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Interview

PM Welt – wie viel Projekt Magazin steckt in dem Event?

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Das im Jahr 2000 gegründete ProjektMagazin.de veranstaltet im kommenden April seine erste eigene Fachkonferenz. Aus den Erkenntnissen und Erfahrungen in 16 Jahren redaktioneller Arbeit ist vor allem die konsequente Ausrichtung auf Praxistauglichkeit ins Programm eingeflossen. Aber auch der informelle Teil verspricht spannend zu werden: Diese Veranstaltung ist der erste Networking Event für die größte PM-Community im deutschsprachigen Raum.

Frau Berleb, Frau Wolf-Berleb, es gibt kaum ein Fachmedium, das nicht auch Konferenzen veranstaltet. Warum haben Sie bisher darauf verzichtet?

Petra Berleb: Das haben uns Partner und Abonnenten auch immer wieder gefragt. Unsere Antwort lautete bisher, dass wir den vielen Veranstaltungen, die es schon gibt, nicht einfach irgendeine weitere hinzufügen wollen. Wenn, dann sollte es schon etwas Besonderes sein und zudem wirklich zur Ausrichtung unseres Portals passen. Um so ein Konzept umzusetzen, fehlten uns aber bisher die Ressourcen.

Jetzt ist es so weit. Das Projekt Magazin richtet im kommenden April zum ersten Mal eine PM-Konferenz aus.

Regina Wolf-Berleb: Unser Team ist in den letzten Jahren so gewachsen, dass wir uns nun zutrauen, eine zu uns passende Konferenz auf die Beine zu stellen: Wir wünschen uns eine Kombination von Wissens- und Erfahrungsvermittlung sowie viel Austausch und Diskussion. Also eine ausgewogene Mischung klassischer Fachkonferenz und dem Spirit agiler Veranstaltungen. Während die anderen großen PM-Veranstaltungen derzeit verbandsbezogen sind, wollen wir verbandunabhängig PM-Interessierte zusammenbringen.

Viel Raum fürs Networking

Wie werden Sie den Austausch und Interaktion zwischen den Teilnehmern forcieren?

Petra Berleb: Das Projekt Magazin hat mit 21.000 Lesern und 100.000 Besuchern pro Monat die größte PM-Community im deutschsprachigen Raum. Die Teilnehmer sollen die Möglichkeit bekommen, das Team des Projekt Magazins, externe Autoren und andere Leser persönlich kennenzulernen. Diesen Austausch werden mehrere Elemente fördern: Zum einen gibt es einen interaktiven Stream mit zwei spannenden Workshops. Zum anderen bieten wir nach jedem Vortrag einen Thementisch, an dem die Referenten nach der klassischen Fragen-Antworten-Runde noch circa 15 Minuten für einen Austausch zur Verfügung stehen. Alternativ können sich die Teilnehmer beim Kaffee austauschen oder in den Ausstellerbereich wechseln ...

Regina Wolf-Berleb: … in dem es übrigens eine Activ Area geben wird, in der die Teilnehmer – wie der Name schon sagt – selbst aktiv werden können, etwa ihre Koordinationsfähigkeit mit dem Mono-Wheel testen und dabei viel Spaß haben können oder sich einfache und kurze Entspannungs- und Konzentrationsübungen zeigen lassen.

Das Programm ist ja hier auf der Website veröffentlicht. Würden Sie bitte die Gedanken hinter dem Konzept noch etwas erläutern?

Petra Berleb: Es wird drei thematische Streams geben, die das Thema unserer Konferenz „Stark im Projekt“ aufgreifen: Was macht mich als Mensch stark? Was stärkt meine Projekte und Teams? Was mein Unternehmen? In die konkrete Themenauswahl ist unsere Erfahrung eingeflossen, was derzeit besonders rege diskutiert wird. Im vierten Stream mit den beiden Workshops geht es im einen um eine spannende Methode, Ihre persönlichen Ressourcen auf effektive und kraftsparende Weise zu aktivieren. Im zweiten Workshop erleben die Teilnehmer, wie sie Prozesse und Zusammenhänge einfach visualisieren können.

Wie viel Projekt Magazin steckt in dem Event?

Sie sehen ja laufend, welche Artikel im Projekt Magazin von den Lesern tatsächlich gelesen und wie sie bewertet werden. Konnten Sie daraus neben den Themen weitere Erfahrungen in die Gestaltung der Tagung aufnehmen?

Petra Berleb: Wie bei den Artikeln in unserem Magazin achten wir bei allen Vorträgen und Workshops darauf, dass die Teilnehmer etwas praktisch Anwendbares mitnehmen. Dieser konsequente Praxisbezug ist uns außerordentlich wichtig. Wie erlangen wir selbst, unser Team oder unser Unternehmen einen höheren Level der Lösungskompetenz? Wie bekommen wir mehr Leichtigkeit in unser Leben?

Bei vier parallelen und allesamt praxisorientierten Streams wird es den Teilnehmern nicht leicht fallen, sich zu entscheiden …

Regina Wolf-Berleb: Ja, das kann gut sein. Aber wir werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Präsentationen selbstverständlich zum Nachlesen in einem Login-Bereich zur Verfügung stellen. Außerdem wird ein Fotograf die Veranstaltung visuell dokumentieren.

Key Notes – gegen den Strich gebürstet

Statt eines top-erfolgreichen Vorzeigeprojekts gibt es als Key Note im Plenum ausgerechnet einen Vortrag über Stuttgart 21 – ein Projekt, das als eines der eher meistkritisierten in die Geschichte des deutschen Projektmanagements eingegangen ist.

Regina Wolf-Berleb: Ja, das stimmt. Wolfgang Dietrich, der langjährige Sprecher von Stuttgart 21 wird die Lessons Learned aus diesem Projekt vorstellen. In der Regel werden auf Veranstaltungen ja lieber erfolgreiche Projekte präsentiert, bei denen alles super geklappt hat. Hier gibt es mal eine andere Perspektive. Das finden wir sehr spannend!

Petra Berleb: Zudem geht es hier um das nach wie vor hochaktuelle Thema Kommunikation mit Stakeholdern. Stuttgart 21 hat uns im Extrem gezeigt, was auch laufend in den Unternehmen passiert. Nämlich, dass die Kommunikation mit den Stakeholdern nicht ordentlich aufgesetzt wird, dadurch Akzeptanzschwierigkeiten auftreten und die nötige Unterstützung zum Erreichen der Projektziele fehlt.

Auch die zweite Key Note mit dem Thema „Schwarmdummheit“ ist eher gegen den Strich gebürstet. Dabei werden doch Themen wie agile Planung, Vernetzung oder selbst-organisierte Zusammenarbeit nach wie vor sehr positiv diskutiert …

Regina Wolf-Berleb: Ja, solche Themen kommen häufig aus der agilen Bewegung heraus, die ich sehr, sehr positiv sehe. Aber nur, weil wir uns in der Gruppe bewegen, wird etwas nicht automatisch gut. Oft einigt man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner und das ist nicht unbedingt das Beste. Es lohnt sich, auch mal über solche Aspekte nachzudenken.

Petra Berleb: Der Redner Günter Dueck ist bekannt für seine pointierte Wahrnehmung. Er wird uns auf unterhaltsame Art in konkreten Beispielen zeigen, wo die Grenzen des Schwarms liegen beziehungsweise wo der Mythos Schwarmintelligenz beginnt.

Diskussion mit wechselnder Besetzung

Nach Ende der Streams gibt es eine Fishbowl-Diskussion. Würden Sie dieses Format für die, die es nicht kennen, kurz erläutern?

Petra Berleb: Bei dieser moderierten Diskussion werden mehrere Personen das Thema "Starke Unternehmen – starke Mitarbeiter" andiskutieren. Wenn jemand das Gefühl hat, alles Wesentliche gesagt zu haben, steht er oder sie auf und verlässt die Runde. Jetzt kann jemand anderes den Stuhl besetzen und seine Punkte zur Diskussion einbringen. So entsteht in der Regel ein lebendiger Austausch mit vielen Beteiligten, der manchmal überraschende Entwicklungen nimmt. Es werden sich an der Fishbowl auch Referenten beteiligen. Das verspricht eine interessante Diskussion.

Den Konferenztag beschließt ein Barbecue mit Live-Musik, einem Event, der im Pauschalpreis enthalten ist. Da wird es spannend, wie viele bleiben …

Regina Wolf Berleb: Diese Möglichkeit zu Kommunikation und Vernetzung ist ein essenzieller Teil des Gesamtkonzepts und wir wünschen uns, dass viele Teilnehmer mit dabei sind. Sie werden es nicht bereuen! Der Garten, der bei schönem Wetter auf uns wartet, war einer der Gründe, warum wir uns für das NH-Hotel in München-Dornach entschieden haben. Generell fanden wir dort die Atmosphäre, die wir uns für unsere Konferenz wünschen: überall Tageslicht und viele schöne Räume und Plätze, die zum Austausch einladen.

Petra Berleb: Danai Kouvara haben wir auf der Vernissage einer befreundeten Künstlerin erlebt und waren von ihrer schönen Stimme begeistert. Sie wird uns mit ihrer Gitarre auf eine musikalische Reise um die Welt mitnehmen. Der Abend soll einen entspannten und anregenden Abschluss der Veranstaltung bilden und für diejenigen, die es tagsüber nicht geschafft haben, gibt es noch die Gelegenheit bei unserer Active Area und unseren Ausstellern vorbeizuschauen.

Gibt es für Sponsoren und Aussteller noch Beteiligungsmöglichkeiten?

Regina Wolf-Berleb: Nein, wir haben für das organisatorische und inhaltliche Konzept sehr positive Rückmeldung bekommen und das Sponsoring und der Ausstellerbereich des Events waren innerhalb kurzer Zeit ausverkauft.

Eine letzte Frage: Wird es in Zukunft öfters solche Konferenzen des Projekt Magazin geben?

Petra Berleb: Ja, so einen Event können wir uns auch in den kommenden Jahren gut vorstellen, natürlich mit anderen aktuellen Themen. Jetzt wollen wir aber erst einmal sehen, wie unsere erste Veranstaltung ankommt.

Ich wünsche Ihnen schon jetzt viel Erfolg und Spaß!

Das Interview führte Elisabeth Wagner.

Petra Berleb

Chefredakteurin des Projekt Magazins, ist staatl.-gepr. Wirtschaftsinformatikerin und zertifizierte Projektleiterin AFW Bad Harzburg. Bis 1997 leitende Redakteurin in einem Computerverlag, anschließend freiberufliche IT-Beraterin und Journalistin. Im Jahr 2000 gründete sie das Projekt Magazin.  Als geschäftsführende Gesellschafterin der Berleb Media GmbH ist sie außerdem für die Bereiche Produktentwicklung und Strategie verantwortlich.

Regina Wolf-Berleb

ist zertifizierte Projektmanagerin GPM bis 2001 (Level B) und zertifizierte Qualitätsmanagerin DGQ. Sie studierte berufsbegleitend Betriebswirtschaft in Köln, Fachrichtung Personalwesen. Sie hat über 20 Jahre Erfahrung im Bereich Projektmanagement.  Seit Januar 2008 ist Regina Wolf-Berleb geschäftsführende Gesellschafterin der Berleb Media GmbH und verantwortet  in dieser Funktion die Bereiche: Marketing & Vertrieb, Verwaltung, Controlling, Personal Einkauf und Back-Office

Kontakt:

Projekt Magazin, Berleb Media GmbH, Mehlbeerenstr. 4, 82024 Taufkirchen, Tel.: +49 89 2420798-0, info@projektmagazin.dewww.projektmagazin.de

 

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