Zahlungsbedingungen

Bei Projekten, die in einem Auftragsverhältnis durchgeführt werden, sollten die Rechte und Pflichten der Gechäftspartner in einem schriftlichen Vertrag festgelegt werden.

Die vom Auftragnehmer zu erbringende Leistung wird im sogenannten Lastenheft beschrieben, das Teil des Vertrages ist. Falls vorhanden, ist das Pflichtenheft ebenfalls Vertragsbestandteil.

Die vom Auftraggeber zu erbringende Gegenleistung ist die Honorierung der Arbeiten des Auftragnehmers. Umfang und Art der Honorierung wird im Vertragstext geregelt.

Die Zahlungsbedingungen beschreiben, wie das vereinbarte Honorar vom Auftraggeber an den Auftragnehmer zu übermitteln ist.

Im einzelnen gehören zu den Zahlungsbedingungen:

  • Die genaue Beschreibung, zu welchem Zeitpunkt bzw. bei welchen Ereignissen (Meilensteinen) Zahlungen des Auftraggebers fällig sind.
  • Die Angabe von Zahlungsfristen
  • Regelungen für die Mahnung von ausstehenden Zahlungen
  • Benennung von Verzugszinsen, Mahngebühren und Konventionalstrafen bei Zahlungsverzug
  • Die Zahlungsart (Überweisung, Verrechnung mit Forderungen usw.)
In der Regel wird der Auftragnehmer in Vorleistung treten und der Auftraggeber nur gegen entsprechende Leistungsnachweise Zahlungen tätigen. Da bei großen und lange andauernden Projekten das Risiko auf Seiten des Auftragnehmers zu hoch ist, werden hier meist Anzahlungen oder Teilzahlungen nach erbrachten Teilleistungen vereinbart. Eine weitere Möglichkeit zur Absicherung des Auftragnehmers gegen eine eventuelle Zahlungsunfähigkeit des Auftraggebers ist die Überweisung des Honorars auf ein Treuhandkonto, das z.B. von einem Notar verwaltet wird.

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von Dr. Christoph Zahrnt
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Durch das "Gesetz zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr" mit Wirkung vom 28.07.2014 haben sich für Zahlungsvereinbarungen zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern neue Rahmenbedingungen ergeben. So gelten z.B. neue Höchstgrenzen bei der Vereinbarung von Zahlungsfristen und Verzugszinsen. RA Dr. Christoph Zahrnt erläutert, welche Konsequenzen sich daraus für Projektverträge und AGB ergeben, und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die Vertragspartner.
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Sie wollen wissen, wie attraktiv ein potentielles Kundenprojekt ist und welches finanzielle Risiko Sie damit eingehen? Die notwendigen Informationen liefert Ihnen eine projektbezogene Zahlungsstromrechnung. Alexander Kogler stellte die Grundlagen des Instruments in Teil 1 vor. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie es in den einzelnen Projektphasen als Entscheidungshilfe, als Controllinginstrument und als wichtige Informationsquelle für zukünftige Projekte nutzen können.
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