Zertifizierungen im Projektmanagement

Teil 2: PMI und GPM/IPMA im Vergleich
Im zweiten Teil seiner Artikelserie vergleicht Nicolai Rathmann die Zertifizierungssysteme vom Project Management Institute (PMI) und der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) sowie deren fachliche Grundlagen. Diese Zertifizierungssysteme genießen international die größte Anerkennung und sind am weitesten verbreitet.

Immer mehr Personen, die im Projektmanagement tätig sind, stehen vor der Frage, ob bzw. nach welchem System sie sich zertifizieren lassen sollen. Diese Artikelserie stellt verschiedene Zertifizierungssysteme vor und liefert Entscheidungshilfen für die Auswahl einer geeigneten Zertifizierung.

Im ersten Teil "Zertifizierungsanbieter und ihre Programme" wurden die Vorteile einer Zertifizierung für Projektmanager und Organisationen erläutert und verschiedene PM-Ausbildungen und -Zertifikate vorgestellt. Im zweiten Teil werden die Zertifizierungssysteme vom Project Management Institute (PMI) und der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) sowie deren fachliche Grundlagen verglichen. Die GPM bietet die Zertifizierung nach dem internationalen "Four-Level-Certification-System" der IPMA (International Project Management Association) in Deutschland an. Das PMI und die GPM/IPMA sind die führenden Anbieter von branchenunabhängigen Zertifizierungen. Eine genauere Betrachtung beider Systeme erscheint sinnvoll, da sie am weitesten verbreitet sind und international die größte Anerkennung genießen. Ein Zeichen für die Akzeptanz ist nicht nur die Anzahl der ausgestellten Zertifikate, sondern auch die Fülle von Stellenanzeigen, in denen eine Zertifizierung nach einem der beiden Systeme von den Bewerbern gefordert wird.

Vergleich der fachlichen Grundlagen für eine Zertifizierung

Ein detaillierter Vergleich beider Zertifizierungsgrundlagen würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Aus diesem Grund werden nur die für die Zertifizierung wichtigsten Aspekte gegenübergestellt. Einen detaillierteren Überblick über Sinn und Nutzen von Normen und Standards im Projektmanagement finden Sie z. B. im Artikel "Normen im Projektmanagement - Einheitliche Begriffe erleichtern die Zusammenarbeit"von Dr. Georg Angermeier (Projekt Magazin 16/2002).

PMI: Der PMBOK Guide und weitere "Exam Prep"-Literatur

Fachliche Grundlage der PMI-Zertifizierungen ist vor allem der "Guide to the Project Management Body of Knowledge" (PMBOK Guide). Der gesamte Prüfungsstoff ("Project Management Body of Knowledge") ist darin jedoch nicht enthalten. Das PMI empfiehlt deshalb als zusätzliche Lektüre z.B. den "PMP Code of Professional Conduct" und amerikanische PM-Standardliteratur wie "Projektmanagement - Ein systemorientierter Ansatz zur Planung und Steuerung" von Harold Kerzner.

Für die Prüfungsvorbereitung gibt es spezielle "Exam Prep"-Literatur, mit der man sich neben den PMBOK-Inhalten weiteres prüfungsrelevantes Wissen erarbeiten kann, z.B. das Grundwissen zu Qualitätsmanagement. Leider sind einige "Exam Prep"-Bücher noch auf dem Stand der alten PMP-Prüfung (vor dem 30.09.2005) und nur eingeschränkt zu gebrauchen. Kaufen Sie deshalb am besten die aktuelle Auflage. Beispiele für "Exam Prep"-Literatur sind:

  • Rita Mulcahy, PMP Exam Prep (bereits als Neuauflage erschienen)
  • Kim Heldman, PMP Study Guide (bereits als Neuauflage erschienen)
  • Michael Solomon, PMP Exam Cram 2 (bereits als Neuauflage erschienen)
  • Joseph Phillips, PMP Study Guide (Neuauflage für April 2006 geplant)

GPM/IPMA: Die "

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