Interview mit Reinhard Wagner, Präsident der IPMA

Eine Welt, in der alle Projekte erfolgreich sind

Die International Project Management Association (IPMA) ist ein Dachverband, dem fast 60 nationale Projektmanagement-Verbände aus aller Welt angehören. Sie zählt zu den drei großen internationalen Herausgebern von PM-Personenzertifizierungen. Das Projekt Magazin sprach mit Reinhard Wagner, der Ende September 2014 zum Präsidenten der IPMA gewählt wurde, über die Strategie der IPMA und deren Vision: "Promoting competence throughout society to enable a world in which all projects succeed".

Interview mit Reinhard Wagner, Präsident der IPMA

Eine Welt, in der alle Projekte erfolgreich sind

Die International Project Management Association (IPMA) ist ein Dachverband, dem fast 60 nationale Projektmanagement-Verbände aus aller Welt angehören. Sie zählt zu den drei großen internationalen Herausgebern von PM-Personenzertifizierungen. Das Projekt Magazin sprach mit Reinhard Wagner, der Ende September 2014 zum Präsidenten der IPMA gewählt wurde, über die Strategie der IPMA und deren Vision: "Promoting competence throughout society to enable a world in which all projects succeed".

Die International Project Management Association (IPMA) ist ein Dachverband nationaler Fachverbände für Projektmanagement. Die IPMA wurde 1965 mit Sitz in der Schweiz gegründet und ist damit der älteste Verband für Projektmanagement. Derzeit zählen fast 60 nationale PM-Gesellschaften aus Ländern aller Kontinente zu ihren Mitgliedern, zu ihnen gehören die GPM, Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement, die P-M-A, Projektmanagement Austria und die SPM, Schweizer Gesellschaft für Projektmanagement. Die IPMA ist neben dem US-amerikanischen Project Management Institute und der britischen AXELOS Ltd. einer der drei großen, internationalen Herausgeber von Personenzertifizierungen im Projektmanagement. Basis der Zertifizierungen nach IPMA ist die sog. IPMA Competence Baseline (ICB), die jede nationale Mitgliedsgesellschaft innerhalb bestimmter Grenzen in Form einer National Competence Baseline an ihre Anforderungen anpassen kann.

Dieses Jahr übernimmt nach Roland Gutsch und Klaus Pannenbäcker zum dritten Mal ein Mitglied aus Deutschland den Vorsitz: Reinhard Wagner, der gleichzeitig auch Vorstandsvorsitzender der GPM ist, wurde Ende September für eine dreijährige Amtszeit zum Präsidenten der IPMA gewählt. Das Projekt Magazin hatte im Rahmen des diesjährigen PM-Forums in Nürnberg Gelegenheit, mit Reinhard Wagner über seine Vorhaben in seiner neuen Rolle und die Strategie der IPMA zu sprechen.

Reinhard Wagner

Frances Scarff Reinhard Wagner ist Vorstandsvorsitzender der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. sowie Präsident der IPMA International Project Management Association.

In den letzten Jahren hat Reinhard Wagner sich maßgeblich für die Weiterentwicklung des Projektmanagements engagiert, u.a. bei der Entwicklung von nationalen Normen (u.a. DIN 69901) und Standards (u.a. V-Modell XT) sowie internationalen Normen (u.a. ISO 21500) und Standards (u.a. IPMA OCB®).

Projekt Magazin: Herr Wagner, zunächst herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl zum Präsidenten der IPMA! Was hat Sie dazu motiviert, in die Fußstapfen von Roland Gutsch zu treten, dem 2009 verstorbenen Gründungsvater der IPMA?

Reinhard Wagner: Im Projektmanagement spielt zunehmend die Musik auf der internationalen Bühne. Da nicht nur im Orchester zu sitzen, sondern als Dirigent den Takt vorzugeben ist eine herausfordernde Aufgabe und gleichzeitig eine große Chance für Deutschland, Einfluss zu nehmen.

Projekt Magazin: Nicht nur die GPM, sondern auch die IPMA hat vor kurzem eine "Strategie 2020" erarbeitet. Was sind die wichtigsten Ziele, die die IPMA in den nächsten Jahren verfolgt?

Reinhard Wagner: Bei der strategischen Neuausrichtung der IPMA stand insbesondere die Frage im Raum, welche Rolle die IPMA international spielen möchte und wie sie sich von anderen Organisationen, wie z.B. dem PMI differenzieren möchte. Da die IPMA weiter wächst, insbesondere in den Ländern Südamerikas und Süd-Ost-Asiens, war es an der Zeit, sich Gedanken über eine solche strategische Neuausrichtung zu machen.

Werte wie Diversität, Konsens und gegenseitiger Respekt stehen bei der Neuausrichtung an vorderster Stelle. Denn die IPMA versteht sich als lebendiges Netzwerk von PM-Gesellschaften, das dezentral und regional organisiert ist. Als ihre Mission sieht es die IPMA an, aus der Vielfalt des IPMA-Netzwerks einen konkreten Nutzen für die Profession zu schaffen. Denn durch die Zusammenarbeit der Gesellschaften in fast 60 Ländern werden Synergien möglich, die allein nur schwer zu realisieren sind.

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