauf) werden über die Benutzeroberfläche bereitgestellt.

Jene Anwender, die bereits mit früheren Versionen von Planview Enterprise gearbeitet haben oder aktuell mit einer solchen arbeiten, kennen das Navigieren zu den relevanten Informationen als eine tägliche Herausforderung. Häufig sind die Informationen nur über versteckte Untermenüs zu erreichen – und dies auch nur mit Erfahrung.

In Version 11 hat Planview weite Teile der Benutzeroberfläche im Rahmen eines Technologiewechsels von Microsoft Silverlight auf HTML5 überarbeitet und damit die Anwenderfreundlichkeit deutlich verbessert. Die aus Version 10 bekannten und teilweise verworrenen Menüstrukturen sind einer aufgeräumten und auf Benutzerbedürfnisse optimierten Oberfläche gewichen. Der Anwender ist nun schneller in der Lage, zu den für ihn relevanten Bereichen zu navigieren. So ist es z.B. möglich, vom Aufruf der Software mit nur zwei Mausklicks zu einem Arbeitspaket innerhalb eines einzelnen Projekts zu springen. Dies reduziert zudem den Schulungs- und Einarbeitungsaufwand bei Neuanwendern.

Im Gegensatz zu früheren Versionen nutzt Planview Enterprise 11 sogenannte Kacheln, um die jeweils relevanten Informationen zusammenzufassen (Bild 1). Dabei kann der Anwender entweder die zahlreichen, bereits integrierten Sichten auf die Daten nutzen oder eigene Kacheln definieren. Um den Einstieg für neue Anwender zu erleichtern, können die Menüelemente entsprechend der Rolle des Benutzers vordefiniert werden. Unabhängig davon kann jeder Benutzer die für ihn relevanten Kacheln in der obersten Menüzeile einblenden und nach eigenen Wünschen anordnen. Besonders ist hier die Implementierung als "Live-Kachel" zu erwähnen. Hierbei werden die Kerninformationen in der Kachel-Darstellung jeweils aktuell im Hintergrund geladen. Auf diese Weise erfasst der Anwender die wichtigsten Informationen auf den ersten Blick. Klickt er eine Kachel an, zeigt das Programm die dahinter liegenden Informationen.

Bild 1: Beispiel für die neue Oberfläche mit Live-Kacheln im oberen Bereich, bewerteten Projektrisiken und visueller Hervorhebung.
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Neue Philosophie

Neben der neuen Benutzeroberfläche folgt Planview in Version 11 der neuen Produktphilosophie "No Matter How You Work". Im Kern geht es darum, Planview Enterprise als Portfolio-Management System für Projekte, Produkte und Ressourcen als führendes System zu verwenden. Das Programm aggregiert alle relevanten Daten und stellt diese als Planungs- und Entscheidungshilfe bereit. Es beschränkt sich dabei nicht nur auf die mit Planview Enterprise geplanten Projekte, sondern bindet über Schnittstellen auch Detailplanungen aus anderen Systemen an, z.B. für agile Entwicklung aus JIRA oder aus Collaboration-Systemen wie Projectplace. Damit ermöglicht Planview Enterprise die Planung und Steuerung von Projekten und Ressourcen über die eigenen Systemgrenzen hinaus.

Strategische Ausrichtung steuern

Prozesse der Projekt- und Produktportfolio-Steuerung im Rahmen der Unternehmensstrategie unterstützt Planview Enterprise vollständig. Alle Schritte von der Produktportfolio-Planung und den damit verbundenen groben Meilensteinen für die Entwicklung, bis hin zu Serienanlauf, Markteintritt etc. kann Planview zentral steuern und verwalten. Dies ist allerdings nur auf der hier beschriebenen groben Ebene möglich. Wer ein detailliertes Management des Produktlebenszyklus benötigt, kann z.B. die Daten eines Product-Lifecycle-Management-Systems (PLM) über die Schnittstellen zu Planview integrieren.

Ideenmanagement

Möchte ein Unternehmen z.B. aus strategischen Überlegungen seine Produktpalette erweitern, nimmt Planview Enterprise die neuen Produkte auf und verwaltet die erwarteten Finanzdaten, d.h. die groben Kosten für die Entwicklung, wie auch die zu erwartenden Erlöse im gesamten Produktlebenszyklus.

Projektportfolio-Steuerung

Im Rahmen der Portfolioplanung greift der Portfoliomanager auf die möglichen Produkte aus dem Ideenmanagement zurück und weist sie dem Portfolio zu (Bild 2). Inwieweit eine Produktidee die Unternehmensstrategie unterstützt, prüft er dabei mit Hilfe frei definierbarer Kennzahlen, die sich zu einem Bewertungsschema…

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Uwe
Sieß
Interessant die offenen Schnittstellen zu agilen Standardsoftwaren, dies ermöglicht die hybriden Ansätze für nicht ausschließlich SW-getriebenen Entwicklungen leichter. US
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