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Begriff
  • Five Whys

Fünf Warum

Von Taiichi Ohno (1928-1990), dem Begründer des Produktionssystems von Toyota, stammt die Aussage: "Ask 'why' five times about every matter." Er meinte damit, dass man bei jedem Problem ungefähr fünfmal "Warum" fragen muss, bis man die eigentliche Ursache entdeckt. Dieses "fünfmal Warum-Fragen" ist damit die einfachste Methode der sog. "Root Cause Analysis"-Methoden, d.h. Problemlösungsmethoden, die versuchen, die erste Ursache eines Problems zu identifizieren.

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Die Zahl fünf ist dabei ein Erfahrungswert, der durch das mehrmalige Nachfragen verhindern soll, nur Symptome zu beseitigen. Andererseits soll diese begrenzte Anzahl auch verhindern, endlos weiter zu analysieren. In einem vernetzten System mit komplexen Wechselwirkungen besteht dann die Gefahr, dass durch die Behebung eines Fehlers an anderer Stelle neue Fehler auftreten, dass die Fehlerbehebung zu lange verzögert wird oder dass das betrachtete System nicht verbessert, sondern gänzlich in Frage gestellt wird.

Taiichi Ohno verwendete als Beispiel für das fünfmalige Nachfragen den Ausfall eines Schweißroboters:

  1. "Warum fiel der Roboter aus?" 1. Ursache: Die Sicherung brannte wegen einer Überlastung durch.
  2. "Warum trat die Überlastung auf?" 2. Ursache: Die Lager waren nicht ausreichend geschmiert und blockierten.
  3. "Warum waren die Lager nicht ausreichend geschmiert?" 3. Ursache: Die Ölpumpe pumpt nicht genügend Öl in den Kreislauf.
  4. "Warum pumpt die Ölpumpe nicht genügend Öl in den Kreislauf?" 4. Ursache: Die Ansaugöffnung der Ölpumpe ist mit Metallspänen verstopft.
  5. "Warum ist die Ansaugöffnung der Ölpumpe mit Metallspänen verstopft?" 5. und eigentliche Ursache: Weil vor die Pumpe kein Ölfilter geschaltet ist.
Das bloße Ersetzen der Sicherung hätte genauso wie das Entfernen der Metalspäne vor der Ölpumpe das Problem nur bis zum nächsten Blockieren eines Lagers gelöst und gleichzeitig wäre vermutlich hoher Sachschaden entstanden. Dieses Beispiel verdeutlicht die Sichtweise Taiichi Ohnos auf Probleme: Er betrachtete sie nicht als etwas Negatives sondern als "eine Verbesserungsmöglichkeit in Verkleidung" ("a kaizen opportunity in disguise").

Das Prinzip des fünfmaligen Nachfragens kann gut mit anderen Methoden zur Ursachenfindung kombiniert werden, z.B. mit dem Ursache-Wirkungsdiagramm, indem man dort jeden Ursachenzweig bis zur fünften Ebene verfeinert.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 16.10.2009.
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