Quiz-Fragen 2009

Wer braucht einen Nutzenrevisionsplan und wofür?

Die Qualitätssicherung braucht den Nutzenrevisionsplan, um eine ganzheitliche Abnahme der Projektergebnisse durchführen zu können.
Der Auftraggeber benötigt den Nutzenrevisionsplan, um überprüfen zu können, ob der im Business Case prognostizierte Nutzen des Projekts tatsächlich realisiert wird.
Der Änderungsausschuss verwendet den Nutzenrevisionsplan, um Änderungsanträge hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Nutzen des Projekts zu untersuchen.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B ist richtig!
Der Nutzenrevisionsplan beschreibt bei PRINCE2:2009, welche Nutzen, von wem, wann, wie und im Vergleich zu welchen Bezugsgrößen bestimmt werden sollen. Er wird bei Abschluss des Projekts an den Auftraggeber übergeben und beschreibt ebenso wie die Empfehlungen für Folgeaktionen Aktivitäten der Linienorganisation, die erst nach dem Projekt stattfinden.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition und Erläuterung des Begriffs "Nutzenrevisionsplan".

Bezeichnen "Liefergegenstand" und "Produkt" im Projektmanagement dasselbe oder gibt es Unterschiede in der Bedeutung?

"Liefergegenstand" und "Produkt" sind im Projektmanagement beinahe Synonyme. Allerdings unterscheiden sich z.B. die Interpretationen von "externem Liefergegenstand" und "externem Produkt" gemäß PMBOK Guide und PRINCE2.
"Liefergegenstand" und "Produkt" bezeichnen im Projektmanagement völlig identisch ein im Rahmen eines Projekts zu erbringendes Ergebnis.
"Produkt" bezeichnet ausschließlich das Endprodukt des Projekts, während "Liefergegenstand" das Ergebnis eines Arbeitspakets ist. Das Produkt setzt sich somit aus mehreren Lieferergebnissen zusammen.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort A) ist richtig!
Es gibt zahlreiche Begriffe, um Arbeitsergebnisse zu bezeichnen (u.a. auch "Werk", "Leistung", "Ergebnis"). Nahezu synonym sind nur die beiden projektspezifischen Begriffe "Liefergegenstand" und "Produkt". Doch auch hier gibt es Unterschiede in der Bedeutung: Gemäß PMBOK Guide beispielsweise wird ein externer Liefergegenstand aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung geliefert, während ein externes Produkt gemäß PRINCE2 dem Projekt zur Verfügung steht, ohne dass dafür ein Arbeitspaket durchgeführt werden muss.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition und Erläuterung der Begriffe "Liefergegenstand" und "Produkt".

alle Spotlights Aktuelles Spotlight
Konflikte rechtzeitig erkennen, analysieren, aus der Welt schaffen; Mediation; Teamentwicklung

Wie gehe ich konstruktiv mit Konflikten im Projekt um?

In Projekten besteht ein grundsätzliches Konfliktpotential: die verschiedenen Stakeholder verfolgen teilweise unterschiedliche Ziele und Interessen. Zudem kennen sich die Projektbeteiligten oftmals vorher nicht – dadurch wird die Entstehung von Missverständnissen begünstigt. In diesem Spotlight erfahren Sie, wie Sie Konflikte rechtzeitig erkennen und analysieren und was Sie dafür tun müssen, um diese Konflikte aus der Welt zu schaffen. Sie lernen mit Mediation eine der wichtigsten Methoden zur Konfliktbewältigung kennen und Sie erfahren, wie diese zum Einsatz kommt. Damit Ihr Team Konflikte konstruktiv lösen kann und nach Möglichkeit bereits im Vorfeld vermeidet, erhalten Sie Anregungen, wie Sie die Teamentwicklung nachhaltig gestalten können. mehr

Was ist der Unterschied zwischen Änderungsmanagement und Veränderungsmanagement?

Änderungsmanagement betrifft technische Änderungen an Produkten, während Veränderungsmanagement die Änderungen an Projektmanagementprozessen behandelt.
Veränderungsmanagement hat Organisationsentwicklungen zum Inhalt, während Änderungsmanagement in Projekten die Behandlung von Änderungsanträgen regelt.
Änderungs- und Veränderungsmanagement bedeuten dasselbe.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B) ist richtig!
Während der englische Begriff "Change Management" in beiden Bedeutungen verwendet wird, bezieht sich der deutsche Begriff "Veränderungsmanagement" nur auf die Veränderungsprozesse in Organisationseinheiten. "Änderungsmanagement" bezeichnet eine Aufgabe des Konfigurationsmanagements.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführlichen Definitionen der Begriffe "Veränderungsmanagement" und "Änderungsmanagement".

Wenn für den Lösungsansatz eines Projekts eine Machbarkeitsstudie durchgeführt wird, was kann dabei überprüft werden?

Die technische Realisierbarkeit unter Berücksichtigung des aktuellen Stands der Technik und von Erfahrungswerten.
Die wirtschaftliche Durchführbarkeit aus Sicht der auftraggebenden Organisation.
Die juristische und organisatorische Machbarkeit hinsichtlich der vorgegebenen Rahmenbedingungen.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antworten A), B) und C) sind alle richtig! Für Inhalte, Organisation und Ablauf einer Machbarkeitsstudie gibt es keine verbindlichen Richtlinien. Der Auftraggeber einer Machbarkeitsstudie kann deshalb selbst bestimmen, was mit ihr überprüft werden soll.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definitionen des Begriffs "Machbarkeitsstudie".

Wie oft sollte man "Warum" fragen, um einem Problem auf den Grund zu gehen?

Nur einmal: Vilfredo Pareto empfahl, zunächst stets die erste erkennbare Ursache zu beseitigen, da hierbei das beste Verhältnis der Aufwände für Analyse und Problemlösung gegeben sei.
Beliebig oft: William. E. Deming vertrat die Ansicht, dass man bei einem Problem solange "Warum" fragen müsste, bis man alle möglichen Ursachen analysiert habe.
Fünfmal: Von Taiichi Ohno stammt die Erfahrungsregel, dass man fünfmal "Warum" fragen sollte, um die eigentliche Ursache eines Problems zu finden.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort C) ist richtig! Von Taiichi Ohno (1928-1990), dem Begründer des Produktionssystems von Toyota, stammt die Aussage: "Ask 'why' five times about every matter."

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definitionen des Begriffs "Fünf Warum".

In welchen Projekten benötigt man einen "Black Belt"?

Bei Six Sigma-Projekten. Die Zertifizierungen für Six Sigma werden u.a. mit "Green Belt" und "Black Belt" bezeichnet.
Bei der Anwendung von SCRUM. Der Scrum-Master wird im Jargon auch mit "Black Belt" bezeichnet.
Beim Projektmanagement nach Critical Chain. Die Engpassressource wird durch einen sog. "Black Belt" vor projektfremden Aufgaben geschützt.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort A) ist richtig! Ausbildungsabschlüsse für Six Sigma werden typischerweise in Analogie zu den Kampfsportarten mit verschiedenen Gürtelfarben bezeichnet wie "Yellow Belt", "Green Belt" oder "Black Belt". Dies sind allerdings lediglich von den jeweiligen Trainingsanbietern vergebene Zertifikate, es gibt für Six Sigma kein international einheitliches und gesichertes Zertifizierungssystem.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definitionen des Begriffs "Six Sigma".

Wofür steht "SCAMPER"?

SChedule At Minimal Project Error: Ein Methode zur möglichst präzisen Terminplanung.
Simple Classification And Measurement of Probable External Risks: Ein Methode zur Bestimmung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung von externen Risiken.
Substitute, Combine, Adapt, Modify, Put to other uses, Eliminate, Reverse: Eine Kreativitätstechnik zur Problemlösung.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort C) ist richtig! "SCAMPER" ist eine Variante der sogenannten "Osborn-Checkliste" zur kreativen Problemlösung.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie ausführliche Definitionen der Begriffe "SCAMPER" und "Osborn-Checkliste".

Was besagt Parkinsons Gesetz?

Mitarbeiter werden solange befördert, bis sie ihrer neuen Position nicht mehr gewachsen sind. Da sie aber nicht wieder in ihre alte Position zurückversetzt werden können, sitzen in den mittleren und oberen Hierarchieebenen viele nicht ausreichend qualifizierte und überforderte Führungskräfte.
Jede Arbeit dauert so lange, wie Zeit für sie zur Verfügung steht. Mitarbeiter nutzen ihre Zeitpuffer also voll aus – unabhängig davon, wie viel Aufwand die Aufgabe tatsächlich erfordert.
Familiengeführte Betriebe beschäftigen die Mitglieder bestimmter Familien über Generationen hinweg. Auf diese Weise dehnen die Eigentümer ihre Familie auf die Mitarbeiter aus; die Mitarbeiter dehnen ihre Familie auf das Unternehmen aus. Die Verbundenheit und Opferbereitschaft auf beiden Seiten ist hier sehr groß.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B) ist richtig!
Cyril Northcote Parkinson beschrieb 1958 in "The Pursuit of Progress" das nach ihm benannte Gesetz, das auch im Projektmanagement weitreichende Folgen hat: "Jede Arbeit dauert so lange, wie Zeit für sie zur Verfügung steht." Lösung A) beschreibt das Peter-Prinzip.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition des Begriffs "Parkinsons Gesetz".

Wenn sich das Projektteam im "Flow" befindet – was bedeutet dies für das Projekt?

Die Projektteammitglieder richten ihre Arbeit nicht an einem vorgegebenen Plan aus, sondern an den aktuellen Gegebenheiten und Anforderungen (im "Flow" = fließende, flexible Absprachen). Auf diese Weise können die Projektergebnisse schnell umgesetzt werden.
Das Projektteam wird optimale Ergebnisse so früh liefern, wie es technisch möglich ist, da sich alle Mitarbeiter vollständig mit ihren Aufgaben identifizieren und voller Motivation daran arbeiten.
Wenn die Teammitglieder kreative Ideen entwickeln, um die Projektaufgabe zu lösen, und dabei in den Flow geraten, dann entfernen sie sich zu weit von den Spezifikationen des Auftraggebers. Dies gefährdet die Abnahme des Projektergebnisses.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B) ist richtig!
Mit "Flow" bezeichnet man in der Psychologie einen Gefühlszustand, der dann eintritt, wenn man "ganz in einer Beschäftigung aufgeht". Geprägt wurde der Begriff "Flow" 1975 vom Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführlichen Definition des Begriffs "Flow".

Worin unterscheiden sich "Projektphase", "Projektmanagementphase" und "Managementphase eines Projekts"?

"Projektphase" bezeichnet gemäß PMBOK® Guide eine Menge von zusammengehörenden Vorgängen in einem Projekt. "Projektmanagementphase" ist ein neuer Begriff der DIN 69901-2 und bezeichnet eine Menge zusammengehöriger Projektmanagementprozesse. "Managementphase" bezeichnet bei PRINCE2 einen Projektabschnitt, der aus Managementsicht definiert wird, um das Projekt besser steuern zu können.
Die drei Begriffe bezeichnen exakt dasselbe: einen Zeitabschnitt im Projektlebenszyklus. Die Richtlinien verwenden nur verschiedene Begriffe, um sich formell voneinander zu unterscheiden.
Die kommende ISO 21500 (Guide to Project Management) differenziert die Zeitabschnitte nach der Managementebene: "Projektmanagementphase" gilt für ein Projektportfolio, "Managementphase" auf Programmebene und "Projektphase" in einem Projekt.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort A) ist richtig!
Die drei Phasenbegriffe des Projektmanagements drücken die Unterschiede in den Zeitplanungsphilosophien der verschiedenen Richtlinien aus.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführlichen Definitionen der Begriffe "Projektphase", "Projektmanagementphase" und "Managementphase".

Was findet in einem "War Room" statt?

Konfliktlösungsgespräche (z.B. Mediation). Im War Room klären Projektmitarbeiter und –beteiligte sachbezogene und persönliche Differenzen, oft mit Unterstützung eines Moderators oder eines professionellen Coaches.
Verhandlungen um Ressourcen. Falls bestimmte Ressourcen von zwei Projekten gleichzeitig benötigt werden, klären die Projektleiter und Auftraggeber im War Room, welches Projekt diese Ressourcen erhält.
Projektplanung und Besprechungen eines bestimmten Projekts. Im War Room versammeln sich die Projektmitarbeiter, um die weiteren Arbeitsschritte und Strategien zu besprechen. Manchmal kann auch die operative Arbeit an einem einzelnen Projekt hier stattfinden.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort C) ist richtig!
"War Room" ist ein (umstrittener) Ausdruck des Projektmanagement-Jargons und bezeichnet den zentralen Arbeitsraum eines Projekts. Kurzfristig wurde er sogar im PMBOK® Guide verwendet (Ausgabe 2004).

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die Definition des Begriffs "War Room".

Was bezeichnet der Begriff "Hot Standby"?

Eine Methode, um das Ausfallrisiko technischer Anlagen zu reduzieren.
Die Durchführung von Wartungsarbeiten bei großtechnischen Anlagen, ohne dass dafür die Produktion unterbrochen wird.
Bei der Abnahme im Anlagenbau stellt der Projektleiter eine Person ab, die bei Bedarf kleinere Beanstandungen des Kunden sofort beheben kann. Diese Person wird als "Hot Standby" bezeichnet.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort A) ist richtig!
"Hot Standby" bezeichnet eine Methode der Risikovorsorge bei technischen Risiken. Hierbei wird die Anlage, deren Ausfallrisiko minimiert werden soll, doppelt im sofort betriebsfertigen Zustand vorgehalten.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die Definition des Begriffs "Hot Standby".

Was umgeht man, wenn man die Fayolsche Brücke benutzt?

Die Blockade im kritischen Weg: Wurden Vorgänge gestoppt, die auf dem kritischen Weg liegen, ist der gesamte kritische Weg blockiert. Alle Vorgänge, die in den kritischen Weg münden, können deshalb ihre Ergebnisse nicht an ihre Nachfolger übergeben und kein weiterer Vorgang kann gestartet werden. Benutzt man die Fayolsche Brücke, können diese Vorgänge trotz der Blockade fortgeführt werden.
Die formalen Dienstwege in einer Linienorganisation: Wenn die Mitarbeiter nicht über die Hierarchieebenen, sondern direkt miteinander kommunizieren, benutzen sie die Fayolsche Brücke. Auf diese Weise können Informationsflüsse in einer Organisation beschleunigt werden.
Die Go/No-Go-Entscheidung zwischen zwei Projektphasen: Wenn nach Ende einer Projektphase alle Tätigkeiten gestoppt sind, um über den Start der neuen Phase zu entscheiden, können ausgewählte Tätigkeiten auch während dieses Stopps durchgeführt werden. Die Mitarbeiter benutzen die Fayolsche Brücke, um zu verhindern, dass, dass ein Phasenende zu Verzögerungen im Projektablauf führt.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B) ist richtig!
Im neunten seiner insgesamt vierzehn Managementprinizipien forderte Henri Fayol (1841-1925) einen direkten Kommunikationsweg zwischen Positionen, die über die offiziellen Dienstwege nicht direkt miteinander verbunden sind. Auf diese Weise wird ein schneller Informationsfluss gewährleistet und die Organisationseinheit handlungsfähig gemacht. Diese Verbindung wird Fayolsche Brücke oder auch Passerelle genannt.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die Definition des Begriffs "Fayolsche Brücke".

Was sieht man in einem Johari-Fenster?

Nichts, da es so etwas gar nicht gibt.
Die ganzheitliche Risikobewertung gemäß der Joint Hazard and Risk-Analysis.
Die "öffentliche Persönlichkeit", den "blinden Fleck", das "Verbergen und Vermeiden" und die "unbekannte Aktivität".

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort C) ist richtig!
Benannt nach den amerikanischen Psychologen Joe Luft und Harry Ingham ist das vierteilige "Johari-Fenster" eine grafische Darstellung der Kommunikationssituation innerhalb einer Gruppe. Es differenziert die Interaktionen zwischen den Gruppenmitgliedern nach dem Bewusstseinsgrad des Individuums und dem Bekanntheitsgrad in der Gruppe.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die Definition des Begriffs "Johari-Fenster".

Muss man eine Kick-Off-Veranstaltung durchführen und wenn ja, warum?

Man braucht keine Kick-Off-Veranstaltung, wenn man Projektauftrag, Projektplan und Projektorganisation vollständig mit den jeweils zuständigen Personen geklärt hat.
Eine Kick-Off-Veranstaltung ist obligatorischer Bestandteil der Projektplanung. Nur so können die Mitglieder des Projektteams rechtzeitig Fehler im Projektplan feststellen.
Wenn man eine Projektidee bei der Geschäftsführung durchsetzen will, muss man eine Kick-Off-Veranstaltung durchgeführen. Sie dient dazu, die Unterstützung der Stakeholder zu gewinnen.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort A) ist richtig!
Eine Kick-Off-Veranstaltung kann zwar sinnvoll sein, um z.B. die Motivation des Projektteams zu fördern. Sie darf aber nicht dazu dienen, Defizite in der Projektplanung oder des Portfoliomanagements zu kompensieren.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die Definition des Begriffs "Kick-Off-Veranstaltung".

Worin besteht "Management by Wandering Around" und welchen Sinn hat es in einem Projekt?

Der Projektleiter besucht seine Mitarbeiter täglich in deren Büros, um Anwesenheit und Projektfortschritt zu überprüfen.
Der Projektleiter besucht regelmäßig alle Stakeholder, um sie über den Projektfortschritt zu informieren und ihre Meinung zu verschiedenen Sachverhalten einzuholen. Auf diese Weise ist es möglich, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und die Unterstützung der Stakeholder für das Projekt zu gewährleisten.
Der Projektleiter besucht seine Mitarbeiter regelmäßig an deren Arbeitsplätzen. Indem er auf ihre Fragen offen antwortet und auf ihre Anliegen schnell reagiert, zeigt er, dass er ehrlich an Tätigkeit und Person seiner Mitarbeiter interessiert ist. Dadurch motiviert er das Team zu optimaler Leistung.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort C) ist richtig!
Der Begriff "Management by Wandering Around" (MBWA) wurde 1982 von Tom Peters geprägt. Er drückt aus, dass man als Führungskraft den Kontakt zu den wertschöpfenden Tätigkeiten im Unternehmen aktiv halten und gestalten muss. Insbesondere im Projektmanagement ist der regelmäßige Kontakt mit der operativen Projektabwicklung Voraussetzung für eine proaktive und zielführende Steuerung.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die Definition des Begriffs "Management by Wandering Around".

Der Projektleiter entscheidet sich aus dem Bauch heraus dafür, ein spezielles Software-Modul zur Grafikausgabe im Projekt selbst entwickeln zu lassen, obwohl es mehrere kommerziell erhältliche Produkte dafür gibt. Wie beschreibt man diese Entscheidung?

Das Not-Invented-Here-Phänomen hat wieder einmal zugeschlagen.
Eine aufwändige Make-Or-Buy-Entscheidung wurde sinnvoll abgekürzt.
Es handelt sich um einen typischen Fall von Schleichendem Funktionszuwachs (Scope Creep).

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort A) ist richtig!
Wenn ohne sorgfältige Prüfung die Eigenentwicklung dem Kauf eines externen Produkts vorgezogen wird, spricht man vom Not-Invented-Here-Phänomen. Ein Funktionszuwachs ist damit nicht notwendigerweise verbunden, meistens steigt allerdings der Arbeitsaufwand. Wenn man die Make-Or-Buy-Entscheidung in diesem Fall vermeiden will, spricht alles für den Kauf, nicht für die Eigenentwicklung.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die Definition des Begriffs "Not-Invented-Here".

Was macht ein Änderungsausschuss?

Er dokumentiert alle Änderungen, die sich während eines Projekts ergeben.
Er nimmt Änderungsanträge entgegen, analysiert sie hinsichtlich ihrer Auswirkungen und leitet sie zur Entscheidung an den Auftraggeber weiter.
Er entscheidet über Änderungsaufträge und teilt diese Entscheidungen den zuständigen Personen und Gremien mit.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort C) ist richtig!
Ein Änderungsausschuss ist ausschließlich ein Entscheidungsgremium. Weder analysiert der Änderungsausschuss die Auswirkungen von Änderungsanträgen noch dokumentiert er die Entwicklung einer Spezifikation.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die Definition des Begriffs "Änderungsausschuss".

Was hat Organisationsentwicklung (OE) mit Projektmanagement zu tun?

Projektorganisationen sind überaus dynamische Organisationen und durchlaufen deshalb beständig OE-Prozesse.
Organisationsentwicklungen sind langfristige, auf Nachhaltigkeit angelegte Veränderungsprozesse und werden deshalb meist in Projektform durchgeführt.
Organisationsentwicklung ist eine reine Aufgabe des Linienmanagements, weshalb Projektmanagement damit nichts zu tun hat.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B) ist richtig!
Organisationsentwicklungen sind auf Dauer angelegt und nicht auf kurzfristige Dynamik. Sie verändern die Organisationsstrukturen und haben dadurch Projektcharakter.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Diskussion des Begriffs "Organisationsentwicklung" und verwandter Begriffe.

Mit welcher Kennzahl würden Sie die Effektivität eines Projekts beschreiben?

Mit dem Return on Invest (ROI), da dieser angibt, ob das Projekt den erwarteten Nutzen erbracht hat.
Mit dem Schedule Performance Index (SPI), da er ein Maß für die Termintreue des Projekts ist.
Mit dem Cost Performance Index (CPI), da dieser Auskunft darüber gibt, ob das Projekt im Rahmen der Kostenplanung bleibt.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort A) ist richtig!
Im allgemeinen Management-Jargon wird mit "Effektivität" die betriebswirtschaftliche Rechtfertigung eines Projekts bezeichnet, während Termin- und Kostentreue als "Effizienz" oder auch als "Wirksamkeit" bezeichnet werden. Somit gibt der ROI am treffendsten an, ob das Projekt "effektiv" war.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Diskussion des Begriffs "Effizienz" und verwandter Begriffe..

Welche Forderung an eine Lieferung gehört nicht zu den so genannten "7 Rights" der Logistik?

Das richtige Gut in der richtigen Menge
Auf dem richtigen Weg mit dem richtigen Transportmittel
Im richtigen Zustand zu den richtigen Kosten

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B) ist richtig!
Die "7 Rights" der Logistik nach Plowman sind: Das richtige Gut, in der richtigen Menge, im richtigen Zustand, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, für den richtigen Kunden, zu den richtigen Kosten. Weg und Transportmittel liegen in der Verantwortung des Transporteurs. Er muss diese so bestimmen, dass die 7 Rights erfüllt werden.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition des Begriffs "Logistik".

Wer trägt gemäß PRINCE2 die Verantwortung dafür, dass ein Projekt den erwarteten Nutzen bewirkt?

Der Projektmanager, da er dafür verantwortlich ist, dass die Projektziele erreicht und die Produkte in der für den Business Case erforderlichen Qualität erstellt werden.
Die Qualitätssicherung, da sie letztlich über die Abnahme der Projektergebnisse entscheidet.
Der Auftraggeber, da er Eigentümer des Business Case ist und bei allen Managemententscheidungen den Business Case berücksichtigen muss.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Die richtige Antwort ist C): Der Auftraggeber.
PRINCE2 unterscheidet zwischen den Projektzielen und dem Nutzen eines Projekts. Die Projektziele liegen bei PRINCE 2 im Verantwortungsbereich des Projektleiters. Der Nutzen eines Projekts ist im Business Case beschrieben und liegt im Verantwortungsbereich des Auftraggebers. Der Nutzen ergibt sich meist erst nach dem Projekt und hängt davon ab, ob das Unternehmen die Projektergebnisse richtig einsetzt. Der Projektleiter, dessen Arbeit nach Erstellung der Projektergebnisse endet, kann somit für den Nutzen keine Verantwortung tragen.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition des Begriffs "Business Case".

Wie gehe ich vor, wenn ich ein Projekt "Top-Down" plane?

Ich plane zeitlich rückwärts vom fixen Endtermin her. Hierzu muss ich die logische Reihenfolge der Produkterstellung umkehren.
Ich lasse mir die benötigten Ressourcen zuerst von der Geschäftsführung und dann Stufe für Stufe von der jeweils darunter liegenden Führungsebene genehmigen. Dies verschafft mir Sicherheit bei der Ressourcenplanung.
Die Planung erfolgt vom Groben ins Feine. Projektbudget und Ergebnis sind dabei fest vorgegeben.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort C) ist richtig! "Top-Down"-Planung bedeutet vom Groben zunehmend ins Detail zu planen. Die Summe der Teilbudgets darf das Gesamtbudget nicht überschreiten. Im Gegensatz dazu geht die "Bottom-Up"-Planung von den Details aus. Das Gesamtbudget ergibt sich als Summe der Teilbudgets.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition der Begriffe "Top-Down" und "Bottom-Up".

In welcher Branche gibt es das Berufsbild des Projektsteuerers und das Leistungsbild der Projektsteuerung?

In der Informationstechnologie, definiert im ITIL-Element "Geschäftssicht"
In der Bau- und Immobilienbranche, definiert in der HOAI §31 und der AHO-Schrift 9.
In der Automobilindustrie, definiert in VDA 4.3: "Sicherung der Qualität vor Serieneinsatz – Projektplanung"

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B) ist richtig! Der Begriff der Projektsteuerung wird in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) in § 31 verwendet. In der Bau- und Immobilienbranche sind die Begriffe "Projektsteuerer" und "Projektsteuerung" anstelle "Projektmanager" und "Projektmanagement" weit verbreitet.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition der Begriffe "Projektsteuerer" und "Projektsteuerung".

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