Business Intelligence

Der genaue Sinn dieses Schlagwortes ist nicht erkennbar. Verwendet wird es als Marketingbegriff für Unternehmenssoftware nach den bisherigen Schlagworten "Enterprise Application Integration" und "Professional Services Automation". Vermutlich soll durch die Kombination zweier Worte, die keinen Bezug zu Software herstellen ("Geschäft/Unternehmen" und "Intelligenz") der erzielte Nutzen und nicht mehr das Werkzeug im Vordergrund stehen.

Grundgedanke von Business Intelligence ist die aktuelle, zeit- und ortsunabhängige Verfügbarkeit aller relevanten Unternehmensdaten. Deshalb werden unter dem Dach von Business Intelligence traditionelle Methoden und Techniken wie Data Mining, Data Warehouse, Online Analytical Processing (OLAP) usw. zusammengefasst. Im wesentlichen kann Business Intelligence also als Sammelbegriff für den massiven Einsatz von Software zur Verwaltung und Auswertung von Unternehmensdaten aufgefasst werden.

Im Projektmanagement ist die aktuelle Verfügbarkeit der Daten schon immer Voraussetzung für Überwachung und Steuerung von Projekten gewesen. Dieser Anspruch wird mit dem Begriff Business Intelligence auch auf die Datenhaltung des Unternehmens übertragen.

Dabei sind unterschiedliche Stoßrichtungen zu beobachten:

  • Integration unterschiedlicher Anwendungen in einer Benutzeroberfläche durch ein sog. "Portal". Darunter ist die Publikation aller Anwendungen in das Intranet zu verstehen, aus dem sich die einzelnen Anwender die von ihnen benötigten Daten individuell zusammenstellen können. Je nach Qualität des Portals sind diese Informationen sinnvoll miteinander verknüpft.
  • Einsatz zentraler Datenbanken unter der Herrschaft eines ERP-Systems. Ziel ist hier die Vereinfachung der IT-Landschaft eines Unternehmens und die Beseitigung von Redundanzen bei der Datenhaltung.
  • Vereinheitlichung von Geschäftsprozessen und ihre Abbildung mit EDV. Dies ist im wesentlichen die Idee des Business Process Reengineerings.
Insgesamt kann als neue Qualität, die diese Begriffsbildung im Softwaremarkt ausdrückt, erkannt werden, dass Informationstechnologie zunehmend nicht mehr aufgrund ihrer Innovationshöhe, sondern aufgrund ihres bewirkten Nutzens bewertet wird.

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