Budgetausschöpfung

Die DIN definiert Budgetausschöpfung als den "Abfluss der Mittel aus einem Budget", d.h. als den Vorgang des Verbrauchs von Finanzmitteln. Allerdings bedeutet bei der Definition des Budgetausschöpfungsgrades die Budgetausschöpfung die Menge der verbrauchten Finanzmittel. Für die Praxis sind diese Feinheiten nicht sehr relevant, da entweder das bisher verbrauchte Budget, das noch zur Verfügung stehenden Restbudget oder die Abweichung vom geplanten Budget von Interesse ist.

Äußerst wichtig ist allerdings, wer zur "Budgetausschöpfung" berechtigt ist. Die Verfügungsberechtigung über Einsatz- und Finanzmittel ist der entscheidende Machtfaktor innerhalb von Projekten. Wer als Projektleiter den Vorgang der Budgetausschöpfung nicht unter seiner Kontrolle hat, kann äußerst unangenehme Überraschungen erleben. Beispielsweise kann es vorkommen, dass sein Projektbudget durch andere Projekte aufgezehrt wird, es gewissermaßen "Lecks" gibt, die einen ungewollten Abfluss der Projektmittel verursachen.

Auch die Arbeitszeit von Projektmitarbeitern zählt zur Budgetausschöpfung, wenn sie projektbezogen erfasst wird. Für den Projektleiter ist es also von großer Bedeutung, dass alle Mitarbeiter ihre Arbeitszeit für das Projekt zuverlässig und überprüfbar erfassen.

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