Akademische Höchstleistungen im Projektmanagement

(26.10.2016)

Traditionell zum PM Forum ehrt die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. die besten studentischen Abschlussarbeiten im Fachbereich Projektmanagement. Drei Nachwuchstalente nahmen am 18. Oktober den Deutschen Studienpreis Projektmanagement 2016 in Nürnberg entgegen. Die Themen der diesjährigen Bewerbungen spiegeln nicht nur die inhaltlichen Interessen des akademischen Nachwuchses, sondern auch die gegenwärtigen Trends im Projektmanagement wider: „In den letzten Jahren beobachten wir, dass die Bereiche ‚Agiles Projektmanagement‘ sowie die Erfolgsfaktoren-Forschung besonders gefragt sind. Mit Blick auf die unterschiedlichen Branchen beschäftigen sich besonders viele Arbeiten mit den Themen Bauindustrie sowie IT“, resümiert Prof. Dr. Yvonne Schoper, Juryleitung Deutscher Studienpreis Projektmanagement und Mitglied des Präsidialrates der GPM.

Ob spätere Führungsposition in der Industrie, Hochschul-Professur oder feste Größe in der GPM Community: Die Auszeichnung mit dem Studienpreis der GPM stellt nicht selten das Sprungbrett für eine Karriere im Projektmanagement dar. Auch in diesem Jahr bewarben sich wieder rund zwei Dutzend Absolventen. Aus den durchweg sehr guten Bewerbungen wählte die hochkarätig besetzte Jury je eine herausragende Doktor-, Master- und Bachelorarbeit für den Studienpreis aus.

Projektmanagement-Talente 2016
Welche Faktoren im Unternehmen beeinflussen die Wechselwilligkeit und das Kommunikationsverhalten von Projektmanagern? In seiner Dissertation „Retaining Project Managers and Enforcing Their Voice“ verbindet Dr. Bastian Ekrot überzeugend Theorien aus Projektmanagement, Human Ressources und Organisationsverhalten, um aufzuzeigen, wie das Verhalten und die Leistungsfähigkeit von Projektmanagern durch die Arbeitsbedingungen positiv wie negativ beeinflusst werden.

Das Beste aus zwei Welten verbindet Dominic Lindner in seiner Masterarbeit „Agile in the Waterfall World – Koordination von agilen Softwaredienstleistern mit wasserfalltypischen Kunden in großen Softwareprojekten“. Er wird für sein Konzept ausgezeichnet, das konservative und agile Methoden zu einem hybriden Prozess kombiniert und damit zu Arbeitsverbesserungen in den dafür angewandten Fallstudien führte.

Um Sein oder Nichtsein geht es in der Bachelorarbeit von Artur Philipp. Was heißt eigentlich „agil“? Und sind Teams zwangsläufig agil, nur weil sie agile Methoden nutzen? Diese Frage verneint seine Arbeit „Maturity Model for Agile Software Development Teams“ und stellt stattdessen ein Reifegradmodell vor, das branchen- und fachgebietsübergeifend Agilität in Unternehmen bewerten kann.

 

Info: GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. - www.gpm-ipma.de
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