Studie: Preise des IT-Service-Markts sinken

(08.04.2009) 2008 sind die Preise des IT-Service-Markts gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen Berlecon Research GmbH in seiner Studie "Marktanalyse IT-Services 2009". Laut Studie sind 2008 die Tagessätze im Projektgeschäft unter das Preisniveau von 2006 zurückgegangen. Seit Mitte vergangenen Jahres wirke sich der Konjunkturabschwung auf die Preisbildung im IT-Services-Geschäft aus. Als Folge dieser Entwicklung, würde eine große Mehrheit der deutschen IT-Dienstleister mit einer zunehmenden Aggressivität der Wettbewerber sowie mit sinkenden Budgets und einer erhöhten Preissensitivität der Kunden rechnen.

Auf der anderen Seite erwarten mehr als die Hälfte der IT-Services-Anbieter für das laufende Geschäftsjahr steigende Umsätze und Auftragsbestände. Dadurch entsteht eine Diskrepanz, da mehr als die Hälfte der Befragten auf der einen Seite Einbußen in der gesamten Branche erwarten, auf der anderen Seite ein Wachstum der eigenen Umsätze sehen.

Die Marktanalysten von Berlecon erklären diese Diskrepanz mit dem Phänomen der so genannten "Overconfidence". Darunter versteht man eine Verzerrung der Selbstwahrnehmung; der Betroffene überschätzt seine Fähigkeiten und hat ein zu großes Vertrauen in sein Urteil. Dieses Phänomen könne man gegenwärtig auf dem IT-Services-Markt beobachten. Der einzelne IT-Dienstleister glaubt gut positioniert zu sein, während die Probleme nur die Branchenkollegen treffen würden. (mz)

Weitere Informationen: Berlecon Research GmbH www.berlecon.de


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