Roadmap

Mithilfe einer Roadmap visualisieren Sie die zentralen Entwicklungsschritte eines Produkts, einer Strategie oder eines Projekts. Mit ihr vermitteln Sie den Stakeholdern einen Überblick über Ihr aktuelles Vorhaben und können so deren Erwartungen besser managen. Die Roadmap ist eine Orientierungshilfe für die Stakeholder, um ein gemeinsames Verständnis zu erlangen. Sie ist keine Ausarbeitung einer detaillierten Planung.

Roadmap

Roadmap

Mithilfe einer Roadmap visualisieren Sie die zentralen Entwicklungsschritte eines Produkts, einer Strategie oder eines Projekts. Mit ihr vermitteln Sie den Stakeholdern einen Überblick über Ihr aktuelles Vorhaben und können so deren Erwartungen besser managen. Die Roadmap ist eine Orientierungshilfe für die Stakeholder, um ein gemeinsames Verständnis zu erlangen. Sie ist keine Ausarbeitung einer detaillierten Planung.

Roadmap

Einsatzmöglichkeiten

  • Interne und externe Kommunikation (z.B. zum Abgleich von Erwartungen)
  • Projektmarketing, z.B. im Rahmen eines Kick-Offs
  • Darstellung von wesentlichen Punkten bei komplexen Unternehmungen
  • Basis für Detailplanung zur Ableitung von Maßnahmen und Handlungen
  • Sichtbarmachen eines groben, zeitlichen Ablaufs
  • Darstellung von kurzfristigen und langfristigen Maßnahmen

 

Ergebnisse
  • Gemeinsames Verständnis der Stakeholder für Ihre Strategie, Ihr Produkt oder Ihr Projekt und den Weg zum Ziel
  • Etablierung einer gemeinsamen Marschrichtung
  • Transparenz über die zentralen Inhalte bei den Beteiligten
  • Die Beteiligten haben eine erste, zeitliche Vorstellung von den Etappen und der Umsetzungsdauer.
Vorteile
Die Visualisierung des groben Ablaufs ist intuitiv verständlich.
Das erzeugte, gemeinsame Verständnis der unterschiedlichen Interessensgruppen (z.B. Technik und Management) baut Hürden (z.B. zwischen Abteilungen) ab.
Mithilfe einer Roadmap lässt sich das "Warum" sowohl für das Ziel als auch für den Weg dahin leichter verständlich machen als mit ausführlichen Begründungen.
Eine Roadmap erzeugt Fokus. Unwichtige Dinge werden bewusst ausgeblendet und somit unnötige Diskussionen vermieden.
Roadmaps können durch ihre zeitliche Komponente den beteiligten Teams veranschaulichen, wann sie eingreifen bzw. wann und wodurch sie die Strategie oder das Vorhaben unterstützen müssen.
Roadmaps helfen, Schwachstellen und Lücken zu einem frühen Zeitpunkt zu erkennen.
Grenzen, Risiken, Nachteile
Den idealen Detaillierungsgrad einer Roadmap wird es wohl nur in den seltensten Fällen geben. Machen Sie sich bewusst, dass Sie mit einer Roadmap vermutlich nicht alle Stakeholder zufrieden stellen können.
Gerade bei Vorhaben mit hoher Komplexität sind detaillierte Roadmaps sehr gefährlich. Da Sie bei komplexen Vorhaben die genauen Schritte nicht vorhersehen können, sollten Sie dies auch beim Erläutern der Roadmap klar machen. Erklären Sie den Betrachtern, dass es sich bei der Roadmap um eine Annahme zum jetzigen Zeitpunkt handelt und nicht um ein Versprechen für die Zukunft.
Voraussetzungen
  • Die zu bearbeitende Aufgabe / das zu lösende Problem muss definiert sein.
  • Eine erste Detaillierung des Vorhabens liegt vor.
Qualifizierung

Für das Erstellen einer Roadmap sind lediglich Kenntnisse über den dargestellten Inhalt erforderlich.

Benötigte Informationen
  • Klare Vorstellung des zu visualisierenden Ziels (Projekt, Produkt, Strategie)
  • Umfang und Kontext des Vorhabens
  • Die Projektabschnitte oder Meilensteine und der damit jeweils verbundene Output
  • Bereits bekannte Risiken, die das Vorhaben gefährden könnten
Benötigte Hilfsmittel

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Roadmaps zu gestalten. Davon abhängig sind auch die benötigten Tools.

Wenn Sie die Roadmap analog anfertigen möchten, benötigen Sie Papier und Stifte. Sie können z.B. auch Bildmaterial aus Zeitschriften verwenden, um eine Collage zu erstellen. Bei Bedarf benutzen Sie im Nachgang eine Kamera oder einen Scanner, um Ihr Ergebnis zu digitalisieren.

Eine digitale Roadmap können Sie mit nahezu jeder beliebigen Grafik- oder Präsentationssoftware erstellen. Angefangen von simplen SmartArt-Diagrammen in Office-Produkten, bis hin zu anspruchsvollen grafischen Darstellungen, die Sie mit Werkzeugen wie GIMP oder Photoshop erzeugen, ist alles möglich. Wenn Sie Bildmaterial aus dem Internet verwenden, beachten Sie unbedingt Urheberrecht und Copyright.

Herkunft

Anfang der 2000er Jahre zog der Begriff "Roadmap" in den deutschen Sprachgebrauch für eine grobe zeitliche Planung ein. Im Jahr 2004 wurde das Wort in den Duden aufgenommen.

Die kreative Visualisierung von Roadmaps liegt dabei nahe und wird von vielen Menschen auf individuelle Weise umgesetzt. Hier beschreibe ich den von mir, Daniel Reinold und Bernhard Schloß entwickelten Ansatz.

Durchführung: Schritt für Schritt

Eine Blaupause für die Erstellung einer Roadmap zu geben, ergibt meiner Ansicht nach aus vielfältigen Gründen keinen Sinn. Einige Aspekte dazu möchte ich Ihnen nachfolgend schildern. Im Anschluss daran präsentiere ich Ihnen unterschiedliche Arten von Roadmaps. Bitte benutzen Sie diese Roadmaps nicht als Kopiervorlage, sondern als kreative Inspiration für ihre individuelle Lösung.

Schritt 1: Ergründen Sie den Zweck!

  • Warum möchte ich eine Roadmap erstellen?
  • Was bezwecke ich damit?
  • Was will ich mit einer schematischen Zeichnung einer hypothetischen Vorhersage bei wem erreichen?

Stellen Sie sich diese Fragen, noch bevor Sie einen Stift zur Hand genommen haben, oder PowerPoint öffnen! Denn aus den Antworten daraus können Sie ableiten, wie Sie zum einen die Roadmap am besten gestalten und zum anderen diese ihrem Publikum präsentieren.

Sie sollten sich vorab noch mehr Fragen stellen, z.B. wie Sie die Roadmap einsetzen wollen:

  • Wer ist die Zielgruppe – z.B. ein internes Team oder externe Stakeholder?
  • Will ich mit der Roadmap begeistern oder lediglich informieren?
  • Ist die Roadmap das zentrale Element der Veranstaltung oder lediglich schmückendes Beiwerk?

Es kann also nicht eine Roadmap-Vorlage für alle erdenklichen Vorhaben geben! Um die für Sie und Ihr Vorhaben passende Art der Darstellung zu finden, ist es wichtig, dass Sie ein Gefühl dafür entwickeln, was Sie mit Hilfe einer Roadmap wie bewirken können.

Schritt 2: Definieren Sie die Granularität!

Ausgehend von Ihren Erkenntnissen aus Schritt 1, sollten Sie sich nun überlegen, was und vor allen Dingen wie viel Sie darstellen sollten. Die folgende Checkliste hilft Ihnen dabei, die richtige Granularität ihrer Darstellung zu ermitteln:

  • Anzahl der Meilensteine: müssen wirklich alle Meilensteine aufgelistet werden?
  • Beteiligte Teams / Organisationseinheiten oder Unternehmen: Es kann sinnvoll sein, bei Vorhaben mit stark wechselnden Akteuren diese explizit darzustellen.
  • Angabe von Risiken: Gerade bei hochriskanten Projekten kann eine Darstellung der wichtigsten Risikofaktoren wichtig sein.
  • Meta-Daten: Überlegen Sie sich, ob Sie die Roadmap mit Meta-Daten wie Projektnamen, Projektdauer, Projektbudget und ähnlichem ergänzen.
  • Machen Sie sich Gedanken über die Granularität pro Zeitintervall. Vielleicht ist Rolling-Wave-Planning ein guter Ansatz. D.h. schmücken Sie kurzfristige, eher gut erreichbare und übersehbare Aspekte mehr aus und deuten Sie die Ereignisse in fernerer Zukunft nur an.
  • Lieferergebnisse oder Arbeitsschritte oder beides: Überlegen Sie sich, ob Sie zu den einzelnen Meilensteinen die Arbeitsschritte und die Ergebnisse darstellen wollen oder nur einen Aspekt.

Sobald Sie sich im Klaren darüber sind, warum und was Sie mit Hilfe einer Roadmap darstellen möchten, können Sie sich um das "Wie" kümmern.

Praxistipps ...

Fachartikel zur Methode

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