Änderung

1) Inhalt eines Änderungsantrags. Beschreibung des gewünschten neuen Zustands eines Gegenstands, dessen Konfiguration eingefroren ist.

2) DIN 69901-5: Bestätigtes Ergebnis eines genehmigten und vollzogenen Änderungsantrags.

zu 1): Inhalt eines Änderungsantrags

Während der Projektdurchführung wird es meistens notwendig, bereits erstellte Elemente zu verändern. Dies betrifft sowohl Projektdokumente (z.B. Pläne) als auch den Leistungsumfang (z.B. erstellte Produkte und ihre Spezifikationen). Wenn die Konfiguration eines solchen Elements bereits eingefroren wurde, darf eine Änderung nur über den Weg eines Änderungsantrags durchgeführt werden. Zur vollständigen Beschreibung der darin beantragten Änderung sind drei Angaben erforderlich:

  • die eindeutige Benennung des zu verändernden Gegenstands
  • die Referenzkonfiguration dieses Gegenstands, auf die sich die Änderung bezieht
  • die Definition des gewünschten neuen Zustands des zu ändernden Gegenstands

zu 2): Ergebnis eines genehmigten und vollzogenen Änderungsantrags

Die DIN 69901-5:2009-1 "Projektmanagement - Projektmanagementsysteme - Teil 5: Begriffe" schränkt den Begriff der "Änderung" ein auf die faktisch vollzogene Änderung von Dokumenten. Durch die Einschränkung auf die vollzogenen Änderungen entsteht eine begriffliche Lücke zum Inhalt des Änderungsantrags, streng genommen müsste man diesen deshalb mit "beantragte Änderung" bezeichnen. Die Einschränkung auf Änderung von Dokumenten ist keine inhaltliche Einschränkung, da alle Änderungen in Projekten sich ausschließlich auf dokumentierte Gegenstände beziehen können. Vielmehr überträgt diese Einschränkung die Verantwortung für den tatsächlichen Vollzug der Änderung am betrachteten Gegenstand auf das Konfigurationsmanagement. Beim Konfigurationsaudit wird sicher gestellt, dass die tatsächlich erzeugten Projektprodukte mit der jeweils aktuellen Spezifikation übereinstimmen. Eine nicht umgesetzte Änderung würde dann eine Spezifikationsabweichung bedeuten.

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