Dubai und Saudi-Arabien – Paradies für Projektleiter und Visionäre?

Inseln in Palmenform, riesige Hochhäuser und Paläste – einige arabische Länder erregen mit Mega-Projekten Aufsehen. Doch woher kommt das Projektmanagement-Wissen dafür? Christian Vogt hat in Dubai als Projektmanager am Aufbau eines PMO mitgearbeitet und ist derzeit in Saudi-Arabien tätig. Im Gespräch mit Jessika Herrmann und Petra Berleb berichtet er, wie fortgeschritten das Projektmanagement-Wissen in Dubai ist, warum deutsche Projektleiter in arabischen Ländern gefragt sind und wie der Alltag eines Expatriates in Saudi-Arabien aussieht.

Dubai und Saudi-Arabien – Paradies für Projektleiter und Visionäre?

Inseln in Palmenform, riesige Hochhäuser und Paläste – einige arabische Länder erregen mit Mega-Projekten Aufsehen. Doch woher kommt das Projektmanagement-Wissen dafür? Christian Vogt hat in Dubai als Projektmanager am Aufbau eines PMO mitgearbeitet und ist derzeit in Saudi-Arabien tätig. Im Gespräch mit Jessika Herrmann und Petra Berleb berichtet er, wie fortgeschritten das Projektmanagement-Wissen in Dubai ist, warum deutsche Projektleiter in arabischen Ländern gefragt sind und wie der Alltag eines Expatriates in Saudi-Arabien aussieht.

Einige arabische Länder machen mit dem Bau von Mega-Hochhäusern und künstlichen Inseln Schlagzeilen. Doch woher kommt das Projektmanagement-Wissen, um solche und andere Projekte umzusetzen? Christian Vogt hat in Dubai als Projektmanager am Aufbau eines Project Management Office mitgearbeitet und ist derzeit in Saudi-Arabien tätig. Im Gespräch mit dem Projekt Magazin berichtet er, wie fortgeschritten das Projektmanagement-Wissen in Dubai ist, warum deutsche Projektleiter in arabischen Ländern gefragt sind und wie der Alltag eines Expatriates in Saudi-Arabien aussieht.

Projekt Magazin: Herr Vogt, Sie arbeiten im Auftrag der EADS für das Königreich Saudi-Arabien. Was tun Sie genau?

Vogt: In unserem Projekt geht es um den Schutz der 9.000 Kilometer langen Landesgrenze Saudi-Arabiens. Sie soll unter anderem gegen Schmuggel, Drogenhandel und Piraterie gesichert werden. Details kann ich aber nicht verraten.

Projekt Magazin: Das Projekt hat gerade erst begonnen und wird voraussichtlich fünf Jahre dauern. Bleiben Sie die ganze Zeit über in Saudi-Arabien?

Vogt: Das wird sich zeigen. Derzeit bin ich Leiter der Projektplanung. Eine Kernmannschaft wird auf alle Fälle bis zum Ende im Land bleiben und das Projekt begleiten. Welche Ressourcen man dafür konkret benötigt, steht aber noch nicht fest.

Christian Vogt

Projekt Magazin: Sie arbeiten nicht zum ersten Mal im Nahen Osten. Im Jahr 2007 waren Sie in Dubai und haben dort ein Project Management Office mit aufgebaut. Dubai muss sich gerade neu erfinden, weil seine Ölreserven so gut wie aufgebraucht sind. Es benötigt neue Einnahmequellen und baut deshalb seine Industrie auf. Welche Strategie verfolgt es dabei?

Vogt: Dubai versucht sich auf der Achse zwischen Asien und Europa zu positionieren. Die Produkte sollen halbfertig aus Asien kommen und in Dubai zum Endprodukt gefertigt werden, um dann zu relativ niedrigen Transportkosten nach Europa versandt werden zu können. Auf diese Weise will man erreichen, dass sich viele große Firmen ansiedeln. Diese sollen Arbeitsplätze schaffen und Geld ins Land bringen.

Projekt Magazin: Geht dieses Konzept auf?

Vogt: Im Moment nur zum Teil. Damit die Idee funktioniert, muss zum Beispiel die Verkehrsinfrastruktur verbessert werden. Derzeit gibt es noch viele Staus in den Straßen. Das beeinträchtigt nicht nur den Berufsverkehr, sondern auch den Gütertransport. Wenn der Gütertransport viel Zeit in Anspruch nimmt, dann wird er teuer – und damit wird Dubai für viele Investoren uninteressant. Nun bleibt abzuwarten, wie Dubai auf diese Herausforderungen reagiert.

Projekt Magazin: Das zweite Standbein soll der Tourismus werden. Um den anzukurbeln, investiert Dubai in aufsehenerregende Großprojekte wie das Hochhaus Al Burj oder die künstlichen Inseln The Palm und The World. Solche Projekte erfordern professionelles Projektmanagement. Woher stammt das notwendige Know-how?

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Guest
Zu der Frage: Was sollte man im Zwichenmenschlichen Umgang mit Arabern beachten? Möchte ich darauf hinweisen, dass das Wort Araber nicht gerade spezifisch ist. Es ist genauso wie wenn sie schreiben: Was sollte man im Zwichenmenschlichen Umgang mit Deutschsprachigen Völkern berücksichtigen. Die Mentalität eines Syrers unterscheidet sich z.B. stark von einem Saudi Araber bzw. einem Sudanesen oder Yemeniten. Deshalb wäre besser die Frage auf die beiden Länder SA und UAE zu begrenzen, die Antwort trifft nämlich nur auf diese Beiden zu.
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