Witz

Das Projektmanagement-Camp

Mit Hilfe des vom Projekt Magazin entwickelten Assessment-Centers "Das Projektmanagement-Camp" können Personalmanager künftig leicht herausfinden, welche Mitarbeiter sich für welche Rolle im Projekt am besten eignen.

Benötigt werden dafür lediglich ein normal ausgestatteter Besprechungsraum (Tische, Stühle, Whiteboard) und ca. 500 Holzspielklötze in verschiedenen Farben und Formen. Die zu beurteilenden Mitarbeiter werden in den Raum gebeten und erhalten den Auftrag, das zu tun, was sie für richtig halten. Der Assessor beobachtet die Teilnehmer dann eine Stunde lang und kann anschließend anhand der folgenden Verhaltensmuster die Projektrollen verteilen:

Geborene Controller zählen während des Assessments die Klötze mindestens viermal und werden hysterisch, wenn sie dabei unterschiedliche Ergebnisse herausbekommen. Um die Probanden daraufhin zu testen, sollte der Assessor vor der zweiten Zählung heimlich einige Klötze entfernen.

Mitarbeiter, die sich zum Konfigurationsmanager eignen, nehmen den anderen Teilnehmern beständig Klötze weg und sortieren sie sorgfältig nach Farben und Formen. Auch werfen sie den anderen vor, ständig die mühsam hergestellte Ordnung durcheinanderzubringen.

Als Qualitätsmanager sollten diejenigen in Betracht gezogen werden, die angestoßene oder verkratzte Klötze aussortieren und danach damit beginnen, alle anderen Klötze genauso zu beschädigen, damit alle Klötze dieselbe Qualität haben. Für jedes neue Assessment sollten daher mindestens 10% der Klötze durch neue ersetzt werden.

Wenn das Unternehmen risikofreudig ist, dann eigenen die Mitarbeiter als Risikomanager, die die einzelnen Klötze solange übereinander türmen, bis sie von selbst wieder einstürzen. Bei risikoscheuen Unternehmen sollten dagegen diejenigen Mitarbeiter als Risikomanager gewählt werden, die den "Konfigurationsmanagern" beim Wegräumen der Klötze helfen, um Verletzungsgefahren zu vermeiden.

Für die Projektassistenz qualifizieren sich diejenigen, welche die Holzklötze wieder aufheben, die im Streit zwischen "Konfigurationsmanagern" und anderen Teilnehmern vom Tisch gefallen sind. Falls erforderlich, kann der Assessor selbst heimlich einige Klötze auf den Boden fallen lassen.

Geeignete Kandidaten für den Lenkungsausschuss setzen sich in einem Stuhlkreis zusammen und diskutieren darüber, was mit den Klötzen getan werden könnte. Zudem verlangen sie von den anderen Teilnehmern beständig Berichte über den Status der Klötze.

Begabung als Projektleiter beweist, wer es schafft, die künftigen Konfigurationsmanager, Qualitätsmanager und Risikomanager an einem separaten Tisch mit einigen Klötzen dauerhaft zu beschäftigen, den Controller damit beauftragt, diese zu überwachen, und den Mitgliedern des Lenkungsausschusses geduldig immer wieder erklärt, warum die Holzklötze so zusammengestellt wurden und dass alles im grünen Bereich ist. Nebenbei baut er zusammen mit der künftigen Projektassistenz ein Modell für den Erweiterungsbau des Unternehmens. Am Schluss des Assessments bedankt er sich bei allen für die konstruktive Unterstützung des Projekts.

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