PM-Zertifizierungen im Vergleich

Teil 2: Zulassung, Prüfung und Gültigkeitsdauer
Projektmanagement-Zertifizierungen können die berufliche Weiterentwicklung wesentlich fördern. Vor der Entscheidung für eine Zertifizierung ist es wichtig, sich einen umfassenden Überblick über die relevanten Anbieter und ihre Zertifizierungssysteme zu verschaffen. Barbara Brecht-Hadraschek geht im zweiten Teil dieser Artikelserie auf die jeweiligen Zertifizierungsvoraussetzungen und die teilweise sehr unterschiedlichen Zeitaufwände sowie Prüfungsablaufe ein. Außerdem liefert sie eine Übersicht über Kosten, Gültigkeitsdauer und Rezertifizierungsbedingungen.

Projektmanagement-Zertifizierungen können ein wesentlicher Baustein für die berufliche Weiterentwicklung sein. Doch welche Zertifizierung ist die richtige für mich? Diese Artikelserie bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über die relevanten Zertifizierungssysteme – nach PMI bzw. IPMA oder Prince2®.   

Der erste Teil der Serie "PM-Zertifizierungen im Vergleich" betrachtete die Zertifizierungen im Hinblick auf ihren Nutzen, die unterschiedliche inhaltliche Ausrichtung sowie die Verbreitung nach Ländern und Branchen und gab außerdem einen Überblick über die Zertifizierungsstufen. Im zweiten Teil erhalten Sie Informationen zu den jeweiligen Zertifizierungsvoraussetzungen sowie eine Gegenüberstellung der teilweise sehr unterschiedlichen Zeitaufwände und Prüfungsabläufe der Projektmanagement-Zertifizierungen. Außerdem gibt Ihnen der zweite Teil eine Übersicht über die Gültigkeitsdauer für jede einzelne Zertifizierung und die Modalitäten einer eventuell notwendigen Rezertifizierung.

Zulassungsbedingungen

Alle drei Zertifikatsstandards haben für ihre jeweiligen Qualifikationslevel unterschiedliche Zulassungsbedingungen. Für die Basisausbildung PRINCE2® Foundation sind keine formalen Voraussetzungen zu erfüllen. Wer die PRINCE2®-Practitioner-Ausbildung machen möchte, muss allerdings das PRINCE2®-Foundation-Zertifikat (APMG) nachweisen.

PMI und IPMA haben hingegen kein zwingendes Stufensystem. Wer sich für eine PMI- oder IPMA-Prüfung anmelden möchte, muss je nach angestrebtem Zertifikatsabschluss jedoch einige Voraussetzungen erfüllen (siehe Tabelle 1). Für die Projektleiter-Zertifizierungslevel der IPMA ab Level C werden mindestens drei bis fünf Jahre Berufserfahrung in projektleitender Stellung vorausgesetzt, wobei ab IPMA-Level B auch die Komplexität der Projekte entscheidend ist. Die Projektnachweise erfolgen über Referenzen, außerdem erstellen die IPMA-Kandidaten ab Level C unterschiedlich umfangreiche Projektberichte als Vorbereitung auf die Zertifizierung.

Für die CAPM®-Zertifizierung des PMI wird das Abitur oder eine vergleichbare Ausbildung vorausgesetzt, außerdem muss der Kandidat entweder 1.500 Stunden Projektmanagement-Erfahrung oder 23 Stunden Projektmanagement-Ausbildung nachweisen. Auch für den PMP® sind bestimmte Anforderungen in Bezug auf Ausbildung und Erfahrung zu erfüllen. So müssen Kandidaten mit Universitätsabschluss mindestens 3 Jahre Projektmanagement-Erfahrung mitbringen, davon mindestens 4.500 Stunden Projektleitung. Kandidaten mit Abitur benötigen mindestens fünf Jahre Projektmanagement-Erfahrung, davon mindestens 7.500 Stunden Erfahrung als Projektleiter und 35 Stunden Projektmanagement-Ausbildung.

Tabelle 1: Zulassungsbedingungen für die jeweiligen Zertifikate.
Zertifikate Projektmanagement-Erfahrung Seminarbesuch, Vorbereitungskurs Stufensystem
IPMA LEVEL D Zertifizierter Projektmanage-ment-Fachmann / Certified
Anzeige
Der vollständige Artikel ist für Abonnenten frei zugänglich.
Artikel kaufen (3,50 €)
  • 8 Seiten Praxiswissen
  • PDF-Download
Kostenlos weiterlesen!
  • Diesen Beitrag kostenlos lesen
  • 4 Wochen Online-Zugriff auf alle Artikel, Methoden und das Glossar
Tech Link