Quiz-Fragen 2010

Was ist ein "RAG-Indicator"?

"RAG" ist die englische Abkürzung für die Ampelfarben "Red, Amber, Green". Ein "RAG-Indicator" ist also eine Statusanzeige in Ampelform.
Der "RAG-Indicator" (= "Requests After Goal") gibt bei der SW-Entwicklungsmethode Scrum an, wie viele der User Stories im Projekt nicht erfüllt werden konnten.
Dies ist eine Kennzahl aus dem Risikomanagement und bedeutet "Risk Amplitude Gain". Sie beschreibt die Zunahme des Gesamtrisikos eines Projekts bei der Bewertung von Änderungsanträgen.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort A) ist richtig! Die Statusanzeige in Ampelfunktion dient der schnellen Orientierung für das Management, z.B. bei Projektlisten in Portfolios.

Nähere Informationen finden Sie im Glossar unter "Ampelfunktion"

Im "House of Quality" können Sie die "VoC" finden. Was bedeutet dies?

Die Ergebnisse von Qualitätsprüfungen, die "Voice of Controller".
Die Leistungsmerkmale eines Projektergebnisses, die "Voice of Contractor".
Eine priorisierte Liste von Kundenanforderungen, die "Voice of Customer".

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort C) ist richtig! Das "House of Quality" (HoQ) ist die Visualisierung der Methode "Quality Function Deployment". Im HoQ werden die Kundenanforderungen für ein Produkt oder eine Dienstleistung in einer priorisierten Liste aufgeführt, diese Liste wird auch "Voice of Customer" genannt.

Nähere Informationen finden Sie im Glossar unter "House of Quality"

alle Spotlights Aktuelles Spotlight
Konflikte rechtzeitig erkennen, analysieren, aus der Welt schaffen; Mediation; Teamentwicklung

Wie gehe ich konstruktiv mit Konflikten im Projekt um?

In Projekten besteht ein grundsätzliches Konfliktpotential: die verschiedenen Stakeholder verfolgen teilweise unterschiedliche Ziele und Interessen. Zudem kennen sich die Projektbeteiligten oftmals vorher nicht – dadurch wird die Entstehung von Missverständnissen begünstigt. In diesem Spotlight erfahren Sie, wie Sie Konflikte rechtzeitig erkennen und analysieren und was Sie dafür tun müssen, um diese Konflikte aus der Welt zu schaffen. Sie lernen mit Mediation eine der wichtigsten Methoden zur Konfliktbewältigung kennen und Sie erfahren, wie diese zum Einsatz kommt. Damit Ihr Team Konflikte konstruktiv lösen kann und nach Möglichkeit bereits im Vorfeld vermeidet, erhalten Sie Anregungen, wie Sie die Teamentwicklung nachhaltig gestalten können. mehr

Was macht ein Projektteam, das den "DMAIC"-Prozess anwendet?

Es erstellt einen einfachen Projektplan. Hierzu definiert das Team zunächst Meilensteine und Aktivitäten (define milestones and activities) und identifiziert auf dieser Basis die Kosten (identify costs).
Die Mitglieder eines Projektteams definieren (define) Inhalt und Ziel einer Prozessoptimierung. Sie messen (measure) die Leistung des Ist-Zustandes und analysieren (analyze) die so erhaltenen Daten, um Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen. Diese setzen sie anschließen um (improve) und überprüfen (control) den neuen Prozess, ob die Verbesserung tatsächlich eingetreten ist.
Es lässt eine Leistung für das Projekt durch einen externen Lieferanten erstellen. Dafür vergibt es den Auftrag (delegate deliverable), begleitet dessen Durchführung (manage delivery) und nimmt das Ergebnis ab (approve deliverable). Anschließend integriert es das gelieferte Ergebnis in die Konfiguration des Projekts (integrate in configuration)."

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B) ist richtig! "DMAIC" steht für "define, measure, analyze, improve und control". Der DMAIC-Prozess ist zentrales Vorgehen bei Six Sigma und Lean Sigma.

Nähere Informationen über den DMAIC-Prozess finden Sie im Artikel "Prozesse und Qualität im Griff. Lean Sigma – Grundzüge und Nutzen"

Was geschieht, wenn ein Projektteam die "Methode 635" anwendet?

Sie teilen das Projekt in sechs Phasen und fünf dazwischen liegende Meilensteine ein. In jeder Phase laufen diese drei Projektmanagementprozesse ab: Steuerung der Produkterstellung, Abnahme des Produkts und Planung der nächsten Phase.
Sechs Personen notieren jeweils drei Ideen auf einem Zettel, wofür sie fünf Minuten Zeit haben. Anschließend geben sie den Zettel zum Nachbarn und eine neue Runde beginnt.
Sie identifizieren die sechs wichtigsten Risiken. Für jedes Risiko definieren sie drei Gegenmaßnahmen. Die anschließend ermittelte Wahrscheinlichkeit, dass eines dieser Risiken eintritt, darf maximal fünf Prozent betragen.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B) ist richtig! Die "Methode 635" ist eine Kreativitätstechnik zur Ideenfindung in Kleingruppen.

Nähere Informationen finden Sie im Glossar unter "Methode 635" .

Wann sagt man zu einem Projektergebnis "Liefergegenstand", "Leistung", "Produkt" oder "Werk"?

"Liefergegenstand" bedeutet, dass das Ergebnis tatsächlich dem Auftraggeber physikalisch übergeben (geliefert) werden muss. "Leistung" bedeutet, dass noch keine Abnahme erfolgt ist. "Produkt" bezieht sich ausschließlich auf materielle Ergebnisse, wie z.B. nicht auf Dienstleistungen. "Werk" ist ausschließlich das Endprodukt des Projekts.
Es gibt keine exakte Differenzierung der Begriffe. "Liefergegenstand" wird im PMBOK Guide und der DIN 69901-5 verwendet. "Leistung" entspricht der betriebswirtschaftlichen Sichtweise. "Produkt" entspricht der Nomenklatur von PRINCE2. "Werk" ist der allgemeinste, nicht auf Projekte beschränkte Ausdruck, wie er z.B. im BGB verwendet wird.
Den Begriff "Liefergegenstand" gibt es offiziell gar nicht, er ist PM-Jargon. "Leistung" bedeutet, dass ein Unterauftragnehmer mit der Erstellung des Ergebnisses beauftragt wurde. "Produkt" bezeichnet ausschließlich Projektergebnisse, die vom Product Life Cycle Management des Unternehmens verwaltet werden. "Werk" ist ein veralteter deutscher Begriff, der nicht mehr verwendet werden sollte.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B) ist richtig! Die falschen Erklärungen in den Antworten A) und C) beruhen auf in der Praxis anzutreffenden Missverständnissen.

Nähere Informationen finden Sie im Glossar unter "Liefergegenstand".

Was kann alles Ergebnis einer Aufwandsschätzung sein?

Eine Prognose über Ressourcenbedarf, Kosten und Dauer, um eine Aufgabe durchzuführen oder ein Produkt zu erstellen.
Eine ungefähre Terminangabe für die Lieferung eines Produkts oder Erledigung einer Aufgabe.
Eine Abschätzung des bisher geleisteten Arbeitsaufwands und des damit erreichten Fertigstellungsgrads für einen laufenden Vorgang.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort A) ist richtig! Weder eine Terminangabe noch ein Ist-Wert können Ergebnis einer Aufwandsschätzung sein. Eine Aufwandsschätzung liefert ausschließlich Prognosen über zu erwartende, zukünftige Aufwände.

Nähere Informationen finden Sie im Glossar unter "Aufwandsschätzung".

Wozu dient eine RACI-Matrix?

Zur Kalkulation von Risiko-Folgekosten. Die Abkürzung RACI steht dabei für "Risk and Cost Integration".
Zur Definition von Verantwortlichkeiten innerhalb eines Projekts. Die Abkürzung RACI steht dabei für "Responsible, Accountable, Consulted, Informed".
Zur Identifikation von Produkten im Rahmen des Konfigurationsmanagements. Die Abkürzung RACI steht dabei für "Range of Articles Configuration Identification".

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B) ist richtig! Mit einer RACI-Matrix kann der Projektleiter übersichtlich und verständlich auflisten, wer bei einer bestimmten Aufgabe welche Verantwortlichkeit hat.

Nähere Informationen finden Sie im Glossar unter "RACI-Matrix" sowie in dem Artikel "Tipp: Die RACI-Matrix als einfacher Kommunikationsplan".

Mit welchen Maßnahmen kann man schleichenden Funktionszuwachs u.a. vermeiden?

Formelles Änderungsmanagement und Konfigurationsmanagement verhindern, dass der Funktionsumfang ohne Berücksichtigung der Auswirkungen auf Zeit und Kosten anwächst.
Ein möglichst früher Projektbeginn, noch bevor alle Anforderungen definiert sind oder ein Lastenheft vorliegt, bewirkt, dass später formulierte Anforderungen nicht mehr realisiert werden können, da das Projekt bereits zu weit fortgeschritten ist.
Eine besonders detaillierte Terminplanung, in der für die Erstellung jedes kleinen Zwischenprodukts ein eigener Vorgang definiert wird, fixiert den geplanten Funktionsumfang auf operativer Ebene. Neue Anforderungen können dann in den Projektablauf nur durch bewusste Neuplanung integriert werden.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort A) ist richtig! Wenn hingegen nicht einmal alle Anforderungen definiert sind, bevor das Projekt beginnt (Antwort B), ist der schleichende Funktionszuwachs vorprogrammiert. Eine genaue Terminplanung (Antwort C) hindert niemanden daran, den Funktionsumfang schrittweise auszuweiten.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition und Erläuterung des Begriffs "Schleichender Funktionszuwachs".

Der Begriff "Projekt" leitet sich aus dem Lateinischen ab. Was ist seine ursprüngliche Bedeutung?

"Projekt" leitet sich ab von "pro obiectum", was in etwa mit "für das Ziel" übersetzt werden kann. Die beiden Worte wurden im Mittelalter zusammengezogen. Durch Verschleifung der Aussprache entstand daraus "proiectum".
"Projekt" leitet sich ab von "proicere" (proicio, proieci, proiectum), das "vor-, weg-, niederwerfen" bedeutet. "Proiectum" heißt somit das "nach vorne Geworfene". Das von proicere abgeleitete Adjektiv proiectus bedeutet "vorstehend, herausragend".
"Projekt" leitet sich ab von "provehere" (proveho, provexi, provectum), das "vorwärtsbringen, vorwärtsführen" bedeutet. Aus "provectum" (dt.: das Vorangebrachte) wurde in der lateinischen Kurznotation mittelalterlicher Verträge und Gerichtsakten aus dem "v" ein "i".

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B) ist richtig!

Mittlerweile besitzt das Wort Projekt aber viele Facetten, die Sie in der ausführlichen Definition und Erläuterung des Begriffs "Projekt".

Wie nennt man bei der agilen Projektmanagement-Methode Scrum, die meist in Software-Projekten angewendet wird, die ein- bis vierwöchigen Entwicklungszyklen?

Walk-Through
Run
Sprint

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort C ist richtig!
In einem Sprint setzt das Team einen bestimmten Umfang der Kundenanforderungen um. Nach jedem Sprint wird die Software dem Kunden präsentiert, um frühzeitig auf eventuelle Änderungswünsche reagieren zu können. Dann folgt ein neuer Sprint, um die nächsten Anforderungen in der Software umzusetzen.

Weitere Informationen zu Scrum finden Sie in dem Beitrag "Agiles Projektmanagement. Scrum – eine Einführung".

Mit Bauchentscheidungen kann man bessere Problemlösungen finden als mit gut überlegten Entscheidungen. Welche Personen haben besonders gute Chancen, dass ihre Bauchentscheidung die bessere Lösung ist?

Experten mit viel Erfahrung auf dem Gebiet, in dem eine Entscheidung gefällt werden muss.
Frauen, da sie im Durchschnitt über mehr Intuition verfügen als Männer.
Fachliche Laien, da sie unbelastet sind und leichter spontan entscheiden können.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort A ist richtig!
Nach den Erkenntnissen des Psychologen Prof. Gerd Gigerenzer, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, dürfen insbesondere Fachexperten auf ihr Bauchgefühl vertrauen. Mit ihrem Spontanurteil liegen sie meist besser, als wenn sie in einer langen Diskussion eine Lösung erarbeiten. Deshalb sollte man Meetings mit Experten kurz halten. "Wenn man Experten zu viel Zeit lässt, wird das Thema zerredet oder zerdacht", so Gigerenzer. "Das kennt man aus vielen Gremien, hier bleibt am Ende nur die dritt- oder viertbeste Handlungsalternative übrig."

Weitere Informationen zu Bauch- und Kopfentscheidungen finden Sie in dem Beitrag "Interview mit Prof. Gerd Gigerenzer. 'Am Ende muss man sich auf seinen Bauch verlassen'".

Wofür dient Open Space Technology?

Bei der Ablaufplanung wird Open Space Technology verwendet, wenn kein fester Endtermin vorgegeben ist.
Open Space Technology ist eine Moderationsmethode für Großgruppen.
In der Software-Entwicklung wird die Open Space Technology eingesetzt, um plattformunabhängige Programme zu entwickeln.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B ist richtig!
Der Organisationsberater Harrison Owen entwickelte Anfang der 80er Jahre die Open Space Technology (OST) als eine Moderationsmethode für Großgruppenprozesse.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition und Erläuterung des Begriffs "Open Space Technology".

Welches der folgenden Ereignisse sollte für den Projektleiter Anlass sein, nach möglichen Risiken zu suchen?

Die Unternehmensführung hat beschlossen, den Projektmanagement-Reifegrad zu erhöhen.
Ein wichtiger Mitarbeiter hat einen schweren Unfall und wird mindestens sechs Wochen lang ausfallen.
In der Teeküche tönt ein Teammitglied: Ich wette, dass unser Projekt mindestens zwei Monate Verspätung haben wird und das Budget um 20% überzieht!

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort A ist richtig!
Die Erhöhung des Reifegrads erfordert erhebliche Aufwände und verändert Projektmanagement-Prozesse. Deshalb können laufende Projekte dadurch zunächst verzögert werden. Hingegen braucht für den Mitarbeiterausfall kein Risiko mehr definiert werden, da die Situation ja schon eingetreten ist. Die demotivierende Aussage eines Teammitglieds ist Anlass, sofort ein persönliches Gespräch mit ihm zu führen, nicht aber ein Risiko zu definieren.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition und Erläuterung des Begriffs "Projektrisiko".

Wie nennt man die Methode, bei der sich Kollegen gegenseitig ohne professionelle Unterstützung beraten?

Supervision
Coaching
Intervision

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort C ist richtig!
Intervision ist eine Beratungsform, die ohne professionellen Berater bzw. Coach auskommt. Die Methode wird auch als "kollegiale Fallberatung" bezeichnet, da ausschließlich Arbeitskollegen die Beratung durchführen und leiten. Eine Intervision eignet sich beispielsweise besonders, wenn der Arbeitgeber kein professionelles Coaching zahlt oder wenn in regelmäßigen Abständen ein kleinerer Beratungsbedarf besteht.

Weitere Informationen zur Intervision finden Sie in dem Beitrag "Intervision: Wirkungsvolle Beratung ohne professionellen Berater".

Welche der folgenden Anforderungen zählt nicht zu den sogenannten nicht-funktionalen Anforderungen?

Die Antwortzeit auf die Datenbankabfrage darf maximal 2 Sekunden betragen.
Die Datenbankabfrage muss verschiedene Sortierungsmöglichkeiten (chronologisch, alphabetisch, jeweils auf- und absteigend) bieten.
Das Ergebnis der Datenbankabfrage muss tabellarisch präsentiert werden. Die Schriftgröße der Tabelle muss mindestens 10 Punkt betragen.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B ist richtig!
Weder geforderte Antwortzeiten noch Formatdefinitionen sind funktionale Anforderungen, auch wenn sie unter Umständen Einfluss auf die Ausarbeitung von Funktionen haben. Geforderte Sortierungsmöglichkeiten sind hingegen technische Funktionen einer Datenbankabfrage.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition und Erläuterung des Begriffs "Nicht-funktionale Anforderung".

Welches der folgenden Systeme gibt es in der Organisationslehre?

Funktionsmeistersystem
Positionsexpertensystem
Stabstellenreferentensystem

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort A ist richtig!
Frederick Winslow Taylor entwarf das Funktionsmeistersystem als Führungssystem in einer arbeitsteiligen Produktion. Taylor führte zu Beginn der Industrialisierung die Arbeitsteilung ein und konnte damit sehr hohe Produktivitätssteigerungen erzielen.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition und Erläuterung des Begriffs "Funktionsmeistersystem".

Unter welchem gravierenden Problem litt der Bau des Panamakanals (Projektdauer 1880-1914) insbesondere in seiner Anfangsphase?

Die Projektleitung wechselte ständig.
Tropenkrankheiten
Politische Unstimmigkeiten bezüglich des genauen Kanalverlaufs.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B ist richtig!
Viele Arbeiter erkrankten an Gelbfieber und Malaria, etwa 20.000 starben daran.

Weitere Informationen zum Bau des Panamakanals sowie zu anderen Großprojekten finden Sie in dem Beitrag "Top oder Flop? Eine Bewertung historischer Großprojekte aus heutiger Sicht" von Wolfgang Stalder.

Was sind Elemente der Projektstruktur gemäß DIN 69901?

Lieferobjekte, Ressourcen und Kostenstellen
Phasen, Arbeitspakete und Meilensteine
Teilprojekte, Arbeitspakete und Vorgänge

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort C ist richtig!
Die DIN 69901 fasst den Begriff "Projektstruktur" sehr eng auf als Gliederung des Projekts nach Aktivitäten, d.h. Teilprojekte, Arbeitspakete und Vorgänge. PMBOK® Guide, ICB 3.0 und PRINCE2 interpretieren den Strukturbegriff umfassender.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition und Erläuterung des Begriffs "Projektstruktur".

Was ist der Unterschied zwischen echten und unechten Gemeinkosten?

Zur Unterscheidung zwischen Projektkalkulation und Unternehmensbuchführung werden Gemeinkosten in Projektkalkulationen als "unecht" bezeichnet. Echte Gemeinkosten sind in der Unternehmensbuchhaltung erfasst.
Unechte Gemeinkosten sind lediglich kalkulatorische Gemeinkosten, die keine Auswirkung auf den Cashflow haben. Hinter echten Gemeinkosten stehen dagegen reale Zahlungsflüsse.
Bei echten Gemeinkosten ist keine verursachergerechte Zuordnung möglich. Bei unechten Gemeinkosten wäre dies zwar möglich, findet aber nicht statt, da der Aufwand dafür zu hoch wäre.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort C ist richtig!
Während bei echten Gemeinkosten (z.B. Gehälter von Geschäftsführern) tatsächlich keine verursachergerechte Zuordnung möglich ist, findet diese Zuordnung bei unechten Gemeinkosten (z.B. Papierverbrauch) lediglich nicht statt, da der Aufwand dafür zu hoch wäre.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition und Erläuterung des Begriffs "Gemeinkosten".

Es gibt viele Arten zu managen. Aber welche der folgenden drei Management-Arten gibt es nicht?

"Management by Exception". Hierbei übt der Projektleiter/Manager Führung nur in Ausnahmefällen aus, nämlich wenn die untere Ebene dies explizit anfordert und eine Sachfrage nach oben eskaliert.
"Management by High Performers". Hierbei sammelt der Projektleiter/Manager die qualifiziertesten Mitarbeiter um sich, um gemeinsam mit ihnen kritische oder anspruchsvolle Projekte oder Aufgaben möglichst gut und schnell zu bearbeiten.
"Management by Wandering Around". Hierbei pflegt der Projektleiter/Manager den persönlichen Kontakt zu seinen Mitarbeitern und ist auch dort anzutreffen, wo man ihn möglicherweise nicht vermutet, zum Beispiel in der Produktionshalle oder am Schreibtisch seiner Teammitglieder.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort B ist richtig!
Den Begriff "Management by High Performers" gibt es offiziell nicht. Die anderen beiden Management-Arten sind in der Literatur beschrieben: Der Begriff "Management by Wandering Around" wurde 1982 von Tom Peters geprägt. "Management by Exception" erfordert eine durchdachte Organisation, in der jeder Mitarbeiter mit den notwendigen Befugnissen ausgestattet ist, um eigenständig arbeiten zu können.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition und Erläuterung der Begriffe "Management bei Exception" und "Management by Wandering Around".

Meilensteine sind jedem Projektleiter bekannt – aber wissen Sie, welche der folgenden Aussagen falsch ist?

Bei PRINCE2 werden Meilensteine erst nach dem Erstellen des Terminplans in diesen eingetragen.
Gemäß DIN 69901-2 und gemäß PMBOK Guide werden die Meilensteine vor Erstellung des Terminplans definiert.
Die ICB 3.0 lehnt Meilensteine zur Erstellung eines Terminplans grundsätzlich ab.

Lösung


Leider ist Ihre Antwort falsch!

Antwort C ist richtig, d.h. diese Aussage ist falsch!
Auch wenn die ICB 3.0 als mögliche Prozessschritte bei der Terminplanung nicht explizit die Definition von Meilensteinen aufführt, so nennt sie die Verwendung von Meilensteinen dennoch im Zusammenhang mit Projektphasen und Terminzielen.

Im Glossar des Projekt Magazins finden Sie die ausführliche Definition und Erläuterung des Begriffs "Meilenstein".

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