Soft Kills – Witze aus dem Projektleben

Abgesagt

Ein Projektleiter trifft sich mit einem Freund zum Mittagessen in der Kantine. Während des Essens ist der Projektleiter die ganze Zeit genervt. Als der Freund fragt, was los ist, erzählt ihm der Projektleiter, dass er seinen Urlaub absagen musste, weil sein schreckliches Endlos-Projekt schon wieder in Schwierigkeiten steckt.

"Oh nein!" ruft der Freund. "Dann fahrt ihr also dieses Jahr nicht nach Kanada?"
"Nein, falsch" schnappt der Projektleiter verärgert. "Das war letztes Jahr. Dieses Jahr fahren wir nicht nach Portugal."

 
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Ein toller Job

Der Projektmanager ist morgens spät dran. Schnell hetzt er noch in die Küche, um einen Schluck Kaffee zu trinken. Seine Frau liest gerade Zeitung und sagt zu ihm: "Du, Schatz, die Polizei sucht einen Mann, der wahllos Leute kidnappt, sie einsperrt und grausam foltert."

Der Projektmanager antwortet hektisch: "Das hört sich ja ganz interessant an, aber auf diese Stelle kann ich mich jetzt nicht bewerben. Mein aktuelles Projekt geht noch mindestens sechs Monate."

 
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Die geheime Sprache der PM-Diplomatie

Was Projektmanager sagen und was sie damit meinen:

Gesagt: Im Wesentlichen fertig
Gemeint: Begonnen

Gesagt: Ernst zu nehmend, aber nicht unüberwindbar
Gemeint: Ein Wunder muss geschehen

Gesagt: Noch nicht vollständig spezifiziert
Gemeint: Keiner hat auch nur einen blassen Schimmer.

Gesagt: Vorübergehende Fehlfunktion
Gemeint: Dieser Schrott wird nie funktionieren.

Gesagt: Weitere Untersuchungen und Analysen sind erforderlich.
Gemeint: Wir haben es nicht mehr unter Kontrolle.

Gesagt: Wir quantifizieren gerade die Ergebnisse.
Gemeint: Wir frisieren noch die Zahlen fürs Management.

 
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Der eiserne Besen

Die ganze Belegschaft zittert: Für das wichtige Projekt hat die Geschäftsleitung einen für seine Härte berüchtigten Projektmanager aus einer anderen Niederlassung geholt. Gleich am ersten Tag läuft er wie ein Berserker durch die Büros und treibt alle zum schnelleren Arbeiten an.

Plötzlich sieht er wie ein junger Mann lässig im Gang steht und auf dem Handy herumtippt. Mit hochrotem Kopf schreit er ihn an: "Sagen Sie mal, was ist Ihr Monatsgehalt?" Der junge Mann antwortet verschüchtert: "Na, so 1000 Euro". Der Projektmanager zückt seine dicke Brieftasche und fährt ihn an: "Da haben Sie 3000 Euro Abfindung, schauen Sie, dass Sie rauskommen und ich will Sie nie wieder hier sehen!"

Mit großen Augen nimmt der junge Mann das Geld, bedankt sich und sucht das Weite. "Was hatte der eigentlich für eine Aufgabe?" will der Projektmanager von dem ihn begleitenden Abteilungsleiter wissen. Dieser antwortet ihm: "Ach, der hat uns vorhin nur die Pizza gebracht und auf sein Geld gewartet."

 
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Was Projektmänner wirklich wollen

Auf einer Reise für ein naturwissenschaftliches Forschungsprojekt verunglückt das Expeditionsschiff und der Projektleiter kann sich auf eine einsame Insel retten. Er fristet unter großen Entbehrungen notdürftig sein Leben. Nach mehreren Monaten sieht er ein Segelboot kommen. In ihm sitzt die Technikerin, die sich ebenfalls retten konnte.

Voller Bewunderung sieht er, dass sie das Segelboot aus einem Baumstamm und geflochteten Gräsern hergestellt hat. Bekleidet ist sie mit einem schicken, aus Rindenfasern gewobenen Hemd; Muschelketten schmücken ihren Ausschnitt. Sie fährt den vollkommen erschöpften Mann mit dem Boot einige Buchten weiter dorthin, wo sie gestrandet war. Dort kommt er aus dem Staunen nicht heraus. In ihrer Blockhütte gibt es fließendes Wasser aus einer Süßwasserquelle, er kann sich mit aus Algen gewonnener Seife waschen und mit einem Muschelmesser rasieren.

Als er nach einigen Tagen wieder zu Kräften gekommen ist und beide gemütlich bei einem Bananen-Cocktail in den geflochtenen Schaukelstühlen den Sonnenuntergang bewundern, fährt sie sich durchs Haar, wippt aufreizend mit den Beinen und flötet: "Nach all den Entbehrungen und der wochenlangen Einsamkeit wünscht du dir doch sicher das, nachdem sich alle Männer sehnen – du kannst es haben, wenn du willst!" Darauf bekommt er ganz große Augen und ruft ganz aufgeregt: "Was, ich kann hier wirklich meine E-Mails abholen?"

 
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Ballonfahrt

Ein Projektteam beschließt, als Incentive für das kommende Projekt eine gemeinsame Ballonfahrt zu veranstalten. Es kommt wie es kommen muss: Nebel zieht auf, sie verlieren vollkommen die Orientierung. In ihrer Not lassen sie den Ballon langsam absinken und versuchen, einen Orientierungspunkt zu erspähen.

Plötzlich erkennen sie einen Turm, auf dessen Plattform jemand steht. Der Wind meint es gut mit ihnen und sie können in Rufweite manövrieren. Der Projektleiter ruft: "Hallo, können Sie uns bitte sagen, wo wir sind?"

"Aber klar doch," kommt sofort die Antwort, "Sie sind in einem Ballon ungefähr 100 m über der Erde!" "Sie sind sicher Qualitätsmanager, nicht wahr?" fragt der Projektleiter. "Ja, wie sind Sie denn darauf gekommen?" "Ganz einfach, Ihre Antwort beschreibt exakt unsere Situation, hilft uns aber kein bisschen weiter."

"Na, dann sind Sie sicher Projektleiter!" "Ja, wie sind Sie darauf gekommen?" "Ganz einfach: Sie starten mit einem Team aufs Geratewohl in ein Unternehmen ohne Plan und Orientierung. Und wenn Sie dann nicht mehr weiterwissen, wollen Sie von jemandem, der gar nichts damit zu tun hat, ihre Probleme gelöst bekommen!"

 
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Schlagfertig

Ein frisch gebackener Informatiker tritt in das Berufsleben ein. Seine erste Aufgabe führt ihn gleich in ein neues Projektteam. Das Kick-Off-Meeting dauert bis in den Abend. Der Projektleiter bitten den Neuen: "Ich glaube, wir brauchen jetzt alle einen Kaffee! Könnten Sie bitte eine große Kanne Kaffee für uns machen?" Etwas patzig antwortet der Jungspund: "Ich bitte Sie, ich bin Informatiker, nicht Kaffeekocher!" Darauf antwortet der Projektleiter mit väterlichem Verständnis: "Oh Entschuldigung, das hatte ich ganz vergessen. Kommen Sie mit, ich zeige Ihnen, wie das geht!"

 
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Sind Projekte weiblich oder männlich?

Das Projekt Magazin wollte wissen, ob "das Projekt" eher männliche oder eher weibliche Eigenschaften hat. Die befragten Männer meinten, dass Projekte weiblich seien. Ihre Begründung war:
"Projekte sind wie Frauen, weil sie kostspielig und unpünktlich sind. Außerdem machen sie nicht das, was wir von ihnen erwarten."

Die befragten Frauen hingegen waren der umgekehrten Meinung, dass Projekte männlich seien und begründeten dies so:
"Projekte sind wie Männer: Sie versprechen, was sie nicht halten können, geben großkotzig mit jeder Kleinigkeit an und sie wollen für jedes noch so kleine Ergebnis bewundert werden."

 
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Lebensverlängernde Maßnahmen

Eine ledige Frau mittleren Alters geht zum Arzt, da sie sich seit einiger Zeit körperlich nicht gut fühlt. Nach einer eingehenden Untersuchung, seufzt der Arzt: "Es tut mir sehr leid, aber ich fürchte, dass Sie nicht mehr lange zu leben haben." 

Geschockt fragt die Patientin: "Und was empfehlen Sie mir jetzt zu tun?" Der Arzt antwortet: "Sie sollten sich mit einem Risikomanager zusammentun. "Kann ich dadurch mein Leben verlängern?"

Darauf antwortet der Arzt: "Indirekt ja. Schon nach wenigen Monaten wird es sich für Sie so anfühlen, als ob Sie ein langes Leben gehabt hätten und vielleicht kommt sogar der Tag, an dem Sie sich wünschen, dass es schnell vorübergeht."

 
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Der Anker

Der Projektmitarbeiter sagt zu seinem neuen Kollegen: "Beim Thema Verantwortung in unseren Projekten ist unser Projektleiter ein Anker, ach was, ein Fels in der Brandung! Auf den kannst du dich wirklich verlassen. Immer wenn es schlecht läuft, sage einfach, dass er der Verantwortliche ist."

 
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Halbe Sachen

Die kleine Schweizer Gemeinde Schneeli, die im Wintersportgebiet liegt, hat endlich einen Investor für ihr Seilbahnprojekt gefunden. Dieser schickt einen Controller, einen Immobilienentwickler und einen Rechtsanwalt in das idyllische Bergdorf, um die Rentabilität des Projekts zu beurteilen. Der Bürgermeister von Schneeli präsentiert mit viel Überzeugungskraft den Vertretern des Investors die Vorzüge einer weiteren Seilbahn direkt zum Gipfel des Hausberges. Mit dabei ist der Projektleiter der Baufirma, die den Bau der Seilbahn übernehmen will.

Nach intensiver Diskussion, schließlich führen bereits zwei Seilbahnen von anderen Gemeinden aus ins Skigebiet, erklären sich die Vertreter des Investors schließlich bereit, zumindest eine weitere Seilbahn bis zur bestehenden Mittelstation zu finanzieren. Danach brausen sie mit ihrer Limousine davon.

Der Bürgermeister lädt den Projektleiter noch zum Mittagessen in die Dorfschenke ein. Dort angekommen ruft er laut: "Das müssen wir feiern, wir haben die Seilbahn! Ein Freibier für alle!"

Der Projektleiter wundert sich und fragt ihn: "Warum freuen Sie sich so? Sie wollten doch eine Seilbahn bis zum Gipfel und haben bloß erreicht, dass eine Seilbahn bis zur Mittelstation gebaut wird?"

Darauf der Bürgermeister verschmitzt: "Was sollen wir mit einer Seilbahn bis zum Gipfel? Die verschandelt doch nur die Gegend! Wir wollten bloß, dass unsere Übernachtungsgäste zur Mittelstation fahren können. Man muss manchmal das Doppelte von dem fordern, was man haben will – sonst bekommt man gar nichts!"

 
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Verantwortungsbewusst

Der Projektleiter bricht mit einem Herzinfarkt zusammen, glücklicherweise ist Hilfe schnell zur Stelle. Als er im Krankenhaus wieder zu sich kommt, sitzt neben seinem Bett die Projektassistentin und blickt ihn besorgt an. "Schön, dass du da bist“, flüstert er schwach. Sie tätschelt ihm die Hand. "Hast du etwa geglaubt, wir würden dich in dieser Situation alleine lassen?!"

Der Projektleiter dreht den Kopf. Auf der anderen Seite des Bettes steht sein Stellvertreter. "Du bist auch hier?" fragt der Projektleiter überrascht. "Natürlich", sagt der Stellvertreter freundlich. "Wir sind ja schließlich nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde." Der Projektleiter wirkt nun leicht irritiert. "Und wo sind Müller, Meier und Huber, die Teilprojektleiter?" – "Wir sind auch alle da!“ antworten diese vom Fußende des Bettes. Der Projektleiter macht große Augen. "Und ... das Team?" – "Die warten draußen", antwortet der Stellvertreter. "Wir durften nicht alle zusammen rein." Der Projektleiter richtet sich entsetzt auf. "Ja, verdammt – und wer kümmert sich jetzt um das Projekt?!"

 
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Angekrochen

Ein Ingenieur trifft sich nach Feierabend mit einem Freund zum Bier. "Ich hatte heute einen Riesenkrach mit meinem Projektleiter", erzählt der Ingenieur schlecht gelaunt.

"Und?" fragt der Freund "Wie ist es ausgegangen?" "Hach, am Ende kam er auf Knien angekrochen", knurrt der Ingenieur. "Und was hat er gesagt?"

"Ewig können Sie nicht unter Ihrem Schreibtisch bleiben, Sie Feigling."

 
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Tödlicher Stress

Eine Frau begleitet ihren Ehemann zum Arzt. Dieser hat als Auftraggeber gerade ein extrem kraftraubendes, geschäftskritisches Projekt abgeschlossen und fühlt sich ausgelaugt. Nach der Untersuchung ruft der Arzt die Ehefrau alleine in sein Zimmer und sagt: "Ihr Mann ist in einer sehr schlechten Verfassung. Er leidet an einer schweren stressbedingten Krankheit. Sie müssen meinen Anweisungen folgen, ansonsten wird Ihr Mann nicht mehr lange leben.

Er muss seine Ernährung komplett umstellen: Sorgen Sie dafür, dass er jeden Morgen ein gesundes Frühstück zu sich nimmt, ich empfehle Müsli mit Obst. Mittags und abends sollte er viel frisches Gemüse essen und auf Fett weitgehend verzichten. Am besten wäre es, Sie kochen ihm sein Mittagessen vor, damit er es mitnehmen kann.

Alles, was Stress auslösen könnte, auch typische Alltagsprobleme, sollten Sie so gut es geht von ihm fernhalten. Verzichten Sie auch auf langatmige Diskussionen und Streit, das alles könnte ihm schaden. Stattdessen sollten Sie ihn so oft wie möglich massieren. Wenn Sie all das beherzigen, wird sich Ihr Mann innerhalb eines Jahres wieder vollständig erholen."

Auf dem Nachhauseweg fragt der Manager seine Frau: "Was hat der Arzt Dir gesagt? Die Ehefrau antwortet: "Dass du bald sterben musst."

 
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Der Hölle entronnen

Ein Controller, ein Qualitätsmanager und ein Projektmanager stehen vor der Himmelstür und begehren Einlass. Petrus öffnet die Tür ein wenig und sagt zum Controller: "Du hast dein ganzes Leben lang Leute mit deinen Abrechnungen und Überprüfungen malträtiert, keine Chance, du kommst nicht in den Himmel rein!" Der Controller zieht enttäuscht Richtung Hölle davon.

Dann knöpft sich Petrus den Qualitätsmanager vor: "Und du hast von allen möglichen Leuten endlose Checklisten und nutzlose Prüfberichte verlangt, sodass sie bis in die Nacht und am Wochenende noch arbeiten mussten – zieh' Leine!" Der Qualitätsmanager trottet dem Controller hinterher. Der Projektmanager will gar nicht mehr hören, was Petrus sagt und dreht sich um, um den beiden zu folgen. Da fasst ihn Petrus an der Schulter und sagt: "Du darfst reinkommen, du hast ja die Hölle schon hinter dir."

 
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Mitarbeiterauswahl

Der Projektleiter stellt das Team zusammen. Eine Position ist noch frei, aber drei Bewerber stehen zur Auswahl. Im Vorstellungsgespräch stellt er jedem als entscheidende Frage: "Wie viel ist zwei plus zwei?"

Der erste Bewerber antwortet: "Halten Sie mich für blöd oder was? Ich bin doch nicht hier, um Kindergartenfragen zu beantworten." Der zweite sagt wie aus der Pistole geschossen: "Vier!" Der Projektleiter entscheidet sich aber für den Dritten, da dieser kurz überlegt und antwortet: "Was für ein Ergebnis möchte der Auftraggeber haben?"

 
4.326085
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Kompetenzgerangel

Die Planung eines wichtigen Change-Projekts zieht sich endlos hin. In einem Meeting platzt dem Projektleiter schließlich der Kragen. Nach wochenlangen, zähen Verhandlungen mit dem Geschäftsführer über Termine und Ressourcen dachte er, dass er jetzt endlich die Freigabe für die Projektpläne erteilt bekommt. Stattdessen hat der Chef seine Meinung erneut geändert und wünscht eine Überarbeitung.

In entschiedenem Ton äußert der Projektleiter seinen Unmut: Dass man unterschiedliche Meinungen habe, sei ja völlig in Ordnung. Aber irgendwann müsse man auch zu einem Ergebnis kommen und einen Kompromiss finden. Nachdem der Projektleiter seine kleine Wutrede beendet hat, schaut ihm der Chef gelassen in die Augen und antwortet nach kurzer Pause: "Sie haben recht, man kann geteilter Meinung sein. Aber wir wollen es doch bitte so halten, dass ich die Meinung habe und Sie diese teilen."

 
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Meister der Delegation

Ein Teilprojektleiter eines großen Technologieprojekts steht im Büro des Projektleiters. Dieser hält einen langen Monolog über kurzfristige Änderungen, während sich der Teilprojektleiter eifrig Notizen macht.

Der Projektleiter schließt mit den Worten: "Ändern Sie also Ihre Pläne und stimmen Sie den Ressourcenbedarf mit den Abteilungsleitern ab – die werden keineswegs erfreut sein. Die Projektrisiken müssen Sie natürlich auch neu bewerten und vergessen Sie bitte nicht, die Präsentation für die Geschäftsführung anzupassen.

Der Teilprojektleiter geht zurück in sein Büro, wo ihn sein Assistent bereits gespannt erwartet. Dieser fragt ihn: "Und, wie ist es gelaufen?" 
"Gut! ... Du hast viel zu tun!"

 
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Projektmanager des Jahres

Um die Qualität des Projektmanagements zu verbessern, lobt die Geschäftsführung im Frühjahr eine stattliche Summe als Prämie für den "Projektmanager des Jahres" aus. Um die Objektivität zu gewährleisten, sollen die Linienmanager den besten Projektmanager wählen. Die Preisvergabe findet im Rahmen der Weihnachtsfeier statt.

Alle Projektleiter bemühen sich das ganze Jahr um vorbildliches Projektmanagement und übertreffen sich gegenseitig in Pünktlichkeit und Perfektion. Nur Meier scheint dies völlig egal zu sein – er liefert die Projektstatusberichte nicht ab, überzieht gewissenlos das Budget und ignoriert sämtliche Standards.

Zur Überraschung aller wird gerade er zum Projektmanager des Jahres gewählt. Der zweitplatzierte Schuster platzt fast vor Wut. Beim Buffet stellt er ihn zur Rede: "Wie hast Du das bloß geschafft, dass so viele Linienmanager dich wählen? Als Projektmanager bist du doch eine totale Niete!" Darauf antwortet Meier lakonisch: "Ganz einfach. Ich habe den Managern gesagt, dass sie die Wahl haben, entweder einen Paragraphenreiter als Vorbild für alle anderen Projektmanager zu wählen, der ihnen jede Menge Stress mit seinen Formularen und Prozessbeschreibungen macht – oder eben mich."

 
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Hilfreich

Der Projektassistent steht mit einer dicken Mappe ratlos vor dem Reißwolf. "Kann ich helfen?", fragt ihn die Projektleiterin, die gerade zufällig vorbeikommt.

"Ja, wie funktioniert das Ding hier?"– "Ganz einfach", sagt sie, nimmt die dicke Mappe und steckt sie in die Maschine. "Danke", lächelt der Assistent erleichtert. "Und wo kommen die Kopien raus?"

 
4.35294
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