Sciforma 7.0 – Multi-PM-Methoden im Baukastenprinzip

Eine umfangreiche Lösung für Multiprojekt-Umgebungen anzubieten, die sich zudem leicht an unternehmensspezifische Methoden und Prozesse anpassen lässt – dieses Konzept verfolgt der Hersteller Sciforma mit der aktuellen Version 7 seiner Software. Dr. Mey Mark Meyer stellt den neuen Ansatz vor und beleuchtet das vor kurzem neu eingeführte Bedienkonzept, das sich an den typischen PM-Aufgaben orientiert.

Die Software für Projekt- und Projektportfolio-Management aus dem Hause Sciforma kann mittlerweile auf einigen Jahrzehnten Entwicklungserfahrung aufbauen. Das Produkt ist in dieser Zeit mehrfach technologisch an den jeweils neuesten Stand der Technik angepasst worden. Die aktuelle Version Sciforma 7.0 präsentiert sich als umfangreiche Lösung für Multiprojektumgebungen, bei der eine leichte Anpassbarkeit an unternehmensspezifische Methoden und Prozesse im Vordergrund steht. Dieser Beitrag stellt den Ansatz vor und beleuchtet das vor kurzem neu eingeführte Bedienkonzept, das sich eher an typischen PM-Aufgaben als an Funktionen orientiert.

Sciforma ist bereits seit vielen Jahren am Markt etabliert: Aus einer in den 80er Jahren erstmals erschienenen Desktop-Software für die Projektplanung entstand 2002 eine webfähige Java-Lösung, die ab 2013 nach und nach durch einen heute zeitgemäßen HTML5-Client ersetzt wurde. Mittlerweile heißt die Software genauso wie ihr Hersteller, zudem gibt es seit dieser Version bei der Nummerierung einen Paradigmenwechsel: Die Versionsnummer ist ab sofort fester Namensbestandteil, die aktuelle Softwareversion heißt somit "Sciforma 7.0". Neuere Versionen des Anwendungskerns und der einzelnen Funktionsbausteine, Extensions genannt, erscheinen im Sechs-Wochen-Rhythmus jeweils mit eigenen internen Versionsbezeichnungen.

Mit Erweiterungen zum individuell zugeschnittenen System

Die zweimalige technische Grundüberholung zeigt ihren Nutzen: Ohne umfangreiche Altlasten mit sich herumzuschleppen zu müssen, profitiert Sciforma 7.0 von der langjährigen Erfahrung des Herstellers mit PM-Software-Entwicklung. Diese Erfahrung hat vor allem zu einer Erkenntnis geführt: Projektmanagement-Prozesse und ‑Methoden sind in jedem Unternehmen verschieden. Um eine entsprechend hohe Flexibilität zu bieten, deckt Sciforma 7.0 nicht nur alle typischen Aufgaben des Projekt- und Projektportfolio-Managements ab. Die Entwickler haben auch unterschiedliche PM-Methoden im Blick behalten und entsprechende Unterstützung in die Software integriert. Neben der üblichen Ablauf- und Terminplanung im Gantt-Chart bietet die Software beispielsweise auch Unterstützung für PRINCE2, agile Projekte sowie sogar für Critical-Chain-Projektmanagement (CCPM).

Extensions steuern den Funktionsumfang

Damit das Programm trotz der Funktionsvielfalt nicht zu unübersichtlich wird, wählen Administratoren aus den sogenannten Extensions aus, welche Funktionen in der Software letztlich verfügbar sein sollen. Das geschieht ähnlich, wie bei einem Baukasten: Mit Sciforma 7.0 wird zunächst eine Plattform installiert, die anschließend mit Extensions ergänzt wird. Extensions sind Bausteine, die komplette Funktionsbereiche als Best-Practice-Pakete liefern und die im Downloadbereich in einem Customer-Center angeboten werden. Hier finden sich auch Dokumentationen und Whitepaper zu Sciforma 7.0 sowie eine Wissensdatenbank.

Neben der Administrations-Erweiterung dürften die meisten Anwender wohl auch die Komponenten für die klassische Projektplanung und für Rückmeldungen installieren. Die Portfoliomanagement-Erweiterung bietet sich an, falls auch die systematische Planung und Steuerung der Projektelandschaft ein Thema ist. Mit der Budget-Extension kommen Funktionen hinzu, mit denen sich auch die Kosten im Projekt aktiv steuern lassen. Auch für agile Methoden, darunter vor allem die Planung im Task-Board, steht ein entsprechendes Modul zur Verfügung. Die Ressourcen-Erweiterung unterstützt die Anfrage von Ressourcen aus den Projekten heraus bei Linienvorgesetzten und deren Teamplanung. Außerdem gibt es noch Extensions für Anforderungsmanagement, Budgetmanagement, PRINCE2, Critical Chain, Produktmanagement, Professional Services Automation und Spesen. Eine Erweiterung für die Arbeit mit detaillierten Arbeitspaketbeschreibungen ist in Vorbereitung.

Mit dem Thema Extensions muss sich der normale Anwender allerdings nicht befassen: Nur Administratoren kommen mit ihnen in Berührung. Einmal installiert präsentieren sich die Erweiterungen dem Anwender eher als Arbeitsbereiche.

Feintuning durch individuelle Anpassungen

Durch die Auswahl der Extensions wird ein Sciforma 7.0-System bereits grundlegend an die Art und Weise angepasst, wie

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