Abwechslungsreiche und nachhaltige Wissensvermittlung

SpeedResearch – mit dem Selbstlern-Ansatz neues Wissen verankern

Frontalunterricht, wie wir ihn aus der Schulzeit kennen, ist ineffektiv: Das meiste Wissen ist schnell wieder vergessen und viele Ungereimtheiten fallen erst später auf. Bernd Postai und Juliane Marold vertrauen für die Weiterbildung von Projektleitern auf die selbst entwickelte Methode SpeedResearch, die Aspekte der modernen Lernforschung berücksichtigt. In ihrem Beitrag erklären sie die praktische Durchführung anhand eines realen Workshops und geben Empfehlungen aus ihrer Praxis.

Die zentrale Herausforderung bei der Gestaltung unserer Seminare zur Aus- und Weiterbildung von Projektleitern und -mitarbeitern besteht meist darin, eine Fülle von Lerninhalten in kurzer Zeit tiefgehend zu bearbeiten und nachhaltig bei den Teilnehmern zu verankern. Um das zu garantieren, gestalten wir die Seminare, Trainings und Workshops immer praxisorientiert, unterhaltsam und abwechslungsreich.

Im traditionellen Ansatz des "Frontalsettings" lassen sich diese Ziele schwer erreichen, da die Aufnahmefähigkeit der Teilnehmer schnell nachlässt. Wir alle kennen das aus unserer Schulzeit: An Lerninhalte, die der Lehrer an der Tafel präsentierte, erinnern wir uns kaum. Ganz anders ist das bei Projekten, bei denen wir uns die Lerninhalte selbst oder in der Gruppe aneignen konnten. Selbst Jahre später fallen uns dazu noch Überschriften mit Wortspielen oder lustige Zeichnungen ein, die wir damals anfertigten. Solch einzigartige Erinnerungen dienen uns als Anhaltspunkte, durch die wir später einfacher an das Gelernte anknüpfen können.

Frontalunterricht vs. Selbstlernen

Uns fiel auf, dass das auch für unsere Seminare gilt: Wissen aus Frontalpräsentationen, die prinzipiell immer in der gleichen Form stattfinden, vergessen die Teilnehmer viel schneller als Inhalte, die sie sich selbst in einem abwechslungsreichen und kreativen Setting erarbeiten konnten.

Außerdem tauchten bei den Teilnehmern zusätzliche Fragen oft erst dann auf, wenn sie das Gelernte nach der Veranstaltung nochmal selbst anschauen. Wird diese selbstständige Arbeit bereits in die Veranstaltung integriert, erkennen die Teilnehmer frühzeitig, wo ihnen noch etwas unklar ist und können Wissenslücken bereits im Seminar schließen.

Durch das bessere Verinnerlichen z.B. einer Methode und das Klären aller Fragen zur Anwendung, fällt es später leichter, das Gelernte im Projektalltag anzuwenden (und es nicht in einer Schublade verstauben zu lassen), was wiederum zu Erfolgsmomenten führt und die Teilnehmer motiviert, aus der nächsten Veranstaltung ebenfalls so viel wie möglich mitzunehmen.

Erfolgsfaktoren für Methoden zur Wissensvermittlung

Das nachhaltige Erfassen großer Informationsmengen erfordert eine Methode, die – im Gegensatz zum traditionellen Ansatz des Frontalsettings – auf der Basis von Selbstlernen an vorhandene Wissensstrukturen anknüpft.

Zudem sollte die Methode durch Wiederholung zu einer

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