Soft Kills – Witze aus dem Projektleben

Letzte Worte ...

Des Biologen: Meine Güte, was für ein Prachtexemplar von einer Anaconda!

Des Piloten: Berge? Wo denn?

Des Chemikers: Was für eine ungewöhnliche Reak-

Des Ballonfahrers: So nah war ich noch nie am Eiffelturm!

Des Erfinders: Jetzt gib' mal Strom drauf!

Des Sportlehrers: Alle Speere zu mir!

Des Bauleiters: Müsste hier nicht eine tragende Wand stehen?

Des Projektleiters: Wenn jetzt noch irgendetwas im Projekt schief läuft, dann springe ich vom Dach.

 
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Erste Hilfe

Ein Bauarbeiter ist vom Gerüst gefallen. Eine Passantin kommt hinzu und beugt sich über ihn. Der herbeigeeilte Projektleiter bittet die Frau, einen Schritt zurück zu treten.

"Ich habe gerade meinen Erste-Hilfe-Kurs aufgefrischt", erklärt er ihr freundlich. "Wissen Sie, man muss so einen Unfall nach einem 10-Punkte-Plan abarbeiten."

Als er sich neben den verletzten Bauarbeiter kniet, tippt ihm die Frau auf die Schulter und sagt:

"Noch eine Kleinigkeit. Wenn Sie an den Punkt kommen, wo Sie den Arzt rufen müssen: Ich bin schon da."

 
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Wenn man nicht alles selber macht

"Ein Projekt ist immer auch ein Sprung ins Ungewisse!“ belehrt der Projektleiter sein Team. Um diese Metapher mit Leben zu füllen, beauftragt er das Projektteam mit der Vorbereitung eines gemeinsamen Fallschirmsprungs.

Drei Wochen später befinden sich alle im Flugzeug – bereit zum Sprung. Ein Mitarbeiter erklärt den Ablauf: "Nach dem Absprung zählt Ihr bis 5 und zieht dann die Reißleine. Sollte sich nichts tun, gibt es zur Sicherung eine zweite Reißleine für den Ersatzschirm. Unten wartet dann ein Fahrzeug, das den Rücktransport übernimmt."

Vorbildlich und furchtlos springt der Projektleiter als erster ins Ungewisse. Nach 5 Sekunden zieht er die Reißleine, nichts tut sich. Er  verflucht seine Mitarbeiter und zieht die zweite Reißleine – wieder nichts. Schicksalsergeben seufzt er: "Ich wette, wenn ich unten ankomme, steht dort noch nicht einmal das Fahrzeug für den Rücktransport bereit …"

 
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Kick-off

Zum Kick-off sind alle zweihundert Projektmitarbeiter erschienen. Der Geschäftsführer betritt das Rednerpult, klopft gegen das Mikrofon und spricht hinein: "Können Sie mich alle hören?" Aus der letzten Reihe kommt der Ruf: "Ja! Aber reden Sie ruhig weiter – Sie stören uns überhaupt nicht!"

 
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Verrückt

Einem Projektmitarbeiter ist ein schwerer Fehler unterlaufen, der Auftraggeber droht mit Sanktionen. Der Projektleiter zitiert den Mitarbeiter zu sich und legt wütend los:

"Nun sagen Sie mal: Sind Sie verrückt oder bin ich es?"

Der Mitarbeiter sieht den Projektleiter ernsthaft an und sagt bedächtig:

"Ein Profi wie Sie würde für ein so wichtiges Projekt doch keinen verrückten Mitarbeiter in das Team holen ..."

 
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Wie man es auch macht ...

Ein Projektleiter trifft sich abends mit einem Freund. Der Projektleiter hat einen schlechten Tag gehabt und starrt trübsinnig in sein Bier.
"Was ist denn los?", will der Freund wissen.

"Ach nichts", brummt der Projektleiter.

"Na, jetzt spiel hier nicht den großen Schweiger", drängelt der Freund. "Raus damit!"

"Okay", seufzt der Projektleiter. "Weißt du: Man kann es als Projektleiter auch wirklich niemandem recht machen. Ist man zu seinen Mitarbeitern freundlich, will man sich anbiedern, ist man zurückhaltend, gilt man als hochnäsig. Kümmert man sich um die Arbeit seiner Leute, ist man ein Schnüffler, tut man es nicht, hat man von der Sache keine Ahnung. Ist man schon etwas älter, gilt man als verkalkt, ist man noch jung, fehlt einem die Erfahrung. Bleibt man abends länger, markiert man den Überbeschäftigten, geht man pünktlich, fehlt das Firmeninteresse. Stimmt man sich mit anderen Projektleitern ab, ist man ein Rückversicherer, tut man es nicht, ist man ein Eigenbrötler. Trifft man schnelle Entscheidungen, ist man oberflächlich, lässt man sich Zeit, mangelt es an Entschlusskraft. Hat man neue Ideen, ist man ein Phantast, bleibt man beim Alten, ist man rückständig ..."

Nachdem der Projektleiter zu Ende gesprochen hat, starrt sein Freund ihn an und schüttelt dann langsam den Kopf. "Mann, ich wusste ja gar nicht, was du für eine jammernde Laberbacke bist."

 
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Das Ende der Fahnenstange

Die Top-Manager eines Unternehmens nehmen an einem Seminar teil, auf dem sie lernen sollen, schnell und zielgerichtet Probleme zu lösen. Am dritten Tag erhalten sie die Aufgabe, die Höhe einer Fahnenstange zu messen.

Sie beschaffen sich eine Leiter und ein Metermaß und gehen auf den Rasen zur Fahnenstange. Die Leiter ist aber zu kurz. Also holen sie einen Tisch und stellen die Leiter oben drauf. Es reicht trotzdem noch nicht. Deshalb stellen sie einen Stuhl auf den Tisch und die Leiter oben drauf. Nun ist es hoch genug, allerdings ist die Konstruktion so wackelig, dass keiner hinaufklettern möchte, um Maß zu nehmen.

Ein Ingenieur, der zufällig vorbeigekommen ist und den Bemühungen der Top-Manager eine Weile zugeschaut hat, tritt schließlich vor. Er zieht die Fahnenstange aus dem Boden, legt sie hin, misst sie ab und sagt den Top-Managern das Ergebnis.

Dann geht er wieder. Kaum ist er verschwunden, sagt einer der Top-Manager: "Das war wieder typisch Ingenieur! Wir brauchen die Höhe der Stange und er sagt uns die Länge! Deshalb lassen wir solche Leute auch nicht in den Vorstand."

 
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Prüfungspanne

Drei junge Projektmanager aus Leipzig arbeiten bei einem Großunternehmen und wollen sich nach dem unternehmensinternen Standard zertifizieren lassen. In allen bisherigen Prüfungen haben sie nur Bestnoten erhalten. Um die Abschlussprüfung am Montag machen sie sich deshalb keine Sorgen und beschließen, das Wochenende nicht mit Lernen zu verbringen, sondern nach Berlin zu fahren und die Sau raus zu lassen.

Sie amüsieren sich prächtig und feiern wild bis in die frühen Morgenstunden. Den Sonntag verschlafen sie und schaffen es am Montagvormittag nicht, rechtzeitig zur Prüfung wieder zurück nach Leipzig zu fahren. Sie beschließen, die Prüfung ausfallen zu lassen und ihrem Zertifizierungsleiter zu erklären, weshalb sie nicht kommen konnten.

Am Montagnachmittag erzählen die Projektmanager ihrem Zertifizierungsleiter, sie hätten das ganze Wochenende in der Bibliothek der Humboldt-Universität für die Prüfung recherchiert. Auf dem Rückweg sei ihnen aber ein Reifen geplatzt, so dass sie die Prüfung verpasst hätten. Der Zertifizierungsleiter erlaubt ihnen, die Prüfung am nächsten Tag nachzuholen. Die Projektmanager atmen auf. Sie lernen die ganze Nacht und erscheinen am nächsten Tag pünktlich zur Prüfung.

Der Zertifizierungsleiter setzt jeden der Projektmanager in einen separaten Raum und gibt ihnen die Aufgaben. Die erste Frage ist mit 5 Punkten bewertet und lautet: Was ist ein Netzplan? "Ist das leicht", denken die Projektmanager und freuen sich. Sie beantworten die Frage und drehen das Blatt um. Die zweite Frage ist mit 95 Punkten bewertet und lautet: Welcher Reifen ist geplatzt?

 
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Harte Zeiten

Drei Projektmanager sitzen im Advent gemütlich in der Kneipe und reden über ihre harte Kindheit. "Wir hatten nichts", sagt der Erste. "Wir waren so arm, dass meine Mutter in der Fabrik Nachtschichten gemacht hat, um uns an Weihnachten einen Schallplattenspieler und Platten mit Weihnachtsmusik zu schenken." – "Das ist ja gar nichts", sagt der Zweite. "Wir waren so arm, dass unser Vater ein Radio aus Müllresten zusammengebaut hat, damit wir Weihnachtslieder hören konnten." – "Ihr Glücklichen!" ruft der Dritte mit Märtyrerstimme. "Wir waren so arm, dass wir unsere Weihnachtslieder selbst singen mussten."

 
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Projektstatusbericht

Wenn Sie eine E-Mail erhalten, deren Betreff das Wort "Projektstatusbericht" enthält, löschen Sie dieses Mail sofort und öffnen Sie es unter keinen Umständen! Dieses Mail enthält ein hochgefährliches Virus!

Das Virus verändert die Projektdaten auf Ihrem lokalen Rechner, sodass alle Termin-, Kosten- und Ressourcenpläne durcheinander geraten. Auf dem Server-Rechner legt es drei verschiedene Varianten des aktuellen Projektplans an, so dass niemand mehr den Überblick hat. Es fordert alle Projektmitarbeiter automatisch dazu auf, sofort die tatsächlichen und nicht nur die rechtfertigbaren Arbeitsaufwände für das Projekt einzutragen.

Weiterhin bringt das Virus den Auftraggeber dazu, beständig seine Anforderungen zu ändern ohne das Budget zu erhöhen. Sie werden nie mehr ein Auge zutun und vor lauter Müdigkeit Netzpläne an die Wand malen. "Projektstatusbericht" vernichtet Ihre Existenz vollständig. Es beantragt im Namen Ihres Ehepartners die Scheidung, verursacht Magengeschwüre und am allerschlimmsten: Es informiert Ihre Auftraggeber ungeschönt über die echten Projektdaten und teilt diesen mit, dass Ihr Projekt das Budget um 50% überziehen und ein halbes Jahr länger als geplant dauern wird.

Wenn Sie also "Projektstatusbericht" erhalten, löschen Sie nicht nur die Mail, sondern formatieren Sie sofort die Festplatte Ihres Rechners und die Festplatte des Servers! Nur so können Sie den fatalen Auswirkungen dieses Virus entkommen!

Leiten Sie diese Nachricht an alle Mitglieder Ihres Projektteams, am besten an alle weltweit in Projekten arbeitenden Personen weiter!

 
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Papa-Kind

Ein Projektleiter ist zum ersten Mal Vater geworden. Gerührt beobachtet er, wie seine Frau mit der kleinen Tochter täglich übt "Papa" zu sagen. Als das Kind eines Nachts wieder aufwacht und weint, hört der Projektleiter deutlich, wie es "Papa, Papa" ruft. Entzückt blickt er zu seiner Frau hinüber. Die dreht sich aber bloß auf die andere Seite und sagt: "Sie ruft dich, Schatz."

 
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Das Unreifegradmodell

Bekannt sind diverse Reifegradmodelle für Projektmanagement, die meist fünf Stufen bis zur professionellen Projektorganisation beschreiben. Weitgehend unbekannt ist hingegen, dass der Projektmanagement-Reifegrad auch negative Werte annehmen kann. Die fünf Stufen in den "Keller" des Projektmanagements sind:

Reifegradstufe –1: Projektplanung gilt als unnötiger Kostenfaktor. Wer mit einem Projekt beauftragt wird, muss sofort mit der Arbeit am Endergebnis beginnen.

Reifegradstufe –2: Worin das erwartete Projektergebnis genau besteht, wird dem Projektleiter erst bei der Abnahme mitgeteilt.

Reifegradstufe –3: Alle Aufgaben, für die sich kein Freiwilliger findet, werden zu Projekten gemacht. Die in der Hackordnung unten stehenden werden zu den Leitern dieser Projekte ernannt – worüber diese sich auch noch freuen.

Reifegradstufe –4: Die Zuteilung zu einem Projekt ist die Vorstufe zur Kündigung – nach Projektabschluss findet sich keine Aufgabe mehr für Projektleiter und Projektteam und sie werden betriebsbedingt entlassen.

Reifegradstufe –5: In einer Besprechung das "P-Wort" zu benutzen gilt als unanständig. Wer auch nur in den Verdacht kommt, insgeheim der "P-Perversion" anzuhängen, wird gemobt und sollte schleunigst das Unternehmen verlassen.

 
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Gefährlich

Der Projektleiter eines Bauprojekts tobt. "Jetzt reicht's mir! Ich werde den Baggerfahrer rausschmeißen. Er hat mich schon drei Mal fast überfahren!"

"Ach," sagt der Polier versöhnlich, "seien Sie nicht so. Geben Sie ihm doch noch eine Chance."

 
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Zu spät

Die Projektleiterin ist für ihre Strenge bekannt. Insbesondere besteht sie darauf, dass alle Teammitglieder spätestens um 8.30 Uhr im Büro sind. Eines Tages erscheint der Controller erst um 9.30 Uhr. Er humpelt und hat am ganzen Körper Schrammen.

"Tut mir leid", entschuldigt er sich. "Ich bin aus dem Fenster gefallen."

"Ja und?" antwortet die Projektleiterin verständnislos. "Das hat ja wohl keine Stunde gedauert, oder?"

 
3.962965
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Abgesagt

Ein Projektleiter trifft sich mit einem Freund zum Mittagessen in der Kantine. Während des Essens ist der Projektleiter die ganze Zeit genervt. Als der Freund fragt, was los ist, erzählt ihm der Projektleiter, dass er seinen Urlaub absagen musste, weil sein schreckliches Endlos-Projekt schon wieder in Schwierigkeiten steckt.

"Oh nein!" ruft der Freund. "Dann fahrt ihr also dieses Jahr nicht nach Kanada?"
"Nein, falsch" schnappt der Projektleiter verärgert. "Das war letztes Jahr. Dieses Jahr fahren wir nicht nach Portugal."

 
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Ein toller Job

Der Projektmanager ist morgens spät dran. Schnell hetzt er noch in die Küche, um einen Schluck Kaffee zu trinken. Seine Frau liest gerade Zeitung und sagt zu ihm: "Du, Schatz, die Polizei sucht einen Mann, der wahllos Leute kidnappt, sie einsperrt und grausam foltert."

Der Projektmanager antwortet hektisch: "Das hört sich ja ganz interessant an, aber auf diese Stelle kann ich mich jetzt nicht bewerben. Mein aktuelles Projekt geht noch mindestens sechs Monate."

 
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Die geheime Sprache der PM-Diplomatie

Was Projektmanager sagen und was sie damit meinen:

Gesagt: Im Wesentlichen fertig
Gemeint: Begonnen

Gesagt: Ernst zu nehmend, aber nicht unüberwindbar
Gemeint: Ein Wunder muss geschehen

Gesagt: Noch nicht vollständig spezifiziert
Gemeint: Keiner hat auch nur einen blassen Schimmer.

Gesagt: Vorübergehende Fehlfunktion
Gemeint: Dieser Schrott wird nie funktionieren.

Gesagt: Weitere Untersuchungen und Analysen sind erforderlich.
Gemeint: Wir haben es nicht mehr unter Kontrolle.

Gesagt: Wir quantifizieren gerade die Ergebnisse.
Gemeint: Wir frisieren noch die Zahlen fürs Management.

 
4.728395
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Der eiserne Besen

Die ganze Belegschaft zittert: Für das wichtige Projekt hat die Geschäftsleitung einen für seine Härte berüchtigten Projektmanager aus einer anderen Niederlassung geholt. Gleich am ersten Tag läuft er wie ein Berserker durch die Büros und treibt alle zum schnelleren Arbeiten an.

Plötzlich sieht er wie ein junger Mann lässig im Gang steht und auf dem Handy herumtippt. Mit hochrotem Kopf schreit er ihn an: "Sagen Sie mal, was ist Ihr Monatsgehalt?" Der junge Mann antwortet verschüchtert: "Na, so 1000 Euro". Der Projektmanager zückt seine dicke Brieftasche und fährt ihn an: "Da haben Sie 3000 Euro Abfindung, schauen Sie, dass Sie rauskommen und ich will Sie nie wieder hier sehen!"

Mit großen Augen nimmt der junge Mann das Geld, bedankt sich und sucht das Weite. "Was hatte der eigentlich für eine Aufgabe?" will der Projektmanager von dem ihn begleitenden Abteilungsleiter wissen. Dieser antwortet ihm: "Ach, der hat uns vorhin nur die Pizza gebracht und auf sein Geld gewartet."

 
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Was Projektmänner wirklich wollen

Auf einer Reise für ein naturwissenschaftliches Forschungsprojekt verunglückt das Expeditionsschiff und der Projektleiter kann sich auf eine einsame Insel retten. Er fristet unter großen Entbehrungen notdürftig sein Leben. Nach mehreren Monaten sieht er ein Segelboot kommen. In ihm sitzt die Technikerin, die sich ebenfalls retten konnte.

Voller Bewunderung sieht er, dass sie das Segelboot aus einem Baumstamm und geflochteten Gräsern hergestellt hat. Bekleidet ist sie mit einem schicken, aus Rindenfasern gewobenen Hemd; Muschelketten schmücken ihren Ausschnitt. Sie fährt den vollkommen erschöpften Mann mit dem Boot einige Buchten weiter dorthin, wo sie gestrandet war. Dort kommt er aus dem Staunen nicht heraus. In ihrer Blockhütte gibt es fließendes Wasser aus einer Süßwasserquelle, er kann sich mit aus Algen gewonnener Seife waschen und mit einem Muschelmesser rasieren.

Als er nach einigen Tagen wieder zu Kräften gekommen ist und beide gemütlich bei einem Bananen-Cocktail in den geflochtenen Schaukelstühlen den Sonnenuntergang bewundern, fährt sie sich durchs Haar, wippt aufreizend mit den Beinen und flötet: "Nach all den Entbehrungen und der wochenlangen Einsamkeit wünscht du dir doch sicher das, nachdem sich alle Männer sehnen – du kannst es haben, wenn du willst!" Darauf bekommt er ganz große Augen und ruft ganz aufgeregt: "Was, ich kann hier wirklich meine E-Mails abholen?"

 
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Ballonfahrt

Ein Projektteam beschließt, als Incentive für das kommende Projekt eine gemeinsame Ballonfahrt zu veranstalten. Es kommt wie es kommen muss: Nebel zieht auf, sie verlieren vollkommen die Orientierung. In ihrer Not lassen sie den Ballon langsam absinken und versuchen, einen Orientierungspunkt zu erspähen.

Plötzlich erkennen sie einen Turm, auf dessen Plattform jemand steht. Der Wind meint es gut mit ihnen und sie können in Rufweite manövrieren. Der Projektleiter ruft: "Hallo, können Sie uns bitte sagen, wo wir sind?"

"Aber klar doch," kommt sofort die Antwort, "Sie sind in einem Ballon ungefähr 100 m über der Erde!" "Sie sind sicher Qualitätsmanager, nicht wahr?" fragt der Projektleiter. "Ja, wie sind Sie denn darauf gekommen?" "Ganz einfach, Ihre Antwort beschreibt exakt unsere Situation, hilft uns aber kein bisschen weiter."

"Na, dann sind Sie sicher Projektleiter!" "Ja, wie sind Sie darauf gekommen?" "Ganz einfach: Sie starten mit einem Team aufs Geratewohl in ein Unternehmen ohne Plan und Orientierung. Und wenn Sie dann nicht mehr weiterwissen, wollen Sie von jemandem, der gar nichts damit zu tun hat, ihre Probleme gelöst bekommen!"

 
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