Zertifizierungen im Projektmanagement

Teil 1: Zertifizierungsanbieter und ihre Programme
Immer mehr Projektmanager entschließen sich dazu, ein Projektmanagement-Zertifikat zu erwerben. Den Markt für Zertifizierungen teilen sich im deutschsprachigen Raum vor allem die IPMA mit ihren nationalen Vertretungen GPM, pma und SPA sowie das Project Management Institute (PMI). Darüber hinaus gibt es mehrere kleinere Anbieter. Nicolai Rathmann stellt verschiedene Zertifzierungs-Systeme vor und liefert einen Überblick über Ablauf, Teilnahmevoraussetzungen und Kosten der Programme.

Die Diskussion über die Zertifizierung von Projektmanagern ist in letzter Zeit stärker geworden. Gleichzeitig entschließen sich immer mehr Menschen, ein Zertifikat anzustreben. Den Markt teilen sich in Deutschland vor allem PMI (Project Management Institute) und GPM (Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement), der nationale Mitgliedsverband der IPMA (International Project Management Association). Darüber hinaus gibt es mehrere kleinere Anbieter.

Viele Interessierte fragen sich vor allem: "Welche Zertifizierung eignet sich für mich?" Die Artikelserie "Zertifizierungen im Projektmanagement" soll dabei helfen, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Sie zeigt

  • welche Ausbildungswege und Zertifizierungssysteme zur Auswahl stehen,
  • wie sich die Marktführer PMI und GPM/IPMA voneinander unterscheiden und
  • welche Überlegungen notwendig sind, um die "richtige" Zertifizierung auswählen zu können.

Wer wissen möchte, ob eine Zertifizierung grundsätzlich sinnvoll ist, sei auf den Artikel "Pro und Contra: Zertifizierung für projektorientierte Arbeitsmärkte" von Dr. Werner Dostal, Projekt Magazin 14/2005, verwiesen.

Notwendigkeit und Nutzen der Projektmanagement-Zertifizierung

Der Bedarf an Zertifizierungen im Projektmanagement resultiert aus drei Umständen:

  1. Projektmanagement wird sehr unterschiedlich verstanden, gelernt und gelebt. Daraus ergeben sich häufig Widersprüche und Verständnisprobleme, vor allem bei internationalen oder organisations-übergreifenden Projekten. Wer hat nicht selbst schon die Erfahrung gemacht, bei einem neuen Kunden oder Arbeitgeber mit unbekannten Projektmanagement-Leitfäden, -Formularen, -Strukturen, -Begriffen und -Kulturen konfrontiert zu werden? So entstehen hohe Einarbeitungskosten und Reibungsverluste. Eine Zertifizierung schafft neben einem einheitlichen Wortschatz auch ein gemeinsames Verständnis von Projektmanagement.
  2. Die Bedeutung von Projekten in Organisationen hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Entsprechend ist auch der Bedarf an professionellen, also gut ausgebildeten und erfahrenen Projektleitern gestiegen.
  3. Die Titel "Manager", "Projektmanager" oder "Projektleiter" sind - im Gegensatz zu Diplom-Titeln oder Berufsbezeichnungen der IHK - nicht geschützt. Im Projektalltag nehmen Personen mit unterschiedlichsten Qualifikations- und Erfahrungsniveaus Aufgaben im Projektmanagement wahr. Dadurch wird die Projektbesetzung schwieriger. Außerdem kann sich der Kunde nicht auf eine durchgängig hohe Qualität des Projektmanagements beim Auftragnehmer verlassen. Zertifikate helfen dabei, mehr Objektivität zu erreichen - sogar unternehmens- und länderübergreifend, wenn sie auf internationalen Standards aufbauen.

Was bringt eine Zertifizierung dem Zertifikanten persönlich?

Von einem anerkannten Zertifikat profitiert dessen Inhaber in mehrfacher Hinsicht. Der Zertifikant erhält

  • eine neutrale Bestätigung seiner PM-Qualifikation (Wissen und Erfahrung),
  • einen (international anerkannten) Titel,
  • bessere Chancen auf dem unternehmensinternen und dem öffentlichen Arbeitsmarkt,
  • mehr Selbstvertrauen in die eigenen (Projektmanagement-)Fähigkeiten infolge der erfolgreichen Zertifizierung
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