Grünes Licht für "Stuttgart 21"

(16.12.2009) Der Lenkungskreis des Großprojekts "Stuttgart 21" hat grünes Licht für den Bau des Infrastrukturprojekts gegeben. Die Projektpartner Deutsche Bahn, das Land Baden-Württemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart und der Verband Region Stuttgart nahmen vergangene Woche die aktualisierte Kostenkalkulation zur Kenntnis.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich nach der neuen Kalkulation auf 4,1 Milliarden Euro – die bisherige Kalkulation sah Kosten von 3,1 Milliarden Euro vor. Die Mehrkosten resultieren u.a. aus Auflagen aus den Planfeststellungsbescheiden, die zusätzlich berücksichtigt werden müssen sowie aus Änderungen von technischen Vorschriften und Richtlinien.

Kritik an den Kosten für das Verkehrsprojekt kam beispielsweise vom Bundesrechnungshof sowie von den Stuttgarter Grünen. Wie die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet, ermittelte der Bundesrechnungshof aufgrund eines Papiers des Bundesverkehrsministeriums, dass sich die Kosten für das Projekt auf geschätzte 5,3 Milliarden Euro belaufen würden. Die Stuttgarter Grünen kritisierten, dass sich nach der ersten Kalkulation im Mai 2009 die Projektkosten um eine weitere Milliarde Euro innerhalb kürzester Zeit verteuert hätten.

Das Projekt "Stuttgart 21" verfolgt das Ziel, den Stuttgarter Hauptbahnhof samt Schienennetz komplett unter die Erde zu verlegen. Zudem soll der bisherige Kopfbahnhof zu einem Durchgangsbahnhof umgebaut werden. Zum einen könnte die Stadt durch das Projekt neues Bauland an der Oberfläche erschließen, zum anderen würden sich Reisezeiten deutlich verkürzen. Das Vorhaben wird schon seit mehr als 15 Jahren verfolgt; Baubeginn soll nach aktuellem Stand im Februar 2010 sein. (mz)

Weitere Informationen: Land Baden-Württemberg www.baden-wuerttemberg.de; Grüne Stuttgart gruenestuttgart.de


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