Professional Services Automation (PSA)

PSA: Ein Konzept wird erwachsen

Im Rahmen der 2. Internationalen Augeo User Conference, die vom 26. bis 27. September 2001 in Genf stattfand, haben Anbieter, Anwender und Wirtschaftsexperten zu den neuesten Entwicklungen und Chancen von PSA Stellung genommen. Der Artikel von Dr. Mathias Rother zeigt das aktuelle Wachstumspotential des PSA-Markts und bietet einen Ausblick für die nächsten Anwendungsgebiete und Veränderungstendenzen von PSA in Europa und den USA.

In der Ausgabe 6/2001 des Projekt Magazins wurde das Prinzip, die Entwicklungsgeschichte, die betriebswirtschaftliche Rechtfertigung und die ersten Hauptanwendungsgebiete des Konzepts Professional Services Automation (PSA) dargelegt. In der Zwischenzeit haben sich sowohl die wirtschaftlichen und als auch die technischen Rahmenbedingungen für PSA verändert. Daher ist es an der Zeit, die neuesten Trends zu beschreiben und danach zu fragen, ob sich die Aufgabenstellung und die Ziele von PSA vor dem Hintergrund der aktuellen Marktlage verändert haben. Im Rahmen der 2. Internationalen Augeo User Conference, die vom 26. bis 27. September 2001 in Genf stattfand, haben Anbieter, Anwender, Industrieanalytiker und Wirtschaftsexperten zu den neuesten Entwicklungen und Chancen von PSA Stellung genommen.

Der vorliegende Artikel

  • zeigt das aktuelle Wachstumspotential des PSA-Markts,
  • nennt neue und alte Teilnehmer im PSA-Markt,
  • gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Benennungen der verschiedenen PSA-Anbieter
  • und bietet einen Ausblick für die nächsten Anwendungsgebiete und Veränderungstendenzen von PSA in Europa und den USA.

PSA-Anwendungen stellen ihr Potential unter Beweis

Die Entscheidung für PSA stößt kein Mitarbeiter an, die kommt vom Topmanagement.
(Helmuth Merkel, Vice President Augeo Software)

Sowohl in Europa als auch in den USA ist die Nachfrage für Anwendungen, die betriebliche Wertschöpfungsketten steuern und integrieren, spürbar gestiegen. Die Erfahrungsberichte von Nutzern und Anwendern zeigen übereinstimmend, dass die Entscheidung für den Kauf und die Implementierung von PSA-Lösungen sehr zügig getroffen wurden. Das belegt, dass es offensichtlich leicht ist, die unternehmensinterne Akzeptanz für PSA herzustellen, sobald erst die betriebswirtschaftlichen und strukturellen Vorteile der Lösung für die Entscheider sichtbar sind. Daraus folgt auch, dass es vor allem das allgemeine Informationsdefizit bezüglich PSA ist, das derzeit eine noch schnellere Verbreitung des Konzepts behindert.

Das aktuelle Marktpotential für PSA-Lösungen

Wie bereits im ersten Teil der Serie dargelegt wurde, ist das Leistungsversprechen für die Anwender von PSA-Lösungen gewaltig: Je nach Anbieter liegt das in Aussicht gestellte Effizienzsteigerungspotential, das sich bei Nutzern in Aufwandssenkungs- und/oder Ertragssteigerungseffekten zeigt, zwischen 3% bis 5% der Betriebsgesamtkosten pro Jahr. Entsprechend groß wird auch das Marktpotential für PSA-Lösungen eingeschätzt. Im Gegensatz zu Studien aus der Vergangenheit werden die Zukunftschancen für PSA jetzt allerdings teilweise ein wenig vorsichtiger gesehen als noch vor einem Jahr: Laut einer Prognose der Gartner Group vom Februar 2001 wird das PSA-Marktvolumen, das im Jahre 2000 absolut bei USD 235 Millionen lag, auf USD 1,536 Milliarden im Jahr 2005 ansteigen. Das bedeutet eine jährliche durchschnittliche Wachstumsrate von 46,1%.

Quelle: Gartner Dataquest

Ausleseprozess der PSA-Anbieter

Die PSA-Anbieter sehen sich derzeit mit einem Ausleseprozess konfrontiert, der bereits in naher Zukunft eine Bereinigung des Anbieterfelds nach sich ziehen wird. Für diese Entwicklung gibt es mehrere Ursachen:

  1. Zunächst hat der generelle Konjunktureinbruch in Europa, Asien und den USA zu einer geringeren gesamtwirtschaftlichen Nachfrage
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