Witz

Halbe Sachen

Die kleine Schweizer Gemeinde Schneeli, die im Wintersportgebiet liegt, hat endlich einen Investor für ihr Seilbahnprojekt gefunden. Dieser schickt einen Controller, einen Immobilienentwickler und einen Rechtsanwalt in das idyllische Bergdorf, um die Rentabilität des Projekts zu beurteilen. Der Bürgermeister von Schneeli präsentiert mit viel Überzeugungskraft den Vertretern des Investors die Vorzüge einer weiteren Seilbahn direkt zum Gipfel des Hausberges. Mit dabei ist der Projektleiter der Baufirma, die den Bau der Seilbahn übernehmen will.

Nach intensiver Diskussion, schließlich führen bereits zwei Seilbahnen von anderen Gemeinden aus ins Skigebiet, erklären sich die Vertreter des Investors schließlich bereit, zumindest eine weitere Seilbahn bis zur bestehenden Mittelstation zu finanzieren. Danach brausen sie mit ihrer Limousine davon.

Der Bürgermeister lädt den Projektleiter noch zum Mittagessen in die Dorfschenke ein. Dort angekommen ruft er laut: "Das müssen wir feiern, wir haben die Seilbahn! Ein Freibier für alle!"

Der Projektleiter wundert sich und fragt ihn: "Warum freuen Sie sich so? Sie wollten doch eine Seilbahn bis zum Gipfel und haben bloß erreicht, dass eine Seilbahn bis zur Mittelstation gebaut wird?"

Darauf der Bürgermeister verschmitzt: "Was sollen wir mit einer Seilbahn bis zum Gipfel? Die verschandelt doch nur die Gegend! Wir wollten bloß, dass unsere Übernachtungsgäste zur Mittelstation fahren können. Man muss manchmal das Doppelte von dem fordern, was man haben will – sonst bekommt man gar nichts!"

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