Den Wandel erklären

Mit der Change-Story Veränderungen anstoßen

Mit der Change-Story Veränderungen anstoßen
Sie wissen, Sie brauchen für Ihr Change-Projekt die Unterstützung der Betroffenen. Doch wie gewinnt man nicht nur deren Verstand, sondern deren Herz, damit sie auch mitziehen? Dr. Daniel Marek setzt auf die Change-Story. Mit seiner Zutatenliste und Anleitung gelingt auch Ihnen eine glaubwürdige, emotional ansprechende Geschichte, um Veränderungen anzustoßen.
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Die Folienschlacht ist geschlagen, der Vorstand ist von der Bühne abgetreten, geblieben ist die Ratlosigkeit. Trotz vieler Grafiken und Merksätzen sind wichtige Punkte nicht angesprochen worden. Wenn Kick-off-Veranstaltungen so enden, darf es nicht erstaunen, dass die Betroffenen Sinn und Nutzen eines Change-Projekts in Frage stellen.

Mit einer eingängigen Change-Story hätten Führungskräfte und Projektmanager die Mitarbeitenden viel einfacher gewinnen können. Eine gute Change-Story verdichtet Aussagen zu Zielen, Gründen und Etappen eines Projekts und erklärt die Veränderung plakativ, einfach und anschaulich (Lies et al., 2011, S.56). Indem sie Bilder und Vergleiche nutzt, spricht sie die Betroffenen auf der emotionalen Ebene an und erleichtert so die Identifikation mit dem Vorhaben.

Veränderungen brauchen eine Erzählung. Sie macht es Projektmanagern viel leichter, Menschen für neue Konzepte zu gewinnen. Eine gute Change-Story zeichnet sich durch einen passenden Mix von Grundzutaten und die Würze eines bildhaften Vergleichs aus. Dieser Beitrag liefert das Rezept für eine glaubwürdige Change-Story.

Die Grundzutaten einer Change-Story

Das Rezept einer guten Change-Story besteht aus den folgenden sechs grundlegenden Zutaten, die immer vorhanden sein müssen (siehe Tabelle 1).

Anlass für die Veränderung

Die erste Zutat ist der Anlass für die Veränderung. Es lohnt sich, dafür Zeit zu investieren. Je klarer die Notwendigkeit einer Veränderung hervortritt, desto einfacher fällt es den Betroffenen, sich darauf einzulassen. Zum Anlass gehört auch die Beschreibung der Risiken des Status Quo, um ein Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen (Kotter, 2011, S.38). Schwammige Gründe rufen dagegen sofort Kritiker auf den Plan.

Das Zukunftsbild

Es beschreibt, wohin die Reise gehen soll. Je schärfer dieses Zukunftsbild ausfällt, desto einfacher ist die Vermittlung. Unter Umständen hilft es, die erwünschte Zukunft nach Produkten bzw. Leistungsangebot, Abläufen und Verfahren,

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