Normen/
Standards
DIN 69903:1987

Finanzmittelverfügbarkeit

Neben der Verfügbarkeit von Einsatzmitteln ist die Finanzmittelverfügbarkeit eine der wesentlichen Einflussgrößen für die Terminplanung in Projekten.

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Die DIN definiert die Finanzmittelverfügbarkeit als die "Zeitspanne, in der Finanzmittel als Gesamtbetrag oder bezogen auf Zeitabschnitte in bestimmter Höhe zur Verfügung stehen."

Insbesondere bei von der öffentlichen Hand oder Stiftungen geförderten Projekten werden Finanzmittel nur für bestimmte Zeiträume zur Verfügung gestellt. Zu beachten ist, ob sich die Verfügbarkeit von Fördermitteln auf die Antragstellung oder auf die Durchführung des Projektes bezieht. Hier gilt insbesondere das Prinzip, dass Projekte erst nach der Bewilligung von Fördermitteln begonnen werden dürfen.

Die Verfügbarkeit bzw. Nichtverfügbarkeit von Finanzmitteln kann zu zwei Problemen führen:

  • Wenn Finanzmittel zu früh verfügbar sind und bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abgerufen bzw. verbraucht sein müssen, muss versucht werden, den Finanzmittelbedarf so weit wie möglich nach vorne zu ziehen. Darüber hinaus führt dieser Situation zum bekannten Effekt der Ausgabenhäufung gegen Ende der Finanzmittelverfügbarkeit ("Herbst- oder Dezemberfieber" im Beschaffungswesen)
  • Zu späte Verfügbarkeit von Finanzmitteln führt zu Verzögerungen im Projekt und zu Mehrkosten aufgrund der erforderlichen Projektunterbrechungen.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 20.06.2002.
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