Ausgabe 13/2020

Immer wird uns das Vertrauen eines der größten, 
seltensten und beglückendsten Geschenke 
menschlichen Zusammenlebens bleiben. 

Dietrich Bonhoeffer (1906 - 1945),  
Theologe, Humanist und Widerstandskämpfer 

Liebe Leserinnen und Leser,

die Hälfte des Jahres 2020 ist nun verstrichen und bereits jetzt wissen wir, dass es uns im Gedächtnis bleiben wird als eine Disruption – im guten, wie im schlechten Sinne.  

Unser Ur-Vertrauen in das, was wir als Normalität erachteten, ist erschüttert worden. Die "neue Normalität" hat uns ereilt. Äußere Einflüsse (z.B. die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Pandemie), gesellschaftliche Missstände (z.B. durch die Black Lives Matter-Bewegung ins allgemeine Bewusstsein gerufen) und persönliche Schicksalsschläge (z.B. der Verlust des Arbeitsplatzes oder gar eines geliebten Menschen) haben uns erschüttert. Und damit auch unser Vertrauen.  

Andererseits werden zunehmend positive Auswirkungen dieser Disruption gepriesen: Digitalisierungsschub, Chancen zur nachhaltigen Neuorientierung der Wirtschaft und nicht zuletzt neue gesellschaftliche Bewegungen, die von Verantwortung und Solidarität geprägt sind. Stets ist es das Vertrauen, das als Fundament für erfolgreichen Wandel und Veränderung dient.  
Wir brauchen Vertrauen in eine "bessere Zukunft" oder in die Möglichkeit, Widerstände zu überwinden, Missstände zu beheben etc., um weiter zu machen und nach vorne zu blicken.  

Dies gilt seit jeher auch für Projekte, die ja definitionsgemäß ebenfalls Disruptionen sind – wenn auch geplante und gewollte. Vor allem Change-Projekte und CRM-Projekte hängen in ihrem Erfolg von Vertrauen ab: in die "Sache", das Vorgehen oder in die beteiligten Menschen. In seinem Artikel "Mit Vertrauen CRM- und Change-Projekte zum Erfolg führen" greift Dr. Wolfram Schön dieses wichtige Thema auf und veranschaulicht es – als studierter Physiker – anhand einer physikalischen Formel. Ich finde dies sehr gelungen, denn so wie die physikalischen Zusammenhänge, bildet auch das Vertrauen ein wichtiges Fundament allen Lebens. In Zeiten wie diesen vielleicht sogar mehr, als es uns bewusst ist.  

In diesem Sinne: viel Vertrauen beim Blick nach vorne und viel Freude beim Lesen der Ausgabe! 

Elisabeth Ammer und Ihr Team des projektmagazins 

 

 

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