PMI, IPMA, PRINCE2

Projektmanagement-Zertifizierungen im Vergleich

Teil 1: Inhaltliche Ausrichtung und Nutzen
Wer im Projektmanagement Karriere machen will, muss sich auch mit dem Thema Zertifizierung beschäftigen. Denn neben fachspezifischen Aus- und Weiterbildungen sind Personenzertifikate wichtige Karrierebausteine, die nicht nur die eigenen Projektmanagement-Kompetenzen belegen, sondern sich auch positiv auf das Gehalt auswirken, wie die Gehaltsstudie 2013 der GPM zeigt. Doch welcher Zertifizierungsstandard passt für einen selbst am besten? Barbara Brecht-Hadraschek gibt in diesem zweiteiligen Beitrag einen aktuellen Überblick über die drei wichtigsten Systeme auf dem internationalen Markt und liefert damit eine fundierte Entscheidungshilfe für Projektmanager, die eine Zertifizierung anstreben.

Das Berufsbild "Projektmanager" ist heute fest etabliert, fachspezifische Aus- und Weiterbildungen sowie Personenzertifikate sind wichtige Elemente der Projektkarriere. Doch wer sich im Projektmanagement weiterbilden und zertifizieren lassen will, hat die Qual der Wahl bei der Auswahl des passenden Zertifizierungsstandards. Um die Auswahl zu erleichtern, bietet dieser Artikel einen aktuellen Überblick über die drei wichtigsten Systeme auf dem internationalen Markt und dient damit als fundierte Entscheidungshilfe für Projektmanager, die eine Zertifizierung anstreben.

Neben einigen kleineren Anbietern haben sich folgende Zertifizierungssysteme für das Projektmanagement durchgesetzt, die alle einen international anerkannten Abschluss anbieten:

  • Das Zertifizierungssystem des Project Management Institute (PMI)
  • Das "4 Level Certification System" der International Project Management Association (IPMA)
  • Das britische Projektmanagement-System PRINCE2® (Projects in Controlled Environments) der AXELOS Limited, ehemals Cabinet Office/Office of Government Commerce (OGC).

Die drei Systeme unterscheiden sich nicht nur in der inhaltlichen Ausrichtung, sondern auch im Prüfungssystem. Welches die beste Wahl ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Eine wichtige Rolle dabei spielt die bisherige Projektmanagementerfahrung – aber auch Prüfungsgebühren, die Vorbereitungszeit, Seminar-, Übernachtungs- und Reisekosten sowie eventuelle Folgekosten für eine Re-Zertifizierung sind wichtige Entscheidungskriterien.

Zentraler Punkt bei der Entscheidung sollte jedoch der Nutzen sein, den eine Projektmanagement-Zertifizierung bringen kann. Der erste Teil dieses zweiteiligen Beitrags beleuchtet deshalb zunächst den möglichen Nutzen einer Zertifizierung, stellt dann die unterschiedlichen inhaltlichen Ausrichtungen der verschiedenen Zertifizierungen vor und geht auf die länder- und branchenspezifische Verbreitung ein. Er schließt mit einem Überblick der Zertifizierungsstufen für die jeweilige Zertifizierung.

Der zweite Teil befasst sich mit den praktischen Aspekten der Zertifizierung und gibt einen Überblick über die jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen, die Kosten der Zertifizierung, den Zeitaufwand für die Prüfungsvorbereitung, den Prüfungsablauf, die Gültigkeitsdauer der jeweiligen Zertifizierung und ggf. notwendige Rezertifizierungen.

Welchen Nutzen kann eine Zertifizierung bringen?

Zertifizierungen schaffen eine gemeinsame Herangehensweisen an das Projektmanagement, aber auch gemeinsame Sprachstandards im Unternehmen. Das kann die Komplexität firmenübergreifender Großprojekte verringern und auch die Kommunikation vereinfachen. Bei der Wahl des passenden Zertifizierungsstandards spielt deshalb das unternehmensspezifische

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