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Ausgabe 18/2019

Nehmen Sie die Menschen,
wie sie sind, andere gibt's nicht.
Konrad Adenauer (1876-1967),
1. Bundeskanzler der BRD

Neulich hörte ich jemanden sagen: "In jedem Team gibt es einen Stinkstiefel!" Ich finde diese Behauptung in ihrer Absolutheit vollkommen überzogen. Allerdings schätze ich, dass so gut wie jeder hin und wieder mit schwierigen Zeitgenossen zu tun hat – besonders in Projekten mit vielen Stakeholdern.

Helga Trölenberg hält es wie Konrad Adenauer und setzt, wenn sie das Verhalten eines Mitmenschen herausfordert, bei sich selbst an: Sie erkennt dahinter eine Überforderung, die sie dazu anspornt, an sich selbst zu arbeiten. Dazu empfiehlt sie in ihrem Artikel "So handhaben Sie schwierige Zeitgenossen souverän", zunächst das eigene Selbstvertrauen zu stärken, um z.B. persönliche Angriffe besser wegstecken zu können. Außerdem rät die Autorin, nach "Perlen der Selbsterkenntnis" zu tauchen. Der eigene Körper unterstützt uns dabei mit seinen Signalen.

Apropos Schatzsuche: In diesem Artikel haben wir ein Easter Egg versteckt. Wer es findet, erhält ein handsigniertes Buch der Autorin. Und wir haben eine weitere Überraschung für Sie: Ab dieser Ausgabe können Sie ausgewählte Artikel zusätzlich als Audio-Datei anhören. In dieser Ausgabe ist das neben dem vorgestellten Beitrag der Artikel "Das Hühner-Zaun-Prinzip oder wie effizient arbeiten Sie wirklich?".  

Viel Vergnügen beim Lesen und Hören
wünschen Ihnen Petra Berleb und das Team des projektmagazins

Teil 1:
Nach Perlen der Selbsterkenntnis tauchen

Egal ob dreiste Kunden, ignorante Chefs oder meckernde Kollegen: Schwierige Zeitgenossen können einem den letzten Nerv rauben. Um sich gegen diese zu wappnen, sollte man sich selbst stärken und erkennen, was die eigenen Bedürfnisse sind. Übungen im Text und eine zusätzliche Arbeitshilfe unterstützen Sie dabei. (Auch als Audiodatei)

Wissen Sie, was ein Bauer und seine Hühner mit der Arbeitsrealität in vielen Projekten und Unternehmen gemeinsam haben? Das sog. "Hühner-Zaun-Prinzip" beschreibt verschwenderische Routinetätigkeiten und Gewohnheiten im Arbeitsalltag.

Nur ein vielfältiges Team kann seine Potenziale voll ausschöpfen. Damit Diversity gelingt, ist eine gute Kommunikation entscheidend. Otto Scharmer identifizierte vier Felder kommunikativen Handelns.

"Schnell noch die Mail an den Auftraggeber fertig machen" – oft entpuppen sich E-Mails als Zeitfresser, weiß Lena Pritzl. Orientieren Sie sich an der journalistischen Nachricht und dem sog. Küchenzuruf, um Zeit zu sparen.